Noch keine Entscheidung über Zebrastreifen: Kümmersbruck startet neue Messungen

Von Gerhard Spies · 8. November 2024 um 15:00

Die Frage, ob der Bedarf besteht, den Zebrastreifen an der Sebastian-Kneipp-Straße wieder anzubringen, wollte der Gemeinderat mit einer Messanlage prüfen. Das hatte er zumindest in der Juli-Sitzung entschieden. Jetzt beschloss das Gremium, eine erneute Erhebung vorzunehmen – aus einem ganz bestimmten Grund.

„Wir wollen das Problem nicht einfach wegwischen und auch während der Schulzeit messen“, begründet die CSU-Fraktion den erneuten Vorstoß. Die Messung war nämlich während der Ferienzeit erfolgt. Und das Ergebnis stuft man jetzt als nicht repräsentativ ein.

Auch die SPD steht hinter einer erneuten Messung. „Es geht schließlich um die Schwächsten im Verkehr, um die Kinder. Deswegen wollen wir auch die Zahlen kurz vor 8 Uhr und um die Mittagszeit während der Schulzeit wissen“, ergänzte Lisa Hartinger.

In der nächsten Sitzung des Gemeinderats werden die Zahlen bekanntgegeben

Also wird an der Sebastian-Kneipp-Straße die „Black Box“ noch einmal installiert und gezählt. 2. Bürgermeisterin Birgit Singer-Grimm (CSU) prognostizierte aber kaum geänderte Werte. „Die Situation ist hier eine andere als noch vor Jahren, als dort das Wohnviertel entstand und viele Familien mit Kindern dort wohnten.“ Das Ergebnis wird in der nächsten Gemeinderatssitzung bekannt gegeben.

Schon 2022 wurde dem TSV Kümmersbruck für die Einzäunung seiner Sportplätze eine Förderung von 5000 Euro (15 Prozent der Kosten) genehmigt. Jetzt legte der Verein eine Abrechnung vor. Statt der ursprünglich veranschlagten 33.000 Euro kostet die Maßnahme tatsächlich 62.326 Euro. Der Gemeinderat bewilligte daher am Dienstag einstimmig eine zusätzliche Förderung von 4348 Euro.

Zweckverband zur Wasserversorgung soll aufgelöst werden

„Wenn alles gut läuft, dann können wir am 1. Januar 2025 die Wasserversorgung von Wolfsbach und Theuern übernehmen.“ Mit dieser Prognose kündigte Kümmersbrucks Bürgermeister Roland Strehl (CSU) das Ende einer Verwaltungsstruktur an, die dem normalen Bürger nur schwer zu vermitteln sei.

Nach jahrelangem Disput zwischen den Gemeinden Ensdorf und Kümmersbruck einigten sich diese nun auf die Auflösung des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Wolfsbach-Theuerner Gruppe. Dieser Zweckverband ist ein Relikt aus der Zeit vor der Gebietsreform.

Über ihn beziehen heute noch die beiden Orte Wolfsbach und Theuern ihr Wasser, obwohl sie verschiedenen Gemeinden angehören, aber ihr Wasser von der Gemeinde Kümmersbruck beziehen. Abgerechnet wird aber nicht über WEK (Wasser & Energie Kümmersbruck), sondern über den Zweckverband. Gegen eine Auflösung dieser doppelten Verwaltungsstruktur hatte sich die Gemeinde Ensdorf lange gewehrt.

Für Bürger ändert sich nichts

Nachdem aber nun die Bürger beider Ortsteile einer Auflösung positiv gegenüberstanden, lenkte auch Ensdorf ein. Der Kümmersbrucker Gemeinderat hat am Dienstag einstimmig für die Auflösung des Zweckverbands gestimmt. Nun müssen noch Ensdorf und die Verbandsversammlung des ZV nachziehen. Dann werden ab 1. Januar 2025 die Wassergebühren in den beiden Ortsteilen von WEK eingezogen.

Die wichtigste Nachricht für die 357 Haushalte in Wolfsbach (Gemeinde Ensdorf) und 168 in Theuern (Gemeinde Kümmersbruck) lautet: Für sie ändert sich nichts.