Für das Maschek-Areal in Schwandorf gab es große Pläne – Doch jetzt kommt alles anders

Seit dem Umzug des VW-Autohauses Maschek nach Wackersdorf (Landkreis Schwandorf) im Jahr 2022 liegt dessen früheres Areal an der Regensburger Straße brach. Eigentümer Ingo Maschek wollte dort unter anderem ein Drei-Sterne-Hotel bauen. Doch inzwischen hat der Unternehmer etwas anderes vor.
Wie berichtet, gab es große Pläne für das etwa 20 000 Quadratmeter große Gelände im Schwandorfer Stadtsüden. Architekt Kilian Spitzner hatte 2022 den Mitgliedern des Planungsausschusses einen ersten Entwurf präsentiert. Und der hatte es in sich: Geplant waren ein Hotel mit 80 bis 90 Betten, ein großes Bürogebäude und bis zu 160 zum Teil auch geförderte Wohnungen.
„Südpark Schwandorf“ nannte sich das Projekt, das der Autohändler in enger Abstimmung mit der Stadt vorantreiben wollte. Entstehen sollte ein völlig neues Quartier am südlichen Eingangstor in die Stadt. Grundüberlegung bei der Planung war es laut Architekt Spitzner, die Wohnbebauung im rückwärtigen Teil des Geländes von der Regensburger Straße und der Libourne-Allee abzuschirmen.
Traum von einem „klassischen Stadthotel“
Gelingen sollte das durch zwei Gebäude, die wie ein Riegel wirken. An der Regensburger Straße war nach den Worten des Architekten ein „klassisches Stadthotel“ geplant, Richtung Libourne-Allee ein großer Bürokomplex mit rund 4500 Quadratmeter Fläche. Das Erdgeschoss sollte jeweils gewerblich genutzt werden.
Geplant im Quartier waren ferner bis zu 160 Wohnungen, die alle vermietet werden sollten. Vorgesehen waren Zwei- bis Vier-Zimmerwohnungen, auch geförderten Wohnraum sollte es geben.
Nicht nur Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) zeigte sich damals von dem ersten Entwurf des Südparks begeistert. Auch die Ausschussmitglieder hielten mit Lob nicht hinterm Berg. CSU-Sprecher Andreas Wopperer begrüßte den Entwurf uneingeschränkt. „Die Wohnungenkönnen wir in der Stadt sehr gut gebrauchen, und auch ein Hotel brauchen wir dringend“, sagte er.
SPD-Sprecher Manfred Schüller zeigte sich 2022 ebenfalls erfreut, „dass auf dem Areal etwas geschieht. Schließlich ist das eine Visitenkarte für die Stadt“.
Über Jahre waren keine Baumaschinen zu sehen
Seit der Sitzung des Planungsausschusses ist viel Wasser die Naab hinuntergelaufen. Auf dem Areal hat sich aber nichts getan. Baumaschinen oder ähnliches suchten Beobachter vergeblich.
Kürzlich gab es dann ein wenig Bewegung. Die Gebr. Donhauser Bau GmbH stellte rund um das Maschek-Gelände mehrere Schilder auf – mit dem Hinweis, wie man sich auf einer Baustelle richtig zu verhalten habe. Geht es jetzt also schnell, rollen die Bagger an für Hotel und Wohnungen?
Das Gegenteil ist der Fall. Denn wie Grundstückseigentümer Ingo Maschek auf Nachfrage der MZ sagte, sind die bisher erfolgten Planungen im Papierkorb gelandet. Der Südpark Schwandorf werde in der ursprünglich vorgestellten Form nicht entstehen. „Komplett vom Tisch“ ist laut Maschek das Hotel. Und auch ein Supermarkt wird sich auf dem Areal nicht ansiedeln.
Frühjahr 2025 sollen die neuen Pläne vorliegen
Maschek sagte, dass er mit dem Grundstück nun endlich weiterkommen wolle. Dafür habe er sich mit der Firma Donhauser einen namhaften Partner aus Schwandorf mit ins Boot geholt. „Wir stecken gerade mitten in den Planungen und versuchen einen guten Mix hinzubekommen“, erklärte der Autohändler, ohne weitere Details zu nennen. Er äußerte sich aber zuversichtlich, bis zum Frühjahr 2025 der Öffentlichkeit ein neues Konzept vorlegen zu können.
Die Baufirma Donhauser bestätigte auf Anfrage der Mittelbayerischen die Zusammenarbeit mit Maschek. „Derzeit befinden wir uns in einem sehr frühen Stadium der Projektentwicklung“, sagte eine Sprecherin des Unternehmens. Man befinde sich „in enger Abstimmung“ mit dem Grundstücksbesitzer.
Konkrete Pläne für die künftige Nutzung liegen nach ihren Worten noch nicht vor. Man bitte daher um Verständnis, dass derzeit noch keine weiteren Details kommuniziert werden könnten.
