Nach Sanierung der Nikolauskirche: Bischof Voderholzer kommt zur Altarweihe nach Steinbühl

Mit der Altarweihe am Namenstag – Nikolaus – hat es nicht ganz geklappt. Eine Woche später aber ist es so weit: Am Sonntag, 15. Dezember, weiht Bischof Rudolf Voderholzer den Altar der renovierten Nikolauskirche in Steinbühl. Dank der Sanierung ist das Kircheninnere eine Einheit geworden – und Gottesdienste sind fortan ein echtes Gemeinschaftserlebnis.
Modern ist sie geworden, die Nikolauskirche. Und das nicht nur wegen des schwarzen Stahls, aus dem unter anderem Volksaltar, Ambo und Taufstein gefertigt sind. Die Kirchenbänke wurden abgeschliffen und gebeizt, Empore, Wände und Decke haben (abgesehen vom Deckengemälde) einen weißen Anstrich bekommen.
Näher bei den Gläubigen
Die Empore wurde seitlich verkleinert. Das sowie der Umstand, dass die vorderen beiden Bankreihen entfernt und Volksaltar und Ambo näher in den Kirchenraum gerückt wurden, sieht Bad Kötztings Pfarrer Thomas Winderl als „riesigen Erfolg“: „Der Priester ist nun näher bei den Gläubigen, die Ministranten können ihren liturgischen Dienst besser versehen. Die Gemeinde ist jetzt wirklich um den Altar versammelt.“
Wer beim Gottesdienst am 15. Dezember dabei ist, wird einige Besonderheiten erleben: Wie die Reliquienkapsel, die Knochensplitter der Diözesanheiligen Wolfgang und Anna Schäffer enthält und die vom Bischof in ein Loch unter dem Volksaltar verbracht wird. Ursprünglich wurden Kirchen über den Gräbern von Heiligen, Aposteln oder Märtyrern gebaut – daher enthält heute jeder Altar eine solche Reliquienkapsel.
Kassensturz am Ende
Für die Nikolauskirche wurde eine zeitgemäße Formensprache gefunden. Altes gibt es trotzdem noch. Rosenkranzmadonna, Hochaltar, Kruzifix und fünf der sechs Heiligenfiguren stammen aus dem Barock. Die Kreuzwegstationen wurden restauriert und bekamen einen neuen Rahmen. Der Pfarrer plant, ab der Weihnachtszeit Führungen, auch speziell für Kinder, anzubieten.
Die Kosten für die Sanierung wurden eingehalten, sagt Winderl. Wenn im Frühjahr die letzte Baumaßnahme – die neue Treppe am Haupteingang – über die Bühne gegangen ist, steht der Kassensturz an. Dann lässt sich ermessen, ob Geld für die Instandsetzung der Wege am Friedhof übrig ist.





