Christkindl beglückt SV Lohberg: Zusage der Maximalförderung von 353000 Euro eingetroffen

Von Mittelbayerische Zeitung · 25. Dezember 2024 um 19:00

Natürlich hatte man auf ein Christkindl gehofft, das nun nahezu mit einer Punktlandung eintraf. Die Rede ist vom Lohberger Sportverein, der auf die Zusage der Maximalförderung von 353 000 Euro für den Neubau des Sportheims und den vorzeitigen Maßnahmenbeginn gewartet hatte. Beides beglückte die SV-Vorstandschaft, die Abteilungsleitung Fußball und die hierfür gebildete Arbeitsgruppe (Task Force) in der vergangenen Woche.

Am Samstag tauschte man sich über diese guten Nachrichten mit der Gemeinde im Dorfstadl aus. Am wohl sehnsüchtigsten erwartet wurde das „Weihnachtsgeschenk“ vom Leiter der Task-Force, Josef Kaml, der die einzelnen Schritte aus der Krise nach der Vertragskündigung des Sportplatzes federführend initiierte.

Freudige Nachricht

Kaml führte aus, dass man in den zurückliegenden Wochen nicht etwa in den Belangen des Sportvereins untätig geblieben war, sondern die Wartezeit der Bürokratie geschuldet war. „Nachdem wir den Förderantrag beim BLSV gestellt hatten, galt es einige Male, Unterlagen einzureichen, dem wir gerne nachkamen“, berichtete der Funktionär.

Parallel bereitete Helmut Bergmann mit der Raiffeisenbank die Bürgschaften vor und stimmte diese in punkto Rechtssicherheit mit dem Landratsamt ab. Die Verträge können zum Beginn des Jahres 2025 unterzeichnet werden. Klar festgelegt haben die SV-Verantwortlichen auch, wie der langfristige und der kurzfristige Kredit bedient werden.

Teil wird zwischenfinanziert

Von den 450 000 Euro Darlehensaufnahme werde der SV einen Teil zwischenfinanzieren. „Wir haben einen sehr vernünftigen Finanzierungsplan ausgearbeitet“, so Josef Kaml, der schon auch stolz ist, dass der SV für die Finanzierung keinen Cent von der Gemeinde benötige, sondern dies selber stemmen könne – durch den Verein sowie die Mitgliedsbeiträge und Veranstaltungen des Fördervereins.

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Am Montag vor einer Woche traf zunächst der erste Zuwendungsbescheid über die Förderung des Freistaats Bayern in Höhe von 25 000 Euro ein, die MdL Gerhard Hopp initiiert hatte. „Mit dieser Soforthilfe waren wir in der Lage, den Zaun, die Zufahrt und die Container sowie Weiteres zu bezahlen“, äußerten Kaml und Bürgermeister Müller nochmals ihren Dank dafür.

Vorzeitiger Maßnahmenbeginn möglich

Am Dienstag traf nun das allergrößte „Christkindl“ des BLSV mit der Zusage der Maximalförderung von 353 000 Euro sowie die wichtige Mitteilung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn ein. „Sprich, wir können im Frühjahr loslegen“, erläuterte Josef Kaml. Es wurde bereits mit Architekt Ludwig Pongratz Rücksprache gehalten. „Wir werden im Januar ausschreiben und zügig vergeben. Dann kann es im Frühjahr tatsächlich losgehen“, informierte der Redner.

Bürgermeister Franz Müller bestätigte, dass die gesamte Weichenstellung wirklich mit viel Arbeit verbunden war. „Es waren im Hintergrund etliche Anträge zu stellen“, wusste der Rathauschef. Das Christkindl sei ein echter Glücksfall. Mit den 25 000 Euro konnte der Verein gleich am Anfang notwendige Investitionen tätigen. „Auch daran habe man gesehen, dass etwas vorwärts ging“, so Franz Müller. Die Gemeinderatsbeschlüsse fielen einstimmig.

Eine Maßnahme in dieser Größenordnung hat es im Sportverein noch nie gegeben. Darum sind alle Beteiligten beeindruckt und mehr als froh, was in dem einen Jahr geschafft wurde. Dies stellt auch für die neue, junge Führung der Abteilung einen glänzenden Einstieg dar. Franz Müller machte bewusst, dass die immensen Fortschritte hauptsächlich ein Verdienst der Task Force und ihres Leiters Josef Kaml waren.