Gemeinsames Essen macht auch in Neustadt viel Spaß

Essen soll Spaß machen. Das funktioniert in Gesellschaft besser, als wenn man alleine vor dem Teller sitzt. Deshalb gibt es jetzt ein neues Angebot im Generationentreff in Neustadt a. d. Donau.
Es ist 11.30 Uhr. Fünf gut gelaunte Frauen sitzen um einen Tisch in einem Gebäude in der Löwengrube. Auf den Tellern vor ihnen liegen leckere Mahlzeiten – Holzfällersteak mit Bratkartoffeln oder Käsespätzle. Der Spaß am gemeinsamen Mittagsmahl ist der Tischrunde deutlich anzusehen.
Damit hat die Premiere des neuesten Angebots im Generationentreff in der Löwengrube schon einmal funktioniert. „Es ist doch schöner, zusammen mit anderen zu essen als alleine“, findet Monika Weber im Gespräch mit unserer Zeitung. Sie ist in Neustadt a. d. Donau für die Generationenarbeit zuständig und damit auch für das Programm im Generationentreff.
Das gemeinsame Mittagessen ist das jüngste Angebot dort – es firmiert unter dem Namen „Tischgespräche“. Die haben auch bei der momentanen Tischrunde längst begonnen, dabei dreht sich alles um die jüngsten kulturellen Veranstaltungen in Neustadt a. d. Donau.
Auch ein wenig neugierig
Zu den Teilnehmerinnen der Premiere gehören Elisabeth Greinke und Elisabeth Dann. Sie geben zu: Ein wenig neugierig seien sie schon, auch deshalb hätten sie sich angemeldet. Teilnehmer für dieses Angebot müssen sich im Vorfeld für eines der angebotenen Gerichte entscheiden. Die Mahlzeiten stammen aus der Küche einer benachbarten Metzgerei, kosten deutlich unter zehn Euro. Bezahlt wird vor Ort.
Die beiden Frauen leben jeweils allein. Für sich selbst zu kochen, wäre kein Problem. Aber es mache nicht immer Spaß, dass dann auch zu tun und anschließend alleine zu speisen. Und so gehen die beiden Freundinnen hin und wieder gemeinsam auswärts essen. Und so passt das Angebot im Generationentreff ganz gut für sie.
Ursula Brandlmeier, die auch am Tisch sitzt, betont, dass es so seine Tücken hat, für nur eine Person zu kochen. Nur eine Portion vorzubereiten gehe gar nicht immer – „also muss ich oft zwei Tage hintereinander das Gleiche essen“.
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Die drei Frauen sind typische Beispiele der Klientel, die Weber nach eigenen Worten vor allem im Auge hatte, als ihr das gemeinsame Mittagessen im Generationentreff in den Sinn kam. „Kommen darf aber jeder“, betont Hanna Buschmann. Sie gehört zu den wichtigen ehrenamtlichen Kräften, die in der Einrichtung in der Löwengrube mithelfen. Selbstverständlich dürfen auch Menschen kommen, die etwa in der Innenstadt arbeiten und nach einer Abwechslung in ihrer Mittagspause suchen.
Weber mitgezählt sitzen bei der Premiere fünf Frauen am Tisch – dort gäbe es theoretisch nur noch einen freien Stuhl. Allerdings biete der Generationentreff deutlich mehr Platz. Weber spricht von 30 Gästen, die gleichzeitig untergebracht werden könnten. Bisher war es wie berichtet oft so, dass sich die Zahl der Teilnehmer für die verschiedenen Angebote mit der Zeit sehr wohl steigerte.
Nicht der erste Besuch
Elisabeth Dann ist nicht das erste Mal im Generationentreff. „Ich bin auch beim Sprachtreff mit dabei“, erzählt sie auf Nachfrage des Reporters. Sich auf Englisch zu unterhalten – darum gehe es dort. Sie gehört zu den zahlreichen Neustädterinnen und Neustädtern, die zu den Angeboten kommen. „Ich freue mich sehr, dass der Generationentreff angenommen wird“, sagt Weber mit zufriedenem Gesicht. Seit September laufen die verschiedenen Angebote in den Räumen in der Löwengrube. Alle hätten sich etabliert. Nicht nur, dass es genug Neustädterinnen und Neustädter gibt, die zu den verschiedenen Terminen kommen. Buschmann sei bei Leibe nicht die Einzige, die gerne hinter den Kulissen mithilft. „Ich bewege mich eben gerne“, beschreibt sie kurz und knapp ihre Motivation. Einfach nur zuhause zu sitzen – das sei nicht das Ihre.
Weber freut sich nicht zuletzt, dass auch viele Junge mitmachen. So unterstützen Schülerinnen und Schüler bei „Zusammen digital“ älteren Menschen beim Umgang mit dem Mobiltelefon. Und so trägt die noch immer recht neue Einrichtung in Neustadt a. d. Donau zu recht ihren Namen Generationentreff.