Nach Abriss: Stadtbau GmbH plant neues Parkhaus in der Klenzestraße in Regensburg

Das Parkhaus in der Klenzestraße in Regensburg wird abgerissen. Wenn alles gut läuft, sollen die Bauarbeiten für die Ersetzung schon im Frühjahr 2025 beginnen. Neben dem Parkhaus ist auch eine Energiezentrale geplant. Ob das Ganze so umgesetzt wird, ist allerdings noch unklar.
Laut Manuel Kesten, Oberbauleiter für Abbruch und Erdbau der Mayerhofer GmbH, wird die Abbruch-Baustelle noch bis ungefähr Ende Februar dauern. Im Moment muss das Projekt jedoch ruhen. Die Mayerhofer GmbH ist schon in der Weihnachtspause.
Bauherr ist die Stadtbau- GmbH. Das Parkhaus ist nur für die Bewohner der Anlage und soll es auch in Zukunft mit gleicher Stellplatzanzahl bleiben, erzählt Götz Keßler, Geschäftsführer der Stadtbau- GmbH. Die Garagenanlage beinhaltete 214 Stellplätze und wurde im Jahr 1973 erbaut. Grund für den Abbruch sind Bauschäden im Beton. Hauptsächlich würden diese von Tausalz stammen. Das salzhaltige Wasser wird im Winter von den Autos mit ins Parkhaus gefahren. Da bei der Errichtung keine Abdichtung gegen Tausalz installiert wurde, sei dieses nun in den Bau eingedrungen und sorgt für Korrosion. Der Beton selbst sei instabil geworden. „Daher hat sich unser eigenes Statikbüro eingeschaltet“, sagt Keßler. Eine Sanierung sei nicht mehr möglich gewesen.
Tausalz verursacht instabilen Beton
Das Parkhaus soll allerdings neu gebaut werden. Im Moment laufen daher die Baumeisterausschreibungen, um den Bau vorzunehmen. „Wir wollen die Garage komplett als Auftrag vergeben“, erklärt Keßler. Die Garage solle dabei eins zu eins ersetzt werden. Die einzige Hürde, die entstehen könne, sei die Abstimmung mit dem Grundstückseigentümer – der Evangelischen Wohltätigkeitsstiftung. Die Stadtbau- GmbH ist nämlich nur Eigentümer und Vermieter der Anlage durch eine Erbpacht. Eigentümer des Grundstückes sei die Stiftung. „Es ist eben nicht so einfach zu bauen, wie auf eigenem Grund“, sagt Keßler. Der Genehmigungsprozess mit der Stiftung sei noch im Gange.
„Wenn alles gut läuft, könnte der Bau der neuen Garage ab dem zweiten Quartal des kommendes Jahres beginnen.“ Abgeschlossen könnten die Maßnahmen schon Ende 2025 sein, da das Bauwerk größtenteils aus Betonfertigteilen bestehe. „Insgesamt investieren wir in der Baumaßnahme rund sechs Millionen Euro“, sagt Keßler.
Raum für Energiezentrale
Im Zusammenhang mit der neuen Garage seien außerdem die Räume für eine Energiezentrale im Vorgriff auf die energetische Sanierung der Gebäude der Stadtbau-GmbH in der Klenzestraße und Friedrich-Ebert-Straße geplant. „Unsere Gebäude sollen an ein Nahwärmenetz angeschlossen werden“, erklärt der Geschäftsführer der Stadtbau-GmbH. Wie genau, das werde noch abgeklärt.
„Für uns ist das eine ganz normale Baumaßnahme der Instandhaltung“, sagt Keßler. Er räumt jedoch auch ein, dass die Bauarbeiten wohl eine Belastung für die Mieter darstelle.