Neue Querung über die Abens: Das erste Drittel ist geschafft

Es war eines der Themen, die die Bürger in Abensberg(Landkreis Kelheim) in diesem Jahr mit am meisten beschäftigt haben dürfte: Der Bau der neuen Abensbrücke und die damit einher gehenden Verkehrsbehinderungen. Doch nun sind schon ein Drittel der Arbeiten geschafft.
Die Aumühle und das Ufer auf der Gillamoosseite sind derzeit von der Innenstadt abgetrennt, zumindest wenn man die Abens direkt mit dem Auto queren möchte. Die Umleitungsstrecke über die B16 mag für so manchen ein Luxusproblem sein, für viele Bürger ist sie eine tägliche Herausforderung. Aber nun ist das erste Drittel der Bauarbeiten geschafft. „Wir liegen gut im Zeitplan“, so Thomas Ruhland, ab Januar Abteilungsleiter Konstruktiver Ingenieurbau beim Staatlichen Baumamt Landshut. Weil die Brücke über eine Bundesstraße läuft, ist das Staatliche Bauamt das ausführende Organ, freilich in enger Abstimmung mit der Stadt Abensberg.
Herausforderung gemeistert
In den vergangenen Monaten habe es zwar ein paar Herausforderungen gegeben, erzählt Ruhland bei einem Besuch auf der Baustelle. So sei der Baugrund anders gewesen, als man zu Beginn vermutet hatte. „Der Grund fiel an der Stadtseite plötzlich um 15 Meter ab“, ergänzt Manuel De Lorenzo, der als Abteilungsleiter das Projekt bisher betreut hat. Aber man habe das Ganze dann im Team gut lösen können.
In den vergangenen Monaten spielte sich hinter den Bauzäunen viel ab. Auf der Gillamoosseite stadtauswärts wurden Bohrpfähle eingebaut und Schall- und Betonierarbeiten für das Widerlager ausgeführt.
Während man dort mit der Gründung von Bohrpfählen fertig ist, ist jetzt ist die gegenüberliegende Seite am Altstadtrand an der Reihe. Die Stadtseite ist anspruchsvoller und benötigt etwas mehr Zeit. Durch den Kreisverkehr, der gebaut wird und direkt an die Brücke anschließt, ist die Einmündung in die Brücke dort breiter.
In den vergangenen Wochen ist viel passiert auf der Baustelle. In diesen Tagen geht es allerdings in die Winterpause. Bis zum 13. Januar ruhen die Arbeiten. Der nächste große Meilenstein kommt dann im Frühjahr, wenn die Fertigteile der Brücke eingehoben werden. Insgesamt sind es acht Stück, die in einer Spezialfirma vorbetoniert werden. Ein Autokran wird die Teile dann einheben. Geplant ist dafür ein Tag.
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Die große Unbekannte sind, wie bei allen Baustellen, freilich die Witterungsverhältnisse in der kalten Jahreszeit. Wenn es zu kalt wird, dann ist es mit dem Betonieren schwierig. Auch Hochwasser an der Abens, das ewig nicht abfließt, würde die Bauarbeiten verzögern. Gegen Ende seien dann vor allem Pflasterarbeiten, das finale Gelände oder auch die Gestaltung der Querungshilfe das, was Zeit kostet, so die Vertreter vom Bauamt.
Großes Team
Baustellenarbeit ist Teamarbeit, das ist hier, beim Brückenbau nicht anders. Nicht nur Planer oder Prüfingenieure sind eingebunden, sondern auch Geologen, die Baufirma Stanglmeier mit weiteren Unternehmen und freilich die Stadt Abensberg. „Es ist ein großes Team, aber es spielt alles gut zusammen. Die Firmen wissen, was sie tun, da zahlt sich Erfahrung aus“, weiß Ruhland.
Bis zum Gillamoos soll die Brücke befahrbar sein:
Kosten: Insgesamt werden 4,5 Millionen in die Gesamtmaßnahme investiert, so das Staatliche Bauamt Landshut. Das seien aber nicht die reinen Baukosten, sondern es flößen unter anderem auch Planungskosten in die Kalkulation mit ein.
Fertigstellung: Derzeit geht man davon aus, dass die Brücke rechtzeitig zum Gillamoos offen ist.
Ärgernis: Vor allem die Behelfsbrücke beim Schwefelschwammerl sorgte bei manchem für Unmut. Sie war ursprünglich komplett für den Verkehr gesperrt, wurde dann für Schulbusse geöffnet und blieb für Pkw gesperrt, einfach, weil die Brücke zu schmal für den Gegenverkehr ist und man zudem einen Rückstau in die Max-Bronold-Straße verhindern wollte.
Nicht jeder hielt sich daran. Und so mancher wiederum mutierte zum „Hilfssheriff“. „Es spielen sich Wlld-West-Szenen ab“, kritisierte Bürgermeister Bernhard Resch die unhaltbare Situation in einer Stadtratssitzung im Herbst. Mittlerweile wird dort kontrolliert.



