Der November ist Pflanzzeit für die Landesgartenschau 2025 in Furth im Wald

Nur noch sechs Monate, dann wird die Landesgartenschau Furth im Wald 2025 (LGS) ihre Tore öffnen. Jetzt im November wird vor allem angepflanzt. Tausende Blumenzwiebeln, tonnenschwere Bäume, Sträucher, Stauden und Gräser kommen in die Erde.
Blümchenschau sagen die Spötter. Das wird der LGS mit ihren mannigfaltigen Präsentationen, Pavillons und Veranstaltungen nicht annähernd gerecht.
Doch selbstverständlich braucht es auch Blumen, Sträucher, Gehölze und Rasenflächen, damit das Ambiente passt, wenn es am 22. Mai 2025 los geht.
Es braucht eine Kälteperiode
Jetzt ist Hauptpflanzzeit, zum Beispiel auf der Hoferinsel. Michael Mühlbauer vom gleichnamigen Further Gärtnereibetrieb, der für die Anpflanzungen dort zuständig ist, sagt: „Ein Großteil der Zwiebeln ist schon gesteckt, die brauchen eine Kälteperiode, damit sie im Frühjahr aus der Erde kommen.“
Probleme, mit denen sich viele Hobbygärtner herumärgern – Stichwort: Egerlinge − sieht Mühlbauer im übrigen nicht, weil alles frisch angepflanzt sei und der Mulch schützt. Er sagt aber auch, dass die Pflanzen in Zukunft immer ein bisschen Pflege brauchen werden.
Mehrere tausend Zwiebeln hat sein Unternehmen auf der Hoferinsel gesteckt, dazu Stauden-, Gehölzbeete und ein Rosenbeet angelegt. Auch Bäume haben ihren Weg auf das ehemalige Brauereigelände gefunden: 14 Felsenbirnen, fünf Lederhülsenbäume, zwei Schnurbäume, ein amerikanischer Tulpenbaum, drei europäische Lärchen, eine blaue Atlaszeder und fünf amerikanische Stadtlinden. Die Bäume sind zum Teil sieben bis acht Meter hoch. Der schwerste Baum ist mit zwei Tonnen die Atlaszeder.
Doch natürlich geht es in Sachen Anpflanzungen auch auf dem eigentlichen Gartenschaugelände rund. Vergangene Woche sind dafür 131 Kubikmeter Stauden- und Rosenmulch geliefert worden. 35 Kubikmeter werden auf der Festwiese gebraucht, 96 beim Tagungszentrum ATT. Dr. Kerstin Hofmann vom Team der Landesgartenschau sagt, dass der Spezialmulch aus Holzfasern, Grünkompost und – als besonders wichtigem Zusatz – vorkompostiertem Rindenhumus besteht. „Im Gegensatz zum bekannteren Rindenmulch enthält dieser Mulch keine Gerbstoffe und entzieht dem Boden keine Nährstoffe. Das macht ihn vor allem für Neupflanzungen wesentlich besser geeignet“, so Hofmann.
Weniger Unkrautwachstum
Generell unterdrücke Mulch das Wachstum von Unkräutern und minimiere damit den Pflegeaufwand. Außerdem reduziert er im Sommer die Wasserverdunstung. „Unser Mulch trägt zudem zur Humusbildung im Boden bei und wenn man ihn, wie wir jetzt, im Herbst aufbringt, dient er auch als zusätzlicher Schutz in den Neupflanzungen vor starken Frösten“, erklärt Hofmann.
Beeindruckend sind die Zahlen der Pflanzungen, welche die beiden Gartenbaubetriebe Pohl und Dauer verwirklichen. Laut LGS-Sprecherin Heidi Wolf sind das im dauerhaften Bereich: 210 Bäume, 700 Sträucher, rund 38 000 Stauden und Gräser sowie 55 000 Blumenzwiebeln. Im temporären Bereich sind es bei den Bäumen unter anderem 120 Pappeln, die von der LGS Kirchheim nach Furth gebracht wurden.