Flöten-Demo gegen Gloria: Securitys schmeißen Aktivisten vom Romantischen Weihnachtsmarkt

Einige Besucher zückten ihre Handys, als sie Freitagnachmittag eine Gruppe flötender Aktivisten sahen. Diese hatten sich auf dem Romantischen Weihnachtsmarkt am Schloss St. Emmeram getroffen, um gegen Gloria von Thurn und Taxis zu protestieren. Nach etwa dreieinhalb Weihnachtsliedern auf der Blockflöte wurden die sechs Demonstranten von Securitys herausgeführt.
„Die Fürstin hat sich schon wiederholt mit rechtsextremen Äußerungen hervorgetan“, sagte Linda Doblinger, Organisatorin des Protests zur MZ. „Wir wollen auf eine humorvolle Art und Weise darauf aufmerksam machen.“ Gloria trete häufiger in Medien auf und äußere sich dabei unter anderem transfeindlich, kritisierten die Aktivisten. Das sei vielen Besuchern des Weihnachtsmarkts allerdings nicht bewusst.
Besucher des Christkindlmarkts fotografierten Protest
Vor dem Schloss stellten sich die sechs Aktivisten zwischen den Ständen mit dem Rücken zueinander auf und spielten „Schneeflöckchen, Weißröckchen“, „Rudolph the Red-Nosed Reindeer“ und „O du Fröhliche“. Sie ernteten vor allem Verwunderung, einige Besucher filmten den musikalischen Protest. Nur wenige kamen auf die Gruppe zu, um zu lesen, was auf den Schildern stand, die die Demonstranten um den Hals trugen.
„Thurn und Taxis ab in die Galaxis“, stand auf einem. Darüber hinaus kritisierten die Aktivisten, dass die Besucher mit ihrem Eintritt die Fürstin finanzierten – dabei hatten auch die Demonstranten Eintritt gezahlt, um zu protestieren. Zwei Sicherheitskräfte rückten an und führten die Gruppe zurück auf die Straße. Dennoch zeigte sich die Gruppe zufrieden: „Es hätte nicht besser laufen können“, sagte Doblinger.