In Abensberg soll es mehr Platz für Kinder geben

Von Wolfgang Abeltshauser · 20. Dezember 2024 um 05:00

Das Baugebiet Gaden Süd an der Kreisstraße von Abensberg Richtung Hörlbach hat jetzt die letzte Hürde genommen. Die Bauarbeiten dort sind mittlerweile angelaufen.

Die Satzung für das Baugebiet ist eigentlich längst beschlossen. Die Erschließungsarbeiten sind ebenso beendet, erste Gebäude werden hochgezogen. Allerdings hatte der Investor bereits vor einigen Monaten die Änderung des Bebauungsplans für den nördlichen Bereich des Areals beantragt, der an das sogenannte Ökodorf Gaden anschließt.

Einmal änderte sich der Standort der Heizzentrale, außerdem ist es notwendig, für den geplanten Kindergarten mehr Platz vorzusehen. Waren es bisher 1600 Quadratmeter, sind es jetzt 2400. Dazu sollen auf einzelnen Parzellen keine Mehrparteienhäuser mehr entstehen, sondern Einfamilienhäuser. An anderer Stelle sollen dafür Doppel- statt Einfamilienhäuser gebaut werden.

Deshalb musste der Bebauungsplan für diesen Bereich geändert werden, das eine erneute Beteiligung von Behörden und Bürgern zur Folge hatte. In seiner jüngsten Sitzung musste sich der städtische Bauausschuss mit den eingegangenen Stellungnahmen zu den Änderungen auseinandersetzen. Abensberger Bürgerinnen und Bürger meldeten sich keine zu Wort.

Vonseiten der Behörden und Organisationen gab es keine grundsätzlichen Widersprüche. Im Gremium entstand keine Debatter darüber. Und so stimmten die Mitglieder des Bauausschusses einstimmig den Änderungen zu.

Ein wichtiges Projekt

Das Baugebiet ist von großer Bedeutung für die Stadt, die nur an wenigen Standorten größere Baugebiete ausweisen kann. Denn sowohl die Abensauen im Süden als auch die Stromleitung im Norden setzten dem Grenzen.

Auf rund hundert Parzellen sollen Gebäude mit Wohnraum für an die 400 Bewohner entstehen. Angedacht sind verschiedenste Hausformen – vom Tinyhaus bis zum Mehrparteienwohnblock. Nachhaltigkeit ist den Investoren wie berichtet wichtig. So sind von den 70 000 Quadratmetern Gesamtfläche fast die Hälfte für Grünflächen vorgesehen. Regenwasser soll komplett auf der Fläche zurückgehalten werden. Dächer sollen begrünt werden, Photovoltaik soll eine große Rolle spielen. Neben dem Kindergarten ist auch eine Seniorenwohnanlage im Baugebiet vorgesehen. Für sie hat es mittlerweile den Spatenstich gegeben.

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Auf der Tagesordnung des Gremiums standen darüber hinaus mehrere Bauvorhaben, die allesamt das grüne Licht des Bauausschusses erhielten. So soll in der Harlandener Straße auf dem Areal eines bisherigen Gewerbebetriebs ein Mehrfamilienhaus mit fünf Wohneinheiten entstehen. Bürgermeister Bernhard Resch (Landwähler Offenstetten) teilte in der Sitzung mit, dass der ursprüngliche Plan der Investoren dort war, sozialen Wohnungsbau zu realisieren. Das habe man aber nicht umsetzen können.

Positive Entwicklung

Ähnlich verhält es sich bei einem Gebäude in der Ulrichstraße, in dem ein Abensberger Unternehmer ebenfalls Sozialwohnungen unterbringen wollte. Jetzt sollen dort nach der notwendigen Sanierung vier klassische Wohnungen entstehen. Harald Hillebrand (Freie Wähler) lobte in der Sitzung, dass sich bei diesem Objekt jetzt Positives entwickle.Wie schon bei den beiden genannten Projekten gab es auch beim dritten behandelten Bauantrag keine Debatte unter den Gremiumsmitgliedern. In der Eichendorffstraße soll ein Wohnhaus erweitert werden, um dort unter anderem zwei weitere Schlafzimmer unterbringen zu können.

Als Träger öffentlicher Belange ist die Kommune gefragt beim Vorhaben in der Nachbarstadt Neustadt, den Bebauungsplan Bad Gögging Kurzentrum zu ändern. Das Gremium hatte über die Stellungnahme der Kommune zu entscheiden. Der Bürgermeister betonte, dass Abensberg davon nicht betroffen sei und deshalb keine Kritikpunkte vorzubringen habe. So beschloss es denn auch das Gremium.

Fahrräder und Fußgänger in Abensberg

Dagmar Kellner (fraktionslos) gab in der Sitzung des Bauausschusses Bürgerwünsche weiter. So vermissen Abensberger, die sich an Kellner wandten, bei den Bushaltestellen in der Münchner Straße und der Traubenstraße Boxen, in denen die Schülerinnen und Schüler, die mit dem Schulbus weiterfahren, ihre Fahrräder einsperren können. Der Bürgermeister will prüfen lassen, ob der Wunsch erfüllt werden kann.

Harald Hillebrand (Freie Wähler) monierte, dass wegen der Baustelle für die Erweiterung des Seniorenwohnheimes in der Bahnhofstraße der Gehweg so eingeengt sei, dass Fußgänger oft auf die Straße ausweichen müssten. Er würde sich hier eine barrierefreie Lösung wünschen.

Der Spielplatz sieht schon einsatzfähig aus.