Kommentar zum positiven Baubescheid im Schwandorfer Ortsteil Bubach: Aus Fehlern lernt man nicht

Die Debatte um die rechtswidrigen Baugenehmigungen und Vorbescheide für Irlaching Siedlung ist noch nicht beendet, da kommt von der SPD neue Kritik an einer Bauzusage von OB Feller auf. Diesmal ist der Schwandorfer Ortsteil Bubach betroffen. So kommentiert MZ-Redakteur Jan Lange den Vorfall.
Bekanntlich heißt es ja: Aus Fehlern lernt man. Bei Schwandorfs Oberbürgermeister Andreas Feller scheint dies wohl nicht der Fall zu sein, wie der nun bekannt gewordene Fall in Bubach zeigt. Nachdem der OB bereits den Bauausschuss bei der Genehmigung des Hotels am Klausensee übergangen hatte und dafür scharf kritisiert wurde, hatten viele noch gehofft, dass es ein Einzelfall bleibt. Immerhin versprach Feller bei seiner damaligen Entschuldigung im Februar 2024, dass es nicht wieder vorkommt.
Es ist kein Einzelfall geblieben
Lange gehalten hat diese Zusicherung nicht: Bereits im Frühjahr genehmigte er mehrere Bauvorhaben in Irlaching Siedlung – erneut, ohne den Bauausschuss vorher einzubinden. Und wie sich nun zeigt, waren die von ihm unterschriebenen Bescheide auch rechtswidrig.
Mancher mag danach vielleicht noch gehofft haben, dass so etwas nicht mehr vorkommt. Der OB müsste doch aus der abermals verheerenden Kritik gelernt haben. Aber auch diese letzten Hoffnungen sind nun begraben. Im Sommer genehmigte er wieder ein Bauvorhaben – diesmal in Bubach, das in dieser Form wohl nicht hätte zugelassen werden dürfen. Ähnlich wie in Irlaching Siedlung hatte die eigene Bauverwaltung das Vorgehen abgelehnt. Doch nach Einschaltung des OBs schien dann alles möglich zu sein. Vielleicht hat Feller ja nach dem Prinzip gehandelt: Aller guten Dinge sind drei. Gut ist seine Genehmigungspraxis allerdings schon lange nicht mehr.
Dieser Kommentar gehört zu folgendem Haupttext: Nach Vorwürfen um Irlaching Siedlung – SPD-Stadtrat kritisiert auch Bauentscheid für Bubach