Warten der Schneesportler hat ein Ende: Großer Arber startet in den Winter – Weitere Pisten öffnen

Gute Nachrichten für alle Brettl-Fans ließen bereits zum Wochenstart aufhorchen: Der Bayerwaldkönig eröffnet die Skisaison am Freitag, 13. Dezember, mit einem Soft-Start am Sonnenhang von 15 bis 21 Uhr. Das Beste an der Meldung war jedoch die Aussicht, dass mutmaßlich weitere Strecken folgen werden. Genau das tritt nach aktuellem Stand bereits ab Samstag, 14. Dezember, ein.
„Dann zünden wir bereits den Turbo“, drückt es der neue Betriebsleiter Thomas Eckl aus und fährt fort: „Ab Samstag fahren die Gondelbahn und die Sonnenhangbahn mit den Pisten Schmugglerweg, Bayerwaldabfahrt, Sonnenhang, Damenstrecke und Familienstrecke.“ Ab 21. Dezember dürfte es dann erneut zu einer Erweiterung der Abfahrten kommen.
Investitionen getätigt
Macht sich der Winter im Tal kaum bemerkbar, präsentiert er sich auf dem Großen Arber wie im Bilderbuch: Arbermandl, präparierte Pisten und Sonnenstunden. Es gäbe wirklich keinen Grund, länger auf die Saisoneröffnung zu warten.
„Wir haben 40 Zentimeter Naturschnee und beschneien schon seit Tagen und auch aktuell“, gibt der Betriebsleiter auf Anfrage Auskunft. Er und sein Team sind sehr zufrieden und zauberten aus Natur- und Maschinenschnee bereits gute Pistenverhältnisse. „Wir fühlen uns natürlich auch gegenüber den Käufern von Saisonkarten verpflichtet“, drückt es der neue Mann in der Schaltzentrale aus.
Thomas Eckl ist seit 1. August 2024 Betriebsleiter der Arberbergbahn. Neu ist ihm sein Arbeitsfeld keineswegs, denn er war bisher schon einige Jahre Stellvertreter. „Allerdings ist es doch eine andere Hausnummer, wenn man in der Verantwortung steht“, sagt der gebürtige Bodenmaiser.
Bei den Liftkarten wurde etwas an der Preisschraube gedreht. Gründe dafür lagen in der Lohnerhöhung des Mitarbeiterstabes sowie in einigen getätigten Investitionen. „Zum Beispiel wurden energiesparende Beschnei-Lanzen angeschafft, die wesentlich weniger Energie verbrauchen“, so der Betriebsleiter. Erst im letzten Jahr erwarb das fürstliche Unternehmen einen neuen Pisten-Bully, der mit einem sechsstelligen Betrag zu Buche schlug. Die neueste Technik zahlt sich in vielerlei Hinsicht aus. Die gesamten Pistenraupen sind mit einem Snow-Sat-System ausgestattet. Das ist ein Schneehöhenmessgerät, mit dem der Fahrer auf drei Zentimeter genau sieht, wie hoch die Schneedecke unter der Kette ist. Damit sei man in der Lage, im Skigebiet den Schnee effizient zu verschieben. Mittlerweile wurde dies schon wieder verbessert. Am Großen Arber verfügt man in der Versuchsphase über eines von zehn Leader-Geräten, die es weltweit gibt. Bis dato habe man drüberfahren müssen, um die Schneehöhe zu realisieren.
„Technisches Wunderwerk“
Das Leader-System schickt einen Laserstrahl nach vorne und testet das Gelände schon 50 bis 80 Meter vor der Gerätschaft, damit der Fahrer in Echtzeit sieht, ob vor ihm Schnee liegt oder er welchen hinschieben muss. Dies sei effizienter, wirtschaftlicher und nachhaltiger. „Es ist ein technisches Wunderwerk, das sich extrem bewährt“, so der Betriebsleiter. Der Blick in die Wetterkarte lässt schon auch Zuversicht aufkommen. Bislang sei kein Wärmeeinbruch bis Weihnachten in Sicht. Somit könnte es mit guten Wintersportmöglichkeiten über die Feiertage bis Heilig-Drei-König klappen.
Weihnachten und die Ferienzeit wären insbesondere für den Tourismus, aber auch die Gäste aus der Region sehr wichtig. „Aktuell ist jeder heiß auf das Skifahren“, weiß Thomas Eckl, dass gleich zum Saisonstart die Leidenschaft am besten glüht. Und was wünscht sich Thomas Eckl eigentlich für seinen ersten Skiwinter in verantwortlicher Position? „Viel Schnee, Sonnenschein und zufriedene Gäste.“ Diesbezüglich dürfte wohl eines das andere begünstigen.
