Aventinus Grundschule Abensberg: Bald wird aufgestockt

Von Lucia Pirkl · 1. Januar 2025 um 12:14

Die wohl teuerste Baustelle der Stadt Abensberg steht in der Römerstraße: Derzeit liegt man im Zeit- und im Kostenplan. Aber nicht immer war alles reibungslos.

Vor einem halben Jahr war große Feierstunde an der Aventinus Grundschule in Abensberg. Der Grundstein für die Erweiterung wurde gelegt und das Ganze mit einem schönen Schulfest verbunden. „Ja, es kostet Geld und Bauvolumina“, sagte Bürgermeister Bernhard Resch damals. Aber man müsse in das Wertvollste investieren, was man habe, und das seien die Kinder.

Seitdem ist Einiges passiert: „Derzeit sind wir sowohl im Zeit- als auch im Kostenplan“, so Resch zum Jahresende. Die Bauarbeiten laufen wie geplant.

Ganz reibungslos ging es hinter den Kulissen in den vergangenen Monaten indes nicht immer ab. Zwischenzeitlich musste die Stadt eine neue Projektsteuerung ausschreiben. Die Firma HSP kam dabei zum Zug.

Dass das bestehende Grundschulgebäude nicht gut gerüstet ist für die Zukunft, das war schon länger klar. Die ersten Gedanken zur Sanierung starteten 2021. Im vergangenen Jahr wurden die Klassenzimmer in Container ausgelagert und im Frühjahr 2024 wurde der so genannte Mädchentrakt entkernt. Böden, Fenster, Decken, Heizung – alles musste raus. Der Trakt wurde in den Rohbauzustand versetzt.

Viel Platz für Schüler

In den kommenden Monaten wird aus dem alten Gebäude ein neues, modernes Schulhaus. Im ersten Bauabschnitt entsteht ein Verwaltungstrakt, das Lehrercluster mit Lehrerzimmer, ein Elternsprechzimmer oder Kopierzimmer sowie die Aula und, was freilich mit am Wichtigsten ist, Klassenzimmer für zwei Jahrgangsstufen.

In diesen Tagen wurde die Geschossdecke im zweiten Obergeschoss betoniert. „Das war die Zielvorgabe vor Weihnachten, damit man nach den Weihnachtsferien mit der Aufstockung beginnen kann“, erläutert Resch. Das dritte Geschoss entsteht in Holzbauweise. Die Teile dafür sind bereits geliefert. Anschließend erfolgen die Dachdeckerarbeiten. Dann ist die Bodenplatte in der Aula an der Reihe. Eine Herausforderung werde die Verschneidung der Dächer, nämlich dort, wo dann die beiden Dächer vom Knaben- und vom Mädchentrakt aufeinanderstoßen werden.

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Bis Anfang März soll das alles fertig sein. Dann können die Firmen mit den Arbeiten im Inneren beginnen. Der Einbau von Heizung, Lüftung oder Sanitär, Elektroarbeiten oder der Fensterbau werden einige Zeit in Anspruch nehmen. „So mancher mag sich fragen, warum das so lange dauert“, sagt Resch. Das sei eben eine Menge Arbeit, die man von außen nicht sehe, so Resch.

Innenausbau dauert

Der Innenputz, die Verlegung des Bodens, diverse Trockenbauarbeiten: All das werde sich über Monate hinziehen.

Im September 2026 sollen die ersten Schüler ins Gebäude ziehen:

Viel Platz: Die Schule werde künftig Platz für bis zu 537 Schüler bieten. Zuzüge oder steigende Schülerzahlen sind mit eingeplant.

Kosten: Ursprünglich waren 16 Millionen für den Umbau geplant, aktuell liege man bei 24 bis 25 Millionen, so Bürgermeister Bernhard Resch. Das sei vor allem dem pädagogischen Konzept mit Lernlandschaften, die klassenübergreifende Begegnungen ermöglichten, geschuldet – eine Entscheidung, die der Schulverband mehrheitlich abgenickt habe, wie er betonte. Wie sich die Teuerung in den kommenden Jahren entwickle, weiß man jetzt freilich noch nicht.

Fertigstellung: Der Erste Bauabschnitt soll im September 2026 fertiggestellt sein. Dann können die ersten Schüler zurück ins Gebäude ziehen und die nächsten in die Container-Klassenzimmer. Die Gesamtbaumaßnahme wird sich noch bis 2028 ziehen.

Bernhard Resch überzeugte sich vor kurzem vom Baufortschritt (unten). Blerim Syla vom Bauamt zeigt ihm die Pläne. Fotos: Syla/Pirkl