Christina Freimuth und Manuel Riedmeyer vom Hotel Bayerwaldhof entdeckten Sri Lanka

Von Mittelbayerische Zeitung · 28. Dezember 2024 um 05:00

Wie viele Hände braucht es für eine perfekte Tasse Tee? Und welche Geheimnisse verbergen sich in den Teeblättern, die auf den grünen Hängen Sri Lankas wachsen? Christina Freimuth und Manuel Riedmeyer vom Bayerwaldhof in Liebenstein hatten die Gelegenheit, diesen Fragen vor Ort nachzugehen.

Auf Einladung ihres Arbeitgebers tauchten die beiden tief in die faszinierende Welt des Tees ein. Diese Reise veränderte nicht nur ihren Blick auf das traditionsreiche Heißgetränk, sondern hinterließ auch bleibende Eindrücke von der Kultur, den Traditionen und dem Handwerk des Landes.

Der Flug startete in München und führte über Dubai nach Colombo. Von dort ging es per Bus weiter in die Region rund um Kandy, die für ihre üppigen Teeplantagen bekannt ist. „Sri Lanka hat eine außergewöhnliche Landschaft“, schwärmt Freimuth. Die 20-Jährige aus Rittsteig, die als Chef de Rang im Sternerestaurant „Leo‘s by Stephan Brandl“ arbeitet, war besonders von den prächtigen Tempeln und der herzlichen Gastfreundschaft der Menschen beeindruckt.

Von Hand gepflückt

Für den Lehrling Manuel Riedmeyer aus Cham war der Trip eine einzigartige Gelegenheit, Tee – ein zentrales Element der gehobenen Gastronomie – in all seinen Facetten kennenzulernen. Von den ersten Schritten auf den Plantagen bis hin zur Verpackung durften die beiden Hotelmitarbeiter den gesamten Herstellungsprozess hautnah erleben.

Besonders das Pflücken der Teeblätter war für beide eine intensive Erfahrung. „Wir haben selbst Hand angelegt – mit eher bescheidener Ausbeute“, berichtet Freimuth schmunzelnd. Sie gewann tiefen Respekt für die harte Arbeit der Teepflückerinnen: „Man merkt, wie viel Mühe und Hingabe in einer einzigen Tasse Tee stecken.“

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Während dieser Tätigkeit lernten sie die Methode „Two leaves and a bud“ kennen – das sorgfältige Pflücken von zwei Blättern und einer Knospe – und entdeckten die Besonderheiten verschiedener Teesorten. In den Fabriken beobachteten die Hotelangestellten die Fermentation, Trocknung und Abfüllung und gewannen dadurch ein tiefes Verständnis für die vielfältigen Geschmacksnuancen der Produkte.

Die Kunst des Tees

Bei den Tea-Tastings erfuhren Freimuth und Riedmeyer, wie sich die verschiedenen Sorten durch Anbauhöhe, Bodenbeschaffenheit und Verarbeitung unterscheiden. Besuche in Museen und Gespräche mit Einheimischen vermittelten ihnen zusätzlich spannende Einblicke in die Geschichte und Handwerkskunst rund um den Tee. „Diese Reise hat uns nicht nur einen neuen Blick eröffnet, sondern auch unsere Wertschätzung für Land und Leute gestärkt“, erzählt Freimuth.

Mit vielen außergewöhnlichen Eindrücken im Gepäck kehrten sie nach sieben Tagen in die Heimat zurück – und brachten zugleich ein Stück Sri Lanka mit in den Bayerischen Wald. Die beiden planen, die gewonnenen Erkenntnisse und Inspirationen in ihre Arbeit im Bayerwaldhof einfließen zu lassen. „Es ist eine Erfahrung, die uns bereichert hat – beruflich und persönlich“, fügt Riedmeyer hinzu. „Ob Ceylon-Schwarztee, Grüner Tee oder Oolong – jede Tasse ist etwas ganz Besonderes.“

Talentförderung im Fokus

Inhaber Thomas Mühlbauer und Hotelmanager Alfons Weiß freuen sich über solche Worte, sind sie doch eine Bestätigung der Firmenphilosophie. „Die Mitarbeiterförderung steht bei uns an erster Stelle“, betont Mühlbauer. Solche Bildungsreisen stärken aus seiner Sicht nicht nur die Fachkompetenz, sondern auch die Identifikation und Motivation der Belegschaft mit dem Haus. Freimuth, die zugleich Ausbildungsbotschafterin des Bayerwaldhofs ist, ergänzt: „Dieser Ausflug hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, immer über den Tellerrand hinauszuschauen und neue Perspektiven zu gewinnen. Ich bin sehr dankbar für solche Möglichkeiten.“ Riedmeyer fügte hinzu: „Diese Erfahrung hat uns auch gezeigt, wie wichtig es ist, stets neugierig zu bleiben und neue Perspektiven zu gewinnen.“

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Diese Bildungsmöglichkeiten gehören nach Angaben des Managements zur Unternehmensphilosophie: Die Mitarbeiterförderung des Bayerwaldhofs „basiert auf einer sinnstiftenden und erfüllenden Tätigkeit, die die persönliche und berufliche Entwicklung unterstützt. Das Hotel bietet ein Arbeitsumfeld, das auf Wertschätzung und Loyalität setzt, um langfristige Bindungen zu schaffen.“ Durch gezielte Förderung und ein harmonisches „Mideinander“ werde die persönliche Weiterentwicklung jedes einzelnen unterstützt.

Landschaftlich beeindruckend: Teeplantagen bei Kandy
Der Tee wird in solchen Körben gesammelt.