Liftbetreiber aus der Region Cham in den Startlöchern: Auf dem Arber wird’s teurer

Weiße Baumwipfel, Felder und Straßen. Der erste Schnee hat bereits Einzug gehalten im Bayerischen Wald. Auf so manchem Instagram-Account von Freunden und Bekannten waren schon Tourenski-Fotos zu sehen, die Lust auf Wintersport machten. Wann eröffnen die Skiliftbetreiber im Altlandkreis Kötzting ihre Pforten? Und haben sich die Preise für die Liftkarten erhöht?
• Familienskigebiet Großer Arber: Ein Berg, der auch für die Landkreis-Cham-Bewohner einen hohen Stellenwert hat, obwohl er zum Kreis Regen in Niederbayern gehört, ist der Große Arber. Jährlich zieht er im Winter wie Sommer unzählige Naturliebhaber auch aus dem weiten Umkreis an. Auf dem König des Bayerischen Waldes können sich Groß und Klein auf unterschiedlichen Pisten austoben.
Als sich der Schnee vor kurzem auch im Tal zeigte, wurden am Großen Arber bereits die Schneekanonen angeschmissen. Kein Test – „es war tatsächlich die erste Beschneiung“, sagt Andreas Stadler, Pressesprecher der Fürstlich Hohenzollernschen Arber-Bergbahn. Die ersten Probeläufe habe es bereits gegeben, „als es noch nicht geschneit hat“, so Stadler.
Arber: Saisonstart am 21. Dezember geplant
Wie er sagt, planen die Verantwortlichen rund um den Großen Arber mit einem Saisonstart am 21. Dezember. „Wenn die Voraussetzungen so bleiben, dann starten wir früher.“ Die Preise für die Liftkarten seien um etwa zehn Prozent gestiegen, gibt Stadler bekannt. Eine Tageskarte für Erwachsene kostet demnach 45 Euro, für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre 32 Euro. An den Parkgebühren von vier Euro habe sich nichts geändert, ebenso bleiben die Zeiten für den Flutlichtbetrieb gleich (freitags von 18 bis 21 Uhr).
Passend zum Thema: Für diesen Skikurs braucht es keinen Schnee
Wie die bevorstehende Wintersaison läuft, wird sich zeigen. Die vergangene war laut Stadler „gut und erfolgreich“. „Wir haben sogar erstmalig noch eine Langlaufloipe auf dem Gipfel erschaffen. Die ist gut angekommen“, sagt Stadler. Im Frühjahr 2024 habe der Skibetrieb bis etwa Ostern angedauert. „Das war länger als die vergangenen Jahre“, sagt Stadler.
• Sport- und Freizeitzentrum Hohenbogen: Auf dem Hausberg in Neukirchen beim Heiligen Blut wird in die Saison gestartet, „wenn ausreichend Schnee liegt und die Temperaturen für die Beschneiung passen“, sagt Markus Müller, Neukirchens Bürgermeister und Geschäftsführer des Sport- und Freizeitzentrums Hohenbogen. Das sei ab minus vier Grad Celsius der Fall, „ideal wären minus acht Grad Celsius“, sagt Müller.
Hohenbogen: Preise bleiben stabil
Die Vorbereitungen für die bevorstehende Saison seien abgeschlossen, die Schneekanonen getestet, die Anlagen gewartet, und auch das Wasser für die Beschneiung stehe zur Verfügung. „Wir sind familienfreundlich, deswegen bleiben die Preise stabil“, sagt Müller. Das bedeutet: Wie in der vergangenen Saison kostet die Tageskarte für Erwachsene 29 Euro, für Kinder 23 Euro. Parkgebühren fallen auf dem Hohenbogen nicht an.
Die vergangene Saison war „schlecht“, sagt Müller. „Wir hatten 20 richtige Skitage. Das ist auf Dauer zu wenig.“ Im Vergleich: In der Saison 2006/07, die Müller als „Spitzenzeit“ bezeichnet, waren es 100 Skitage. „Wichtig ist, dass überhaupt Schnee kommt. Wir hoffen, dass es einen normalen Winter gibt“, sagt der Geschäftsführer.
• Skilift Eck: „Den Saisonstart planen wir gar nicht“, sagt Karl Mühlbauer, Betreiber des Skilifts auf dem Eck. Der Grund: „Offiziell haben wir mit unserem Skilift aufgehört“, so Mühlbauer. Dennoch werde die Anlage auf dem Arracher Hausberg nach wie vor regelmäßig vom TÜV abgenommen, „egal, ob wir fahren oder nicht“, sagt Mühlbauer. Wenn er die Anlage nicht prüfen ließe, müsste er den Lift rückbauen. Aber: Sollte es genügend Naturschnee haben, dann geht der Skilift laut Mühlbauer in Betrieb.
Eck: Liftbetrieb nur bei ausreichend Naturschnee
Er peile deshalb eine Öffnung zur Weihnachts- oder Faschingszeit an. Fahrten bei Flutlicht gibt es auf dem Eck nicht. Die Preise sind „wie vor etwa vier Jahren. Wir gehen keinen einzigen Cent rauf“, sagt Mühlbauer. Punktekarten gibt es nicht mehr, nur noch Zeitkarten. Eine Tageskarte für Erwachsene kostet beispielsweise 22 Euro, für Jugendliche bis 16 Jahre sind es 16 Euro.
Eine Parkgebühr von zwei Euro für 24 Stunden falle an, wenn der Lift nicht in Betrieb ist. Bei Skibetrieb müssen die Wintersportfreunde keine Parkgebühr zahlen.
Ganz ohne gehe es nicht, meint Mühlbauer, denn die Selbstkosten beispielsweise fürs Präparieren und Räumen der Parkplätze müssten gedeckt werden. Auch das Müllaufsammeln gehöre dazu. „Es fällt genügend Arbeit an, damit man da parken kann. Sonst wären zum Beispiel viele Löcher drin oder alles wäre verwuchert“, sagt er.

