Bürger in Theuern und Wolfsbach erhalten das Wasser künftig direkt aus Kümmersbruck

Von Mittelbayerische Zeitung · 26. November 2024 um 17:00

„Wir lösen uns auf“ – so lautete der einstimmige Beschluss, den die Verbandsräte des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Wolfsbach-Theuerner Gruppe in ihrer letzten Sitzung gefasst haben. Ab 1. Januar 2025 werden die Bürger direkt vom Eigenbetrieb Wasser und Energie Kümmersbruck versorgt.

Vorausgegangen waren entsprechende Beschlüsse in den Gemeinderäten der Verbandsmitglieder Ensdorf und Kümmersbruck. Wie die Gemeinde Kümmersbruck mitteilt, betreibt der Zweckverband die gemeinsame Wasserversorgungsanlage für die Ortsteile Wolfsbach (Gemeinde Ensdorf) und Theuern (Gemeinde Kümmersbruck). Dazu bezieht er das Trinkwasser vom Eigenbetrieb Wasser und Energie Kümmersbruck (WEK) und versorgt damit die Haushalte der beiden Orte.

Die Auflösung bedeutet vor allem auch Einsparungen bei Kosten und weniger Aufwand

Mehrere Organisationsuntersuchungen seien in den vergangenen Jahren zu dem übereinstimmenden Ergebnis gekommen, dass die Auflösung des Zweckverbands und die künftige Wasserversorgung direkt durch das WEK zu deutlichen Kosten- und Synergieeffekten führen würden. Damit würden beispielsweise zweifache Jahresabschlüsse, zweimaliges Belegwesen und doppelte Lagerhaltung im technischen Betrieb wegfallen. Außerdem könnte auf die zweimalige Gebühren- und Beitragskalkulation verzichtet werden.

Dieser Sachverhalt wurde den Wolfsbacher Bürgern in einer gut besuchten Informationsveranstaltung im April vom Leiter des WEK, Günter Karzmarczyk, erläutert. Dabei zeichnete sich eine deutliche Zustimmung für die vorgeschlagene Auflösung und das weitere Vorgehen ab, heißt es in der Mitteilung weiter.

Für die betroffenen Bürger wird sich nichts ändern

Nach den nun gefassten Beschlüssen löst sich der Zweckverband mit Ablauf des Jahres 2024 auf. Das WEK übernimmt vertraglich ab 1. Januar 2025 die Wasserversorgung. Dabei versicherte der Verbandsvorsitzende und Kümmersbrucker Bürgermeister Roland Strehl (CSU): „Für die Abnehmer wird sich in der Versorgungssicherheit nichts ändern!“

Dieser Sichtweise schloss sich der Ensdorfer Bürgermeister Hans Ram (SPD) an. Er bezeichnete die nun gefassten Beschlüsse als richtig und zukunftsweisend. Der Gemeinde Ensdorf wurde das Recht eingeräumt, bei Entscheidungen der Gemeinde Kümmersbruck, die auch die Wasserversorgung in Wolfsbach betreffen, gehört zu werden und bei Bedarf Stellungnahmen abzugeben.

Strehl bedankte sich bei den Verbandsräten für die über Jahrzehnte geleistete wichtige Arbeit: „Die Entscheidung zur Auflösung ist sicherlich nicht leicht gefallen, aber sie stellt die Wasserversorgung für Wolfsbach und Theuern und die damit verbundenen Sanierungsmaßnahmen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten auf ein stabiles Fundament.“