Brandstiftung an Silvester? Haus in Regensburg geht in Flammen auf – vier Menschen verletzt

Schockmomente kurz nach dem Jahreswechsel: In den frühen Morgenstunden hat im Regensburger Stadtteil Kumpfmühl ein Haus gebrannt. Einige Menschen haben ihre Wohnungen verloren.
Gegen 1.30 Uhr wurden die Einsatzkräfte in die Nibelungenstraße gerufen. Das berichtet die Berufsfeuerwehr am Neujahrsmorgen. Ursprünglich gingen die Retter von einem Mülltonnenbrand aus – vor Ort stellte sich heraus: Es ist deutlich schlimmer.
Brand in Regensburg an Silvester: Einsatzkräfte kämpfen in Kumpfmühl gegen die Flammen
Der Brand hatte nämlich bereits auf ein Haus übergegriffen. Die Fassade stand in Flammen. Die Feuerwehr alarmierte umgehend weitere Löschzüge nach. Die Einsatzkräfte stellten Drehleitern auf und bekämpften den Brand mit Wasserwerfern. Vier Atemschutztrupps versuchten, die betroffenen Wohnungen über das Treppenhaus zu erreichen.
Zudem wurden 21 Personen evakuiert. Sie versammelten sich vor dem Haus und wurden von den Einsatzkräften medizinisch und psychosozial versorgt. Durch den massiven Feuerwehreinsatz griffen die Flammen nicht auf den Dachstuhl über. Dennoch sind vier Wohnungen nun nicht mehr bewohnbar. Vier Personen wurden leicht verletzt. Sie erlitten Rauchgasvergiftungen.
Seitens der Feuerwehr waren insgesamt 90 Kräfte der Löschzüge Altstadt, Weichs, Keilberg, der Feuerwehr Burgweinting, Oberisling, Graß und der Berufsfeuerwehr Regensburg im Einsatz. Vor Ort waren außerdem der Rettungsdienst mit einer Vielzahl von Kräften sowie die Polizei.
Brand in Regensburg-Kumpfmühl an Silvester: Warum ging das Müllhäuschen in Flammen auf?
Die Beamten haben umgehend die Ermittlungen aufgenommen. Derzeit gehe man von einer fahrlässigen Brandstiftung aus, teilte die Polizeiinspektion Regensburg Süd am Neujahrsmorgen mit. Die genaue Brandursache ist bislang allerdings ungeklärt. Nach ersten Schätzungen sei an dem Haus ein Schaden in Höhe von rund 200.000 Euro entstanden.