Leckeres Weihnachtsgebäck auch für Plätzchen-Backmuffel schnell selbst gemacht

„In der Weihnachtsbäckerei“, das Kinderlied von Rolf Zuckowski, kennt wohl jeder. Wer Kinder hat, ist bestimmt auch textsicher. Doch was tun, wenn man sich in besagter Bäckerei so gar nicht wohlfühlt?
Da gibt es schnelle Lösungen mit wenig Aufwand und Gelinggarantie, die auch noch richtig gut schmecken, wie Fachleute aus Furth im Wald verraten.
Ich sitze mit meiner Frau am Frühstückstisch. Es steht kein Teller Plätzchen darauf. Ohne sie zu fragen, weiß ich, warum. Wir haben beide keine Lust auf die fummlige Arbeit, die das Ausstechen, Bestreichen, Zusammenkleben und Befüllen macht.
1,2,3 Mürbteig-Plätzchen
Das heißt allerdings nicht, dass wir auf das weihnachtliche Hüftgold verzichten müssen. Es gibt ja namhafte Bäckereien in Furth im Wald, die kleine Köstlichkeiten zaubern und natürlich auch Rezepte kennen, die auch jetzt, so kurz vor Weihnachten, noch schnell gezaubert werden können.
1,2,3 Butter-Mürbteig-Plätzchen zum Ausstechen empfehlen Johanna und Willi Limmer von der gleichnamigen Konditorei am Stadtplatz. „Die gehen schnell und gelingen eigentlich immer“, verrät die Chefin. 200 Gramm Zucker, 400 Gramm Butter, 600 Gramm Mehl (Typ Nr. 405), eine Prise Salz, Zitrone- und Vanille-Aroma zu einem Teig verarbeiten und rund eineinhalb Stunden kühl stellen. Anschließend drei Millimeter dick ausrollen und ausstechen. Bei 180 Grad sieben Minuten in den Ofen, fertig. Wer mag, kann sie noch mit Schokolade, Marzipan und ähnlichem bestreichen oder zwei mit Marmelade zusammenkleben. Willi Limmer macht sich für seine Kunden natürlich mehr Mühe. Rund acht verschiedene Sorten liegen verführerisch hinter der Glastheke. Viel Zeit zum Ausruhen bleibt bei Familie Limmer über Weihnachten übrigens nicht. „Wir haben ja nur einen Tag geschlossen, aber den genießen wir dafür um so mehr mit der Familie“, sind sich beide einig.
Am Bayplatz steht gerade Petra Korherr hinter der Theke. Zeit, um selbst zu backen, hat sie gerade wenig. Zusammen mit ihrem Mann Johann betreibt sie das Café Korherr. Aber sie erinnert sich an ihren Schwiegervater Hans Korherr. „Der hat in der Weihnachtszeit massenhaft Plätzchen gebacken und dann verschenkt.“ Die Leute seien mit ihren Dosen gekommen, Hans Korherr habe sie dann befüllt. Petra Korherr freut sich jetzt über Weihnachten auch auf ein paar schöne Stunden im Kreis der Familie. Und sie hat ein einfaches Rezept für Rumtörtchen: 300 Gramm Mehl, 100 Gramm Zucker, ein Ei, ein Päckchen Vanillezucker, 150 Gramm Butter, Buttervanille, Rum oder Zitronenaroma und sechs Gramm Backpulver kneten und im Kühlschrank eine gute Stunde ruhen lassen. Teig dünn ausrollen und runde Plätzchen ausstechen. Bei 170 Grad circa zehn Minuten backen. Ausgekühlte Plätzchen mit Marmelade bestreichen und ein anderes darauflegen. Zum Schluss noch etwas Puderzucker darüber streuen.
Wem das Plätzchen backen gar nicht liegt und wer es noch einfacher mag, dem seien folgende Rezepte meiner Frau empfohlen, die man sogar noch an Heilig Abend ganz schnell selber machen kann.
Weihnachts-Allerlei: Einfach kleine Kekse, Brezeln, Süßigkeiten aller Art mit weißer, zerlassener Kuvertüre vermengen. Auf einem Backpapier verteilen. Dekozucker, Zuckerkügelchen oder Glitzerzucker darüber streuen. Das Ganze fest werden lassen, in Stücke brechen und genießen. Für das Beispiel im Bild wurden verwendet: Minikekse, Schoko-Dinkelkugeln, Smarties, fertige Schokoplätzchen, gesalzenes Caramel Crisp, Vanilleglasur, Prinzessinnen-Mix Deko und Silber Sterne (Silver Stars).
Auch ganz einfach: Müsli (zum Beispiel Früchtemüsli) mit weißer, zerlassener Kuvertüre vermischen, dann auf Backpapier sofort kleine Christbäume formen. Aus getrockneten Cranberrys und Pistazienstückchen die kleinen Christbäume festlich dekorieren. Trocknen lassen und sich über den süßen Anblick freuen.
Salzbrezeln mit Schokolade
Gebrannte Mandeln, selbst gemacht, dazu Vanilleeis, schöner kann ein Weihnachtsmenü nicht enden: 200 Gramm geschälte Mandeln, 75 Gramm brauner Zucker, 50 Milliliter Wasser, etwas Zimt, Vanillezucker und eine Prise Salz vermischen, in eine mikrowellengeeignete Schüssel geben, fünf bis sechs Minuten bei 600 Watt in der Mikrowelle garen. Nach jeder Minute rausnehmen und umrühren.
Von der Verwandtschaft aus Amerika übernommen und einfach herzustellen sind Salzbrezeln, die in weiße oder braune, flüssige Kuvertüre getaucht werden. Abtropfen lassen und zum Trocknen auf ein Backpapier legen. Die Mischung aus süß und salzig ist ein besonderes Geschmackserlebnis.

