Sicherheitsgespräch: Polizei und Stadt wollen Probleme lösen, bevor sie entstehen

Sehr friedlich und ruhig sind die letzten großen Feste in Roding wieder abgelaufen – auch dank der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten, wie Bürgermeisterin Alexandra Riedl am Dienstag bei einem Sicherheitsgespräch in der Rodinger Polizeiinspektion betonte.
Es gelte, sich auch künftig regelmäßig auszutauschen, um „vor der Lage zu bleiben“, war sie sich mit Dienststellenleiter Bernhard Hager und seinem Stellvertreter Wolfgang Straka einig.
Regelmäßig zwei Mal im Jahr trifft sich die Rathaus-Chefin mit den Spitzen der Polizeiinspektion, um Probleme abzuarbeiten, die aufgelaufen sind oder um auf kommende Großereignisse vorauszublicken. Dabei werden unter anderem die Sicherheitskonzepte, die es etwa für das Volksfest gibt, überarbeitet.
Dies sei nötig, da sich auch die gesetzlichen Vorgaben öfter ändern würden, erläuterte Hager. So gab es heuer zum ersten Mal die Cannabis-Legalisierung mit ihren Folgen auch für Volksfeste und andere Veranstaltungen. „Wir suchen dann gemeinsam Lösungen“, so Riedl, bisher seien diese auch immer gefunden worden.
Wissen, wer was macht
Es sei zudem bei großen Festen sehr wichtig, dass jeder der Beteiligten wisse, welche Aufgaben er habe und welche Entscheidungen er treffen kann. „Wenn etwa ein starkes Unwetter aufzieht und eine schnelle Räumung des Zeltes geboten ist, ist keine Zeit dafür, erst herumzufragen, wer zuständig ist“, nennt Hager ein Beispiel.
Ein weiteres Thema sei beim Volksfest etwa das Zusammenspiel zwischen Polizei und Security-Dienst, den die Stadt gesetzlich zusätzlich einsetzen muss, wie Riedl erklärte. Ebenso müssten die Öffnungszeiten und die Regeln auf dem Gelände, etwa im Bezug auf das Mitführen von Glasflaschen, klar ersichtlich sein.
„Für Bürger arbeiten“
Das Ziel sei dabei immer, für den Bürger zu arbeiten, betonen die Gesprächsteilnehmer, nicht, anstatt für unnötige Vorschriften und Bürokratie zu sorgen. Dies gelte auch für andere Bereiche wie etwa beim Verkehr, wo ebenfalls eine enge Zusammenarbeit zwischen Polizei und Kommune wichtig sei. „Wir besprechen unter anderem, welche Verkehrszeichen Sinn machen“, sagte Hager.
Der Austausch sei dabei sehr offen und freundschaftlich, sind sich der Rodinger Polizei-Chef, sein Stellvertreter und die Bürgermeisterin einig. Vieles bleibe zunächst intern, was aber für beide Seiten auch wichtig sei, um sich auf bestimmte Ereignisse vorzubereiten.
Das Verhältnis zwischen der Rodinger Polizei und der Stadt sei „ausgezeichnet“, befand Straka, „menschlich und fachlich passt es einfach.“
Friedliche Feste
Riedl bedankte sich für den Austausch am Dienstag und über das ganze Jahr hinweg. „Wir wollen am besten Lösungen finden, bevor die Probleme akut werden“, sagte sie. Dies gelinge zwar nicht immer, aber recht häufig. Es sei ihr sehr wichtig, dass die Feste in Roding friedlich ablaufen, „Spaß und Freude sollen dabei im Vordergrund stehen.“ Dank der Sicherheitskonzepte und der guten Zusammenarbeit mit der Polizei (die in bestimmten Fachbereichen wie Verkehr noch ausgeprägter sei) gelinge dies auch sehr gut.
Die Rathaus-Chefin dankte deshalb den Leitern der Inspektion und ihrem gesamten Team. Das gegenseitige Vertrauen solle auch künftig gewahrt werden.
