Millionenprojekt: Emmeram Forum in Regensburg hat feierlich eröffnet

Von Simon Zöpfl · 30. November 2024 um 15:00

Ab Februar gibt es im Begegnungscafé „gesegnete Kaffeespezialitäten“. Die Ehrenamtlichen, die diese zubereiten, wurden eigens geschult. Nach der Sanierung soll das einstige Pfarrhaus nun ein Ort der Begegnung werden.

Nun ist es soweit: Das Emmeram Fourm öffnet seine Türen. Das einstige Pfarr- und Mesnerhaus St. Emmeram erstrahlt nach umfangreicher Sanierung in neuem Glanz und wird mit Leben gefüllt. Zum feierlichen Auftakt lud die Dompfarrgemeinschaft St. Emmeram – St. Ulrich am Donnerstag zu einem Festakt ein.

„Wir wollen mit dem Emmeram Forum einen Ort der Nähe, des Miteinanders und des Dialogs schaffen“, sagte Dekan Roman Gerl in seiner Begrüßungsrede. Das gemeinsame Projekt der Dompfarrgemeinschaft, der Innenstadtseelsorge und der Katholischen Erwachsenenbildung solle Menschen zusammenführen.

Künftig werde das Forum auch als Kultur- und Begegnungsstätte nach Veranstaltungen in der Basilika St. Emmeram geöffnet sein. Gerl hob hervor, dass mit dem Forum nun endlich eine Infrastruktur geschaffen wurde, die das Miteinander fördere und stärke.

Etwas mehr als eineinhalb Jahre wurde das Pfarr- und Mesnerhaus denkmalgerecht saniert. Im Dachgeschoss entstand ein Saal mit Platz für bis zu 90 Personen, während im Obergeschoss ausgestattete Seminarräume die Möglichkeit für Workshops und Vorträge bieten.

Nicht alles geschliffen

Obwohl die Bauarbeiten noch nicht ganz abgeschlossen sind, war es Dekan Roman Gerl ein Anliegen, das Emmeram Forum vor Beginn des Kirchenjahres am ersten Advent zu eröffnen. Dennoch sei das Forum „wegen Renovierung geöffnet“, sagte Gerl. „Es soll nicht alles geschliffen sein. Wir möchten Sie mitnehmen, dass sie heute schon sagen: Es wird wunderschön.“

Endgültig fertiggestellt wird das Forum in den kommenden Wochen, das geplante Begegnungscafé im Erdgeschoss soll im Februar eröffnet werden. Rund 70 freiwillige Helfer sollen für die Besucher ein niederschwelliges Kontaktangebot schaffen und ein offenes Ohr für deren Anliegen haben. „Und dazu servieren Sie gesegnete Kaffeespezialitäten“, so Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer über das Begegnungscafé. Die ehrenamtlichen „Barista Pastorale“ wurden an drei Terminen geschult, um ihren Gästen eine Ruheoase mit herzlicher Atmosphäre bieten zu können.

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Das Emmeram Forum bietet zudem ein innovatives Seelsorgekonzept, das eine Brücke zwischen Kirche und Stadtgesellschaft schlägt. Hilfesuchende finden hier einen Ort des Zuhörens und der Unterstützung. Maltz-Schwarzfischer ist der Meinung, dass sich das Forum zu einer verlässlichen Anlaufstelle für Menschen aller Herkunft und Konfessionen entwickeln werde.

Die Architekten Willi Schmid und Birgit Rieger vom Büro planschmid übergaben Roman Gerl symbolisch den Schlüssel zum Emmeram Forum. Gerls „überwältigende Zuversicht und Vorfreude“ hätten das Projekt maßgeblich vorangetrieben. Trotz aller technischen Einbauten sei es das Ziel gewesen, die Räumlichkeiten so weit wie möglich zu erhalten. Auch Barrierefreiheit ist ein zentraler Bestandteil der Sanierung, ein neuer Eingang inklusive Aufzug ermöglicht allen Gästen den Zutritt zum Forum.

Eine Millionen-Sanierung

Die Umsetzung des Projekts kostete 5,6 Millionen Euro. Finanziert wird die Sanierung mit 1,85 Millionen Euro von der Städtebauförderung und 2,7 Millionen Euro vom Bistum Regensburg. Die Katholische Kirchenstiftung muss in etwa eine Million Euro aus eigenen Mitteln bereitstellen. Bislang sind dafür Spenden in Höhe von 317 000 Euro eingegangen.

Am Samstag findet von 14 bis 19 Uhr der Tag der offenen Tür im Emmeram Forum statt. Besucher sind eingeladen, Einblicke in die Bauphase zu bekommen und Musikstücke verschiedener Künstler zu bewundern.