Jugendpreis für Jazzdance-Sparte Miltach, FurtherKultWerkStadt und Jugend der FSG Bad Kötzting

Es war ein besonderer Ehrenabend im Chamer Sparkassensaal. Die Auszeichnung für Denkmalschutz, Umweltschutz und Jugendarbeit durch den Landkreis ist Tradition geworden. „Danke für ihr Engagement. Das macht uns reicher und stärker und ist auch nachhaltig“, betonte Landrat Franz Löffler und wünschte, dass es viele Nachahmer geben solle.
„Die Preisträger aus den Bereichen Denkmalschutz, Umweltschutz und Jugendarbeit leisteten einen unschätzbaren Beitrag, um das kulturelle Erbe unserer Heimat zu bewahren, die Umwelt zu schützen und die nächste Generation zu fördern, betonte der Landrat und verwies darauf, dass die Auszeichnungen die erbrachten Leistungen würdigen und gleichzeitig das Bewusstsein für die Bedeutung des Ehrenamts in der Gesellschaft und im Landkreis fördern sollen.
Die elfjährige Marie Ferstl aus Voitsried bei Rötz, Schülerin der Landkreismusikschule, gestaltete mit wundervollen Klängen am Klavier den Ehrenabend mit. Mit einem kurzen Tanzbeitrag zeigte die Gruppe Little Mix von der Jazzdance-Abteilung des 1. FC Miltach ihr Können. Bei einem gemeinsamen Imbiss tauschten die zahlreichen Gäste in gemütlicher Runde ihre Erfahrungen aus.
Der Landkreis vergab zum 14. Mal in Folge den Jugendpreis. Die Auszeichnungen sind mit einem Geldpreis verbunden, der von der Sparkasse mitgesponsert wurde.
• Jugendpreis in der Kategorie „innovative und kreative Projekte“: Der 1. FC Miltach ist ein Sportverein mit über 1000 Mitgliedern in den Abteilungen Judo, Fußball, Gymnastik, Lauftreff, Tischtennis, Volleyball, Tennis, Jazzdance und einer sehr aktiven Jugend. Ihren Anfang nahm die Abteilung Jazzdance vor über 20 Jahren mit einer Handvoll tanzbegeisterten Mädchen. Inzwischen stieg die Sparte auf rund 80 aktive Mitglieder an. Im vergangenen Jahr wurde das überragende Tanz-Projekt „Seasons“ entwickelt und aufgeführt. Der Inhalt dieses Stücks handelt vom Zusammenhalt der Gemeinschaft, dem Einfluss Machtbesessener und den damit verbundenen Sorgen und Nöten. Verantwortlich für dieses äußerst kreative Projekt sind insbesondere die Abteilungsleiterin Birgit Heigl-Venus und die Tanztrainerinnen Eva Kleber, Kathrin Saurer und Katja Müller. Heuer wurde zum ersten Mal ein Mädchen- und Frauengesundheitstag mit über 50 Teilnehmerinnen durchgeführt. Die Verbindung von Sport, Tanz und Prävention in der außerschulischen Jugendarbeit verdient höchste Anerkennung
• Jugendpreis in der Kategorie „Einzelgruppe/Gruppe“: Die Vorstandschaft des Vereins KultWerkStadt aus Furth im Wald mit den Mitgliedern Elisabeth Nürnberger, Matthias Löffelmann, Julia Mühlbauer-Kaes, Julia Bertsch, Sonja Kaufmann, Marina Schmid, Uta Schmidt, Laura Pongratz und Philipp Hastreiter sind eine Gruppe junger Leute, von denen der Verein getragen wird. Sie haben sich mit hohem Maße hervorragende Verdienste in der außerschulischen Jugendarbeit im Landkreis erworben. Sie führen vielfältige kreative Angebote und Aktionen für Kinder und Jugendliche, wie Malaktionen, Nachtwanderungen Kränze – Binden und vieles mehr im Jahreskreis durch. Darüber hinaus organisieren sie alljährlich die Aktion „Das Further Christkind“, bei der Weihnachtswünsche von Kindern aus bedürftigen Familien erfüllt werden. Zudem beteiligte sich die KultWerkStadt beim Jugendarbeitspreis des Bezirksjungendrings Oberpfalz 2023 und 2024. Hier werden Projekte rund um Demokratie und Partizipation ausgezeichnet. In beiden Jahren belegten Sie die vorderen Plätze. Mit dem Blick über die Grenzen hinaus gestalten die genannten Mitglieder der Vorstandschaft eine höchst anerkennenswerte, weltoffene Jugendarbeit.
• Jugendpreis in der Kategorie „Gruppe“: Die FSG-Jugend ist seit der Gründung der Festspielgemeinschaft Bad Kötzting 1989 ein fester Bestandteil der Laientheatergruppe. Mit ihrer Jugendsprecherin Carmen Straubinger sind die Kinder und Jugendlichen tatkräftig im Verein eingebunden. Die spielerische Tätigkeit beginnt jedes Jahr zur Volksfestzeit mit dem „Pfingstl-Spiel“. Sie setzt sich fort mit der Festspielsaison im Juli und August.
Auf die Wald-Bühne auf dem Ludwigsberg wird jedes Jahr ein Klassiker der Weltliteratur auf Bairisch gebracht. Zu den bisherigen Produktionen unter der Regie von Johannes Reitmeier zählten u. a. Stücke wie: Die Räuber, Der Faust, Die Bettleroper, Die lustigen Weber und viele mehr. Mit dem neuen Regieteam Sascha Edenhofer und Barbara Schöneberger wurden die Kinder und Jugendlichen ab 2022 noch mehr gefordert und gefördert. Beim Frühlingsmarkt, dem „Bergfrühling“, gestaltet die FSG-Jugend das Unterhaltungsprogramm für die jüngeren Gäste.
Die Preisträger im Denkmalschutz
Andreas und Bianca Babl: Sie wurden für die Sanierung und Erweiterung des denkmalgeschützten Wohnstallhauses in Biberbach, Gemeinde Treffelstein, geehrt. Nach einem längeren Leerstand wurde die ehemalige Schmiede aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts von Andreas Babl gekauft. 2019 hat er mit der aufwändigen Sanierung begonnen. Zur Erweiterung des Raumbedarfs wurde im Norden an der alten Stelle der abgegangenen Scheune ein holzverschalter Neubau errichtet, der den Charakter der alten Scheune aufnimmt. Die Baumaßnahme wurde durch eine enorme Eigenleistung des Bauherrn und dessen Familie unterstützt, welche sich am Ende auf über 6000 Stunden aufaddiert hat. Das Gebäude kann als Schmuckstück in der Ortsmitte von Biberbach bezeichnet werden.
Christiane und Andreas Traurig: Sie wurden für die Außenrenovierung des denkmalgeschützten Wohnhauses in Walching, Gemeinde Neukirchen b. Hl. Blut, ausgezeichnet: 1885 wurde das jetzige Wohnhaus errichtet. Der repräsentative Bau mit einer gegliederten Fassade aus Giebeldreieck ist als ortsbildprägend zu beurteilen. Die Eheleute Traurig haben sich 2021 entschlossen, an ihrem denkmalgeschützten Wohnhaus eine Außenrenovierung durchzuführen. Das Dach und die Fassade wurden saniert. Mit dem ortsansässigen Architekten wurde eine Maßnahmenplanung erstellt. Die gesamte Maßnahme wurde von regionalen Firmen ausgeführt. Das Ehepaar Traurig hat sich mit dem Erhalt eines für den Ort Neukirchen b. Hl. Blut bedeutenden Baudenkmals um die Belange der Denkmalpflege verdient gemacht.
