Die Limes-Therme in Bad Gögging feiert ihren 45. Geburtstag

Es ist kein runder, aber doch ein wichtiger Geburtstag. 45 Jahre wird die Limes-Therme am 22. Dezember alt. Damit die Besucher was zu feiern haben, gibt es schon am 21. Dezember ein Fest. Der Rückblick zeigt: Geld schien damals keine Rolle zu spielen.
Beinahe hemdsärmelig ging es 1971 los. Auf Initiative des damaligen Bad Gögginger Pfarrers Karl Rüth gründeten der Landkreis Kelheim, die damalige Gemeinde Bad Gögging, der Caritasverband für die Diözese Regensburg und die Raiffeisenbank Bad Gögging die „Kurzentrum Bad Gögging GmbH“. Vielfältige Ziele hatten sich die Geschäftsführer Alt-Landrat Rudolf Faltermeier und Erich Griebl gesetzt. So zählten die Förderung des Kurbetriebes in Bad Gögging, das Beschaffen von Grundstücken, die Koordination der Baumaßnahmen sowie sonstige Geschäfte zu den Aufgaben der Gesellschaft, um die Entstehung eines neuen Kurzentrums in Bad Gögging zu unterstützen.
Die Gemeinde brachte am Stocket eine Schwefelwasserbohrung nieder, die in etwa 80 Meter Tiefe auf die gesuchte Quelle stieß – was ein wichtiger Fund für die Therme war, denn daraufhin sicherte sich die Kurzentrum Bad Gögging GmbH rund 34 Hektar Grund durch notarielle Kaufoptionen. Als schließlich die finanziellen Möglichkeiten der Gesellschaft erschöpft waren, strebte die Geschäftsführung der GmbH die Gründung eines Zweckverbandes wie in Bad Füssing, Bad Birnbach und Bad Griesbach an.
Nach entsprechenden Beschlüssen der Kommunen beteiligten sich der Bezirk Niederbayern mit 60 Prozent, der Landkreis Kelheim und die Stadt Neustadt a. d. Donau mit jeweils 20 Prozent am neuen Zweckverband, sodass 1974 unter der Leitung des Regierungspräsidenten Gottfried Schmid die zehn Verbandsräte zusammen kamen und Bezirkstagspräsident Sebastian Schenk zum Verbandsvorsitzenden wählten.
Neues Kurgebiet
Die Absicht des Zweckverbandes war es nicht nur, dem Kurort durch die Erschließung eines neuen Kurgebietes „auf der grünen Wiese“ neben dem alten Kurort sowie den Bau des öffentlichen Kurmittelhauses neue Impulse zu geben, sondern auch, Bad Gögging einen Platz unter den Heilbädern der Bundesrepublik zu sichern. Zu diesem Zweck übernahm der Zweckverband von der Kurzentrum Bad Gögging GmbH alle Grundstücksoptionen über eine Fläche von 34 Hektar. Von der Stadt Neustadt a. d. Donau erwarb der Zweckverband Bad Gögging zudem die Schwefelwasserbohrung am Stocket.
Ein weiterer wichtiger Schritt zum „neuen Kurort“ war ein städtebaulicher Ideenwettbewerb für das Kurgebiet, den ebenfalls der Zweckverband ausschrieb. 16 Architekten nahmen daran teil, den ersten Preis gewann Otto Sternecker aus Straubing. Außerdem beschloss die Verbandsversammlung 1975, einen Brunnen zur Versorgung des Kurgebietes mit Heilwasser zu bohren. Etwa neun Monate darauf wurden die Arbeiten in einer Tiefe von 650 Meter beendet, wobei eine Natrium-Hydrogencarbonat-Chlorid-Therme mit 24 Grad Celsius erschlossen wurde.
Mehrere Bohrungen
Mit Beschluss vom 28. Januar 1977 startete zudem eine weitere Bohrung zur Erschließung von Schwefelwasser, das man in 120 Meter Tiefe fand. Bis heute quellt aus dieser Tiefe das besondere Wasser mit 4,5 mg/l Gesamtschwefel und einer Temperatur von 13,5 Grad Celsius.
Schließlich folgte am 27. Juli 1976 ein weiterer wichtiger Beschluss der Verbandsversammlung. Die hatte nämlich die Architekten Otto Sternecker und Leopold Starr aus Straubing mit der Planung des Kurmittelhauses beauftragt, dessen erster Bauabschnitt rund neun Monate später genehmigt wurde.
Bis heute sind die ursprünglichen Planungen zu diesem Gebäude jedoch nicht komplett umgesetzt worden. Das Kurmittelhaus sollte viel größer werden, das Cafe im Kurhaus hätte sich dann in der Mitte des Anwesens befunden. So befindet es sich an der Rückseite des Gebäudes.
Zu feiern gibt es dennoch einen guten Grund: Aus der Idee des Pfarrers Rüth ist ein Unternehmen geworden, das zur „Lokomotive“ des Kurortes Bad Gögging geworden ist. Allein in diesem Jahr dürften in der Limes-Therme 350 000 Behandlungen verabreicht werden.
So wird gefeiert
Am 21. Dezember verwandelt sich die Limes-Therme von 10 bis 22 Uhr in ein festliches Winterwunderland und als Geburtstagsbonus erhalten alle Besucher laut Pressemitteilung den Aufpreis auf Terra Vitalis und die Römer-Sauna geschenkt. Zur Feier des Tages wird die Öffnungszeit bis 22 Uhr verlängert und die Therme ist weihnachtlich dekoriert und beleuchtet. Es gibt Mitmach-Aktionen wie ein Glücksrad, kostenlose Aquafitness-Kurse und eine Klang-Licht-Show.
In der Römer-Sauna warten Aufgüsse, im Terra Vitalis gibt es ein Moorpeeling zum Sonderpreis und auch die Beauty-Oase beteiligt sich mit einer Jubiläumsaktion. Weihnachtsschmankerl und Getränke runden das Fest ab.
„Wir freuen uns sehr auf den 45. Geburtstag unserer Limes-Therme und laden alle herzlich ein, mit uns zu feiern“, so Franz Bauer, operativer Werkleiter. „Es wird ein Tag voller Entspannung, Genuss und Überraschungen“, verspricht Franz Bauer. Alle Details zur Veranstaltung gibt es online unter www.limes-therme.de oder telefonisch unter (09445) 20090.

