Ereignisreiches Jahr in Berg: Verkehrsberuhigung bleibt auch 2025 wichtiges Thema

In Berg (Landkreis Neumarkt) hat sich dieses Jahr einiges getan. Dennoch warten 2025 alte und neue Herausforderungen. Neben der noch nicht gelösten Verkehrsberuhigung, wird im kommenden Jahr unter anderem der Klimawandel die Kommune beschäftigen – etwa beim Hochwasser-Check.
Bei der Weihnachtssitzung des Berger Gemeinderates am Donnerstag streifte Bürgermeister Peter Bergler kurz die weltpolitischen Ereignisse mit den vielen Konflikten und Kriegen. Er ging auch auf das Aus der Ampelfraktion im Bund ein. „Unsere politische Kultur hat darunter stark gelitten. Die neue Bundesregierung steht vor der großen Aufgabe, das Vertrauen der Menschen in unserem Land zurückzugewinnen und Lösungen für die zahlreichen Herausforderungen zu finden.“
Auch in der Berg stehe man vor Herausforderungen, doch dank umsichtigen Handelns in der Vergangenheit befinde sich die Kommune noch in einer guten Ausgangsposition, um diese erfolgreich zu meistern, sagte Bergler.
Stabile Haushaltslage
Der geplante Haushalt für 2025 sowie die Einnahmen 2024 seien grundsätzlich stabil. Berg sei handlungsfähig, insbesondere durch die Gewerbesteuer-Einnahmen und den Einkommensteuer-Anteil. „Dennoch bleibt es eine gemeinsame Aufgabe, unsere Einnahmen-Seite weiter abzusichern, um auch in Zukunft finanziell flexibel zu bleiben“, sagte der Bürgermeister.
Er wies darauf hin, dass die Kreisumlage 2025 steigen werde. Trotzdem gebe es mit den Zuweisungen des Freistaates eine positive Entwicklung im kommenden Jahr: „Trotz schwieriger Rahmenbedingungen blicken wir auf ein erfolgreiches Jahr zurück.“
Das Kinderkrippen- und Kindergarten-Angebot sei durch den Bau der Kindertagesstätte in Berg und des Kindergartens in Stöckelsberg erheblich vergrößert worden. Der AWO-Waldkindergarten Fuchsbau beim Großwiesenhof sei ab Januar mit 20 Kindern voll belegt. Highlight war im Frühjahr die Einweihung des sanierten und angebauten Rathauses am Sophie-Scholl-Platz. Weitere positive Aspekte seien die sprudelnde Quelle in Hausheim, die mit einem hohen Kostenaufwand saniert wurde, und der Neubau einer Klärschlamm-Presse der Kläranlage in Meilenhofen gewesen.
Tempo 30 „nur kleiner Schritt“
Am Meilenhofener Weg in Berg wurde eine Pumptrack-Anlage geschaffen und über 300 Haushalte profitieren nun von einer besseren digitalen Ausstattung beim Glasfaser-Ausbau.
Bergler ging auch auf Bereiche ein, in denen man noch nicht oben angelangt oder gar gescheitert sei. So fahren durch den Hauptort Berg täglich Karawanen von Autos, besonders vormittags und abends. Die Mehrheit der Bürger habe sich gegen die geplante Ortsumgehung entschieden. Nun müsse man andere Wege finden, um die Sicherheit der Bürger und die Belastung für die Anwohner der Staatsstraße 2240 zu mindern. Tempo 30 würde ein kleiner Schritt hierzu sein. „Ich glaube allerdings nicht, dass dadurch weniger Autos durch Berg fahren“, so Bergler.
Im den nächsten Jahren werden laut Bergler knapp 70 Hektar Freiflächen-PV-Anlagen im Gemeindegebiet gebaut. Die Auswirkungen des Klimawandels seien auch in Berg spürbar.
Der Bürgermeister bedankte sich beim Gemeinderat, bei der Verwaltung und den Beschäftigten des Bauhofs, der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung. „Gemeinsam haben wir viel erreicht. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch 2025 die vor uns liegenden Aufgaben mit Entschlossenheit und Tatendrang angehen“, sagte Bergler. „Unser Ziel bleibt es, Berg nicht nur lebenswert zu erhalten, sondern weiterzuentwickeln.“
Den Ausführungen von Bergler folgten Dankesworte und Anregungen der Fraktionssprecher Hans Bogner (FWG), Florian Himmler (SPD), Stefan Haas (Bündnis 90/Die Grünen), Hans Fürst (LBG) und Markus Mederer (CSU).
Das ist in Berg 2025 geplant
Gewässer: Laut Bürgermeister Peter Bergler muss ein Sturzfluten-Konzept erstellt werden, außerdem stehen ein Hochwasser-Check mit dem Wasserwirtschaftsamt Regenburg und die Pflege des Tummersbaches in Berg an.
Sanierungen: Die Friedhöfe in Sindlbach und Stöckelsberg müssen saniert werden, ebenso die Chunradus-Grundschule in Sindlbach sowie das historische Verwaltungsgebäude mit Neubau eines Bürgersaals, Jugendraums und Seniorentreffs.
Neubauten: In Hausheim wird ein neues Feuerwehrhaus gebaut, Kinderspielplätze in Sindlbach werden neu gestaltet, der AWO-Waldkindergarten bekommt eine Überdachung.
Weitere Vorhaben: Auf der To-Do-Liste stehen die Kleinprojektförderung in Stöckelsberg beim TSV-Sportgelände, die Sanierung des zerstörten Torbogens des Altdorfer Tores in Gnadenberg, Verschiedene Straßensanierungen und die Weiterentwicklung der Senioren-Politik.