Verbesserte Variante zum Schulanbau kommt gut an

Von Mittelbayerische Zeitung · 24. November 2024 um 21:57

Bruck. Lange Diskussionen gab es bei zwei Punkten der Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag. Auf der einen Seite betraf es die Errichtung einer Zweifachsporthalle, auf der anderen den Strom-Konzessionsvertrag mit der Bayernwerk Netz GmbH.

Beim ersten Punkt mussten die Räte über die Errichtung einer Zweifachsporthalle sowie den Anbau eines Werk-, eines Maschinen- und eines Nebenraums an der Nordseite der Schule abstimmen. Vorrangig ging es hier um die Fertigstellung des Werk-, Maschinen- und Nebenraums. Diese Räume müssen bis Ende Dezember 2025 bezugsfertig sein, um die bereitgestellten Fördergelder in nicht geringer Höhe, abrufen zu können.

Wie die Sporthalle und die dazugehörigen Räumlichkeiten, Treppenhäuser und Gänge genau aussehen sollen, war an diesem Abend kein Thema, da man dafür noch genügend Zeit habe, so Bürgermeisterin Heike Faltermeier (CSU). Architekt Markus Weber von der Architekten GmbH Schnabl aus Bad Kötzting stellte im Rahmen der Vorplanung verschiedene Varianten vor. Er brachte kurzfristig zur Sitzung noch eine weitere Variante mit, die einer weitere Verbesserung der Variante drei entsprach. Die Kosten für alle Varianten weichen kaum voneinander ab. Er erläuterte die Vor- und Nachteile und ging explizit auf den Werkraum und dessen Lage in Gesamtkonzept ein.

Die Bürgermeisterin informierte die Räte, dass sie sich auch mit Rektor Markus Binder beraten hatte, und dieser der dritten Variante den Vorzug gebe, da diese den Anforderungen der Schule am besten gerecht werden würde. Nach einer langen, von Joachim Hanisch (FW) angestoßenen Diskussion, bei der vor allem um Details der Turnhalle und deren angrenzenden Räumlichkeiten sowie um die Beteiligung der Sportvereine in die Planungen ging meldeten sich auch Robert Feuerer (CSU) Uschi Klein (Grüne) und Thomas Faltermeier (parteilos) zu Wort und betonten, dass sie die Variante drei, beziehungsweise die verbesserte Variante bevorzugen würden. Insbesondere deswegen, weil diese von der Schule favorisiert werde, sie noch erweitert werden könne und man auch an die Zukunft denken müsse.

Gregor Wettinger, Fraktionssprecher der SPD und zugleich Vorsitzender der Brucker Spielvereinigung, betonte, dass die Variante 3b richtig sei. Gut sei gewesen, dass man mit der Schule gesprochen habe, da die ihren Betrieb kenne. Wenn Vereine, die in dieser Halle ihren Sport betreiben wollen, mit einbezogen werden, sei dies zwar sehr schön , aber eigentlich sei es immer noch eine Schulturnhalle. Am Ende wurde der Beschlussvorschlag der Verwaltung, dass die Variante 3b weiter verfolgt werden soll, einstimmig genehmigt.

Auch der Beschlussvorschlag zum Strom-Konzessionsvertrag mit der Bayernwerk Netz GmbH Regensburg über den Abschluss eines neuen Vertrages über die Bereitstellung des Netzes und der Nutzung öffentlicher Verkehrswege zur Versorgung mit elektrischer Energie für den Zeitraum vom 1. Juni 2025 bis zum 31. Mai 2045 zog eine längere Diskussion nach sich. Es gab unter anderem Einwände zur Laufzeit. Rudi Sommer (Grüne) warf ein, dass auch geprüft werden sollte, ob die Gemeinde eigenen Strom produzieren könne. Bürgermeisterin Faltermeier sicherte zu, dieses Thema in der nächsten Klausurtagung zu besprechen. Am Ende wurde der Antrag einstimmig genehmigt.

Ebenfalls einstimmig durchgewunken wurde der Beschluss über den Ausspruch der Kostenspaltung für die Sanierung der Gänsbergstraße. Da die Haus- und Grundbesitzer seit dem 1. Januar 2018 in Bayern für die Sanierung oder den Ausbau innerörtlichen Straßen nichts mehr bezahlen müssen, gewährt der Freistaat den Gemeinden eine pauschale Zuweisung. Für die Straßenausbaumaßnahme Gänsbergstraße muss die Verwaltung eine fiktive Abrechnung des endgültigen Beitrags erstellen und noch heuer bei der Regierung der Oberpfalz einreichen. Da der Grunderwerb noch nicht vollständig abgeschlossen werden konnte, haben die Gemeinderäte eine Kostenspaltung für Freilegung, Fahrbahn, Gehwege, Parkplätze, Grünanlagen, Beleuchtungsanlagen und Entwässerung beschlossen.