Mobilfunk für Irnsing macht Fortschritte

Ein wichtiger Schritt für eine bessere Mobilfunkversorgung ist getan: In Irnsing steht jetzt ein Mobilfunkmast. Bevor er in Betrieb genommen werden kann, sind aber noch einige Arbeiten notwendig. Das gilt auch andernorts im Neustädter Stadtgebiet.
Seit einigen Tagen wird laut einer Veröffentlichung der Stadt an der Stromanbindung für den Mast gearbeitet. Der Anschluss soll über einen Trafo im neuen Baugebiet erfolgen, der im Frühjahr installiert wird. Ist das getan, können die verschiedenen Mobilfunkanbieter beginnen, ihre Antennen aufzubauen.
Mit den drei großen Mobilfunkanbietern Telekom, Vodafone und Telefónica habe die Stadtverwaltung bereits vor Baubeginn Kooperationsverträge abgeschlossen. Diese verpflichten sich laut Veröffentlichung, ihre Antennen auf dem Mast zu installieren. Die genauen Zeitpläne der Anbieter hängen jedoch von deren internen Planungen ab. Darauf habe die Stadt leider keinen Einfluss.
Auch wenn noch nicht feststeht, wann die Anlage in Betrieb geht, ist der Baufortschritt sicherlich eine gute Nachricht für die Menschen nördlich der Donau. Denn seit einigen Jahren beklagen Einwohner Neustädter Ortsteile einen schlechten Empfang für ihre Mobiltelefone – nicht zuletzt in Irnsing. Wie berichtet fiel vor drei Jahren die Entscheidung, dass die Stadt selbst einen Masten bauen will. Man hatte dafür ein Förderprogramm des Freistaats Bayern aufgetan.
Auf städtischem Grundstück
Ein Grundstück für den 30 Meter hohen Mast war da bereits gefunden. Er entstand auf dem höchsten Punkt der Umgebung von Irnsing. Das Grundstück ist im Besitz der Stadt, hier befindet sich ein Hochbehälter der Neustädter Stadtwerke.
Dass die Antennen auf dem neuen Mobilfunkmasten im kommenden Jahr in Betrieb gehen könnten, ist auch deshalb wichtig, da der Ort weiter wächst und die Zahl der potenziellen Handynutzer mehr und mehr ansteigt.
Das ist der Grund, warum Anne-Katrin Streeck nach Neustadt blickt
Ein Grund für den Einwohnerzuwachs ist das neue Baugebiet „Am Oberfeld“ mit einer Fläche von 3,2 Hektar (MZ berichtete). Dort sollen 30 Bauparzellen entstehen, die zwischen 550 und 800 Quadratmeter messen sollen. Die Erschließungsarbeiten sind derzeit am Laufen.
Auch ein Gewerbegebiet kommt. Dazu gab es bereits im Vorjahr den Spatenstich. Es befindet sich unweit des Friedhofs. Das Areal ist sechs Hektar groß und vier Betriebe sollen hier Grundstücke erhalten.
Probleme in Geibenstetten
Im Ortsteil Geibenstetten gab es ebenso immer wieder Klagen über einen schlechten Empfang für Mobiltelefone. Jüngst gab es dazu wieder Beschwerden bei der diesjährigen Bürgerversammlung. Elke Wolf, Stadträtin aus dem Ortsteil, bringt das Thema regelmäßig im Gremium ein.
Auf Nachfrage ist von der Stadt dazu Folgendes zu erfahren: Dort hat die Firma Vodafone bereits vor rund zwei Jahren einen eigenen Mobilfunkmast errichtet. Dieser sei auch bereits in Betrieb. Das hilft aber nur denjenigen Geibenstettenern, die mit eben dieser Firma einen Vertrag abgeschlossen haben. Davor galt der kleine Ortsteil mit seinen 151 Einwohnern komplett als weißer Fleck im Mobilfunknetz.
„Grundsätzlich wollten sich auch O2 und Telekom hier einklinken, allerdings sind dafür noch bauliche Maßnahmen am Masten notwendig“, heißt es aus der Stadtverwaltung in Neustadt. Vor drei Jahren hat es wie berichtet noch geheißen, ein weiterer Anbieter wolle selbst einen Masten errichten. Dazu ist es bisher aber nicht gekommen.
Die Stadt unterstütze das jetzige Projekt, aber da Vodafone im Eigenausbau aktiv war, könne man nur begrenzt eingreifen. So lautet es weiter in der entsprechenden Antwort auf die Anfrage. Hier habe man laut Bürgermeister Thomas Memmel das Heft des Handelns eben nicht in der Hand. Seit zehn Jahren kommt das Thema immer wieder im Ortsteil auf.
Letztendlich hofft man auch auf eine Verbesserung der Situation entlang der nahen Bundesstraße 16.