Vorweihnachtliches Parkchaos in Regensburg: Uni bietet an Samstagen Hilfe an

Es ist ein ganz besonderes Gefühl. Diese Erleichterung, die Autofahrer spüren, wenn sie sich an einem Adventssamstag in Regensburg nach dem Einparken in ihrem Sitz zurücklehnen und die letzten paar Töne des Motors hören, bevor dieser verstummt. Denn dann ist es geschafft: Parkplatz gefunden.
An den letzten paar Samstagen vor Weihnachten herrscht in der Altstadt traditionell der Ausnahmezustand. Tausende Menschen drängen sich in den Gassen und in den Geschäften. Und der Anteil derer, die mit dem Auto gekommen sind, ist in dieser Zeit wegen des Transports von zum Teil sperrigen Einkäufen größer als sonst.
Geschrei und Hup-Konzerte
Die Parkhäuser in und in der Nähe der Altstadt sind dann oft voll. Und um die restlichen, frei anfahrbaren Stellplätze gibt es beizeiten ein hartes Ringen: mit Geschrei, Blinker-Botschaften und Hup-Konzerten. Was also tun? Das Stadtwerk betreibt drei große Parkhäuser im direkten Umfeld der Altstadt: am Petersweg, am Dachauplatz und die Tiefgarage am Theater. Diese bieten zusammen 1615 Stellplätze. Stadtwerk-Sprecher Martin Gottschalk sagt, dass diese in der Vorweihnachtszeit „sehr häufig maximal belegt“ sind. Teils würden sich dann auch Warteschlangen vor den Einfahrten bilden. An den Adventssamstagen, an denen traditionell sehr viele Menschen in die Altstadt wollen, seien die Parkhäuser auch oft schon ab dem späten Vormittag voll.
Die Auslastung einzelner Parkhäuser hängt Gottschalk zufolge auch mit bestimmten Ereignissen zusammen. Er nennt als Beispiel das Parkhaus am Petersweg, das während des Weihnachtsmarktes bereits ab dem Nachmittag voll sei. Wer direkt in der Innenstadt parken will, dem empfiehlt er, vorher auf der Internetseite des Stadtwerks die einzelnen Auslastungen zu überprüfen. Hier werde stets der aktuelle Stand mitgeteilt.
Auch am TechCampus kann geparkt werden
In und um die Altstadt gibt es neben diesen drei großen Stadtwerk-Parkhäusern noch etliche weitere Parkmöglichkeiten. Etwa die Park-and-Ride-Angebote am Unteren Wöhrd und in der Prüfeninger Straße oder den Dultplatz. In direkter Nähe zur Innenstadt gibt es auch noch das TechCampus-Parkhaus am Galgenberg. Eine Übersicht über alle Parkangebote – teilweise auch mit der aktuellen Auslastung – in und um die Innenstadt bietet der Stadtmarketing-Verein im Internet unter www.einkaufen-regensburg.de.
In den Parkhäusern können die Preise je nach Betreiber variieren. Innerhalb der Einrichtungen des Stadtwerks sind die Tarife allerdings einheitlich, wie Gottschalk sagt. Ein „besonders günstiges Angebot“ gibt es ihm zufolge im Regensburger Süden am Jahnstadion: „Für einen Euro kann man ganztägig dort parken. Der Parkschein gilt dann auch, unabhängig von der Zahl der Personen im Auto, als Busticket in die Innenstadt und zurück.“
Uni-Tiefgarage: Ausfahrt ist auch nach der Schließung möglich
Eine weitere Parkmöglichkeit in der Nähe der Innenstadt kommt jetzt durch eine Ausnahmeregelung der Universität hinzu. Sprecher Bastian Schmidt teilt auf Anfrage mit, dass in der dortigen Tiefgarage West das Parken laut der Benutzungsordnung für die Parkplätze und Tiefgaragen sowie in den Parkhäusern der Universität Regensburg eigentlich nur Mitgliedern und Besuchern der Universität und der OTH gestattet ist. „Um den starken Autoverkehr in der Regensburg Innenstadt zu entlasten“, dürfen Schmidt zufolge nun aber ausnahmsweise an den Adventswochenenden die Parkplätze und Parkflächen der Tiefgarage West zum Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel genutzt werden.
Die Tiefgarage ist zwar stets ab 22 Uhr geschlossen, die Ausfahrt ist Schmidt zufolge aber auch nach der Schließung möglich. Verkehrs- oder verbotswidrig geparkte Fahrzeuge würden kostenpflichtig abgeschleppt werden.
Busse sind Alternative
Eine Alternative zum Auto ist es, komplett mit dem Bus in die Stadt zu fahren. Die Auslastung sei hier unterschiedlich und von den jeweiligen Linien und der Tageszeit abhängig, sagt Stadtwerk-Sprecher Gottschalk. Grundsätzlich werde der ÖPNV in der Stadt, gerade in der Vorweihnachtszeit und auf den Hauptlinien, aber sehr viel genutzt.
Der an diesen Tagen gestiegene Autoverkehr ist Gottschalk zufolge aber auch für die Busse ein Problem. Diese seien schließlich meistens auf den gleichen Straßen und Spuren unterwegs: „Stockt der Verkehr innerhalb der Stadt, dann stehen auch unsere Busse im Stau.“ Wer aufs Auto verzichtet und den ÖPNV nutze, steigere somit nebenbei auch noch dessen Attraktivität.
