Kommentar zum Verkauf des Regensburger Kaufhofs an Investoren: Ein Stück Hoffnung

Es ist ein Paukenschlag: Der Kaufhof am Regensburger Neupfarrplatz wurde an Investoren verkauft. Wird nun alles gut? MZ-Chefreporter Christian Eckl wertet den Deal als ein Zeichen der Hoffnung.
Auch wenn die Eigentümer-Strukturen im Dunklen bleiben: Dass der leer stehende Monolith am Neupfarrplatz wieder einer Nutzung zugeführt werden soll, wenn auch erst 2026, ist ein gutes und wichtiges Signal für die Altstadt. Schon jetzt zeigt das markante und durchaus umstrittene Gebäude Zerfallserscheinungen. Kürzlich kam es zu einem Wasserschaden.
Die Entourage, die zusammen mit dem Nikolaus und der Regensburger Oberbürgermeisterin auf den Balkon der Alten Wache ins Gebäude mussten, erhielten Zutritt zu einer Brache erster Ordnung mitten im Herzen des Welterbes. Dass sich die Eigentümer nun transparenter geben, ist unwahrscheinlich. Bei den Gesprächen mit der Stadt waren es Strohmänner. Doch schon die Entscheidung, den Mietvertrag mit dem Betreiber des Eiscafés zu verlängern, signalisierte, dass das Schlimmste wohl nicht geschehen würde: Eine jahrelange, vielleicht jahrzehntelange Brache, die sich wie eine schwelende Wunde ausbreitet und weitere Leerstände nach sich zieht.
Dass das Wort „kulturell“ in einer Mitteilung der Kaufhof Regensburg GmbH vorkommt, ist ein Zeichen der Hoffnung. Es bleibt abzuwarten, ob Profitgier die Chance verspielt, an dieser Stelle ein echtes Juwel glänzen zu lassen.