Bauleiter Stefan Göde sieht in Furth im Wald alles absolut im grünen Bereich

Gerade wurden die ersten rund zweieinhalb Tonnen schweren Bodenplatten für die Brückenkonstruktion geliefert. Was sonst gerade los ist und ob alles rechtzeitig fertig wird, weiß Landschaftsarchitekt Stefan Göde, Bauleiter bei der Planungsfirma Planorama.
Göde hat ein Tablet auf einer der roten Bodenplatten abgestellt. Die Farbe Rot steht dabei natürlich für den Further Drachen, ohne den auch bei der LGS nichts geht.
Auf dem Bildschirm sieht man eine Zeichnung. Anhand dieser erklärt der Fachmann, dass die tonnenschweren Platten von der Mitte der Brücke nach außen gelegt werden. Verständlich, weil die Konstruktion sonst ja auf der einen Seite angehoben werden könnte. Weiß jeder, der schon Mal auf einer Wippe gesessen hat, bei der eine Person wesentlich schwerer als die andere war.
Bald ist Weihnachtspause
Noch rollen die Bagger auf der Baustelle, Lkws bringen Baumaterial, Brückenteile werden zusammengeschweißt sowie eingehoben und auch im Schaubereich Pohlgärten wird noch fleißig geschraubt. Doch ab Samstag, 21. Dezember, ist erst einmal Schluss. „Bis 7. Januar gehen wir in die Winterpause“, sagt der Landschaftsarchitekt. Der sei aber auch absolut verdient. Ihn begeistert die einmalige Zusammenarbeit der verschiedenen Firmen untereinander und das auf engem Raum. Göde war bei vielen Gartenschauen tätig, er sagt: „Das habe ich schon mit wesentlich mehr Ellenbogen erlebt.“
An der positiven Grundstimmung soll sich auch im Januar nichts ändern. Dann geht es nahtlos weiter mit den Vorbereitungen für die Parkarena. Bei der sogenannten Pfahlgründung werden Verankerungen im Boden versenkt, die anschließend die Konstruktion halten müssen. Sehr vereinfacht erklärt könnte man es mit dem Setzen der Heringe beim Zeltaufbau vergleichen.
Bange, dass man nicht rechtzeitig bis zum Startschuss am 22. Mai fertig wird, ist Göde nicht. „Klar, Gartenschauen sind Terminbaustellen, da gibt es keine Nachfristen.“ Doch im Moment sei das Wetter top und auch einen Wintereinbruch im Januar oder Februar hat man eingeplant. „Dann müssen die Bodenarbeiten zwar ruhen aber wir können an den Brücken weiterarbeiten. Das geht auch bei Frost.“ Er ist sicher: „Es wird alles stehen, alles wird fertig.“
Der erfahrene Gartenschaubegleiter hat bei allen Projekten ein Muster erkannt. Der Feinschliff, also Rasen nachsähen oder im Notfall Rollrasen legen, Büsche und Stauden nachschneiden und Wege auf Vordermann bringen, der Feinschliff also, erfolgt dann ab Februar. Letzte Arbeiten erfolgen noch in den 24 Stunden, bevor es los geht, so seine Erfahrung.
Nach seinem Eindruck von Furth im Wald gefragt, begeistert den Berliner Großstadtmensch das Potenzial der Stadt. Drachenstich, Cave Gladium, Freizeiteinrichtungen wie Flederwisch, Wildgarten oder Steinbruchsee, innerstädtische Grünflächen, dazu das Erholungsgebiet Drachensee, „manche Städte wären schon froh, wenn sie nur eines dieser Angebote hätten.“ Jetzt noch die Landesgartenschau, das berge immense Wachstumsmöglichkeiten.
Haupteingang wird großartig
Ein besonderes Augenmerk möchte er auf einen Bereich legen der im Moment etwas unter dem Radar der öffentlichen Wahrnehmung liegt: Er findet großartig, was rund um den Haupteingang geschaffen wird.

