Fast 200000 Euro Verlust

Von Mittelbayerische Zeitung · 24. April 2024 um 01:18

Kümmersbruck. Für den Eigenbetrieb Wasser und Energie Kümmersbruck (WEK) der Gemeinde Kümmersbruck hat Werkleiter Günter Karzmarczyk den detaillierten Wirtschaftsplan 2024 vorgelegt. Demnach schließt der Erfolgsplan dieses Jahr voraussichtlich mit einem Verlust von 199000 Euro ab (Vorjahr: 109000Euro). Die Gesamterträge wurden mit 1377000Euro angesetzt (Vorjahr: 1361000 Euro). Diese enthalten im wesentlichen Erlöse aus dem Wasserverkauf in Höhe von 883000Euro, aus dem Nahwärmeverkauf mit 291000Euro und aus der Stromeinspeisung in Höhe von 59800Euro.

Die Gesamtaufwendungen sind mit 1576000Euro (Vorjahr: 1470000Euro) festgestellt worden. Diese entfallen auf die folgenden drei Kostengruppen: Materialaufwand (510 000 Euro), Personalaufwand (567 000 Euro) und Abschreibungen (267000Euro).

Der Betriebszweig Wasserversorgung der Gemeinde zeigt Erträge in Höhe von 1009000Euro (im Vorjahr waren es 982000 Euro) sowie Aufwendungen in Höhe von 1219000Euro (Kosten Vorjahr: 1107000 Euro).

Höhere kosten

Im Erfolgsplan für den Betriebszweig Nahwärmeversorgung stehen Erträge von 296000 Euro (Vorjahr: 302000Euro) zu Buche, denen Aufwendungen in Höhe von 284000Euro (Kosten Vorjahr: 283000Euro) gegenüberstehen. Im Erfolgsplan für den Betriebszweig Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und E -Mobilität sind Erträge in Höhe von genau 72 000 Euro (Vorjahr: 77000Euro) und Aufwendungen von 73000Euro (Vorjahr: 80000Euro) festgestellt.

Das Jahresergebnis 2024 mit einem voraussichtlichen Verlust von 199000 Euro ist nach Aussage des Werkleiters auf die massiv gestiegenen Strombezugskosten, höhere Instandhaltungsaufwendungen, gestiegene Material-, Energie- und Dienstleistungspreise, mehr Personalaufwendungen, sowie gestiegene Abschreibungen und betriebliche Aufwendungen zurückzuführen.

Karzmarczyk hat darauf hingewiesen, dass die Wassergebühren letztmals im Januar2021 auf netto 1,58 Euro pro Kubikmeter festgesetzt und bis 2024 kalkuliert wurden. Nachdem der Kalkulationszeitraum heuer endet, sei mit einer Erhöhung der Wassergebühren zum 1. Januar 2025 zu rechnen.

Geplant ist, die Wasserleitungen zu erneuern sowie die Anschaffung von Funkwasserzählern fortzusetzen, den Gaskessel (Baujahr 1992) zu ersetzen und den Ausbau von Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden voranzutreiben.

Schulden für Investitionen

Den aktuellen Schuldenstand bezifferte Günter Karzmarczyk mit rund 2271000 Euro, der voraussichtliche Schuldenstand zum 31. Dezember 2024 wird rund drei Millionen Euro betragen. Zur Finanzierung der geplanten Investitionen im laufenden Jahr sind Kreditneuaufnahmen in Höhe von rund 975000 Euro erforderlich.