Neumarkter Bürgerinitiative legt neue Ideen für eine sichere Rittershofer Kreuzung vor

Der dreispurige Ausbau der B299 ist gestoppt. Die Freude bei den Bürgerinitiativen in den anliegenden Neumarkter Stadtteilen ist groß. Ihren Einsatz sieht die Woffenbacher BI „Genug davon B299“ aber nicht als beendet an. Denn es bleiben neuralgische Punkte wie die Rittershofer Kreuzung.
Für deren Umbau hat die BI konkrete Ideen. Unserem Medienhaus liegt ein mehrere Punkte umfassendes Papier vor.
„Die Plakate im Stadtteil sollen hängen bleiben. Mindestens bis sinnvolle Planungsentwürfe im Raum stehen“, sagt Michaela Zeitz, eine der Sprecherinnen der Woffenbacher BI. Doch was ist für die BI sinnvoll? Sie unterstütze Planungen, die mehrere Faktoren einbeziehen, sagt Zeitz und führt an: Barrierefreiheit, das Landschaftsbild, geringer Flächenverbrauch, keine Enteignungen und ein Kosten-Nutzen-Faktor. Im Zweifel ziehe die BI kleineren Lösungen vor. Weniger sei oft mehr.
Diese Parameter hat die BI in sieben Anhaltspunkte für Maßnahmen rund um Woffenbach übertragen. Wobei die Punkte nicht als abgeschlossen anzusehen seien, sondern ständig durch neue Anregungen aus der Bürgerschaft erweitert werden, wie Zeitz erklärt.
Staatliches Bauamt baut nicht mehr automatisch eine Brücke über Rittershofer Kreuzung
Das wichtigste Projekt in Woffenbach ist die Rittershofer Kreuzung. Fußgänger und Radfahrer sollen die B299 sicherer überqueren können, wünschen sich Stadträte und BI. Das Staatliche Bauamt hatte eine Brücke geplant. Sie wäre aufgrund von Vorgaben eine direkte Folge des Ausbaus auf drei Spuren gewesen. Da dieser hinfällig ist, ist die Brücke für das Bauamt kein Automatismus mehr. Ein Sicherheitsrisiko bei der Kreuzung besteht aus Sicht der Behörde nicht, die auf Statistiken und Richtlinien verweist.
Bedeutet: Die Planungen müssen neu gedacht werden und werden wohl mehr planerischen und finanziellen Einsatz von der Stadt erfordern. Möglicherweise gibt das aber auch mehr Raum für eine Lösung, die den Vorstellungen der BI entspricht.
An der Brückenlösung hatte sich die Woffenbacher BI von jeher gestört. Die vor einigen Jahren bei Pölling über die B299 errichtete Brücke für Fußgänger und Radfahrer gilt ihr als abschreckendes Beispiel. Bei einer Brücke fürchtet die Bürgerinitiative zu große Steigungen, die gerade den älteren Menschen des nahen Seniorenheimes Probleme bereiten könnten. Die BI wünscht sich daher eine lang gezogene Unterführung ohne große Steigungen. Entweder nur für Fußgänger und Radler oder in begrenzter Größe auch für Autos. Eine solche sei mit zwei statt drei Spuren effizienter planbar, ist die BI überzeugt.
Planer sehen eine Unterführung bei der Rittershofer Kreuzung kritisch
Die Chancen für eine Unterführung stehen aber nicht gut: Planer führen den hohen Grundwasserspiegel an. Entsprechend aufwendig und teuer wäre das Bauwerk. Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn gibt zudem die zuletzt immer häufiger auftretenden Starkregen zu bedenken.
Davon lässt sich die BI nicht beirren. Sie verweist auf in den vergangenen Jahren entstandene Unterführungen wie jene bei der Langen Gasse. Diese hätten sich bewährt. Weshalb die BI sich solche Unterführungen auch an anderer Stelle entlang der B299 bei Woffenbach vorstellen kann (Flurstraße und Au).
Nichtsdestotrotz hat die BI für die Rittershofer Kreuzung eine Alternative ersonnen: Der bestehende Rad- und Fußgängerweg könnte entlang der B299 Richtung Bahnbrücke schwenken. Dort könnte er durch einen noch zu bauenden Durchgang unter der Brückenrampe führen.
Ein weiterer wichtiger Punkt für die BI: Für die Tyrolsberger Brücke brauche es dringend einen angehängten Fußweg.