„Mädchen stand in Flammen“: Rakete auf junge Frau in Regensburg gefeuert?

Es begann als heitere Silvesterfeier und endete in einem Albtraum: In der ersten Nacht des Jahres fing das Haar einer Regensburgerin Feuer, nachdem sie mit Feuerwerk beschossen wurde.
Die Frau habe gemeinsam mit einer Gruppe im Kasernenviertel unweit der Hermann-Geib-Straße in das neue Jahr gefeiert, berichtet eine Quelle der MZ, die mit den Vorfällen vertraut ist und anonym bleiben möchte. Zum Jahreswechsel ging die Gruppe auf die Straße, um das neue Jahr zu begrüßen. Aus einer nahen Shisha-Bar strömten ebenfalls Menschen auf die Straße. Die Quelle spricht von etwa 30 Menschen. Die Gruppe begann schnell damit, Feuerwerk zu schießen – auch in Richtung der friedlich feiernden Runde. Auch nach der Bitte, damit aufzuhören, machte die Gruppe einfach weiter, berichtet die Quelle.
Silvester: Raketen in Richtung einer Regensburgerin?
Nach Mitternacht ging die Böllerei weiter, zwei junge Frauen suchten Schutz hinter einem Bushäuschen, so die Quelle. Die andere Gruppe schoss weiter in ihre Richtung. Eine Rakete flog nur wenige Zentimeter am Gesicht einer Frau vorbei – und traf die Haare ihrer Freundin.
„Das ganze Mädchen stand in Flammen“, sagt die Quelle. Die Gruppe habe sofort versucht, die Flammen mit Jacken zu ersticken. Der jungen Frau fehle nun ein Haarbüschel, ihre Jacke sei komplett zerstört. Auch am Ohr habe sie Verbrennungen.
Silvester in Regensburg: Polizei bestätigt einen Raketen-Vorfall
Kerstin Stolze, Sprecherin der Polizeiinspektion Regensburg Süd, bestätigt einen Vorfall auf Anfrage. In der Landshuter Straßen hätten sich gegen Mitternacht mehrere Personengruppen befunden. Zum Jahreswechsel seien diverse Feuerwerkskörper abgebrannt. Beim Abbrennen sei einer der Feuerwerkskörper umgefallen. Dabei sei eine 21-Jährige getroffen worden. Diese sei dabei leicht verletzt worden, so die Einschätzung der Polizei. Eine ärztliche Versorgung vor Ort sei nicht erforderlich gewesen. „Die Jacke der Geschädigten wurde durch den Feuerwerkskörper ebenfalls beschädigt“, bestätigt Sprecherin Stolze.
Von den hinzugerufenen Polizeibeamten sei ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet worden. Bislang sei allerdings noch kein Tatverdächtiger ermittelt worden, so Sprecherin Stolze.
Die Quelle berichtet darüber hinaus, dass die Gruppe mit Silvesterraketen auf einen Krankenwagen feuerte, der in der Landshuter Straße vorbeifuhr. Das kann Polizeisprecherin Stolze nicht bestätigen. Ein solcher Vorfall sei ihr nicht bekannt.