Claudia Knoll ist neue Geschäftsführerin der Landesgartenschau Furth im Wald

Von Alexander Frimberger · 11. November 2024 um 19:19

Robert Sitzmann wurde als Geschäftsführer der Landesgartenschau Furth im Wald 2025 (LGS) abgelöst. Er übernimmt in Zukunft andere Aufgaben, heißt es. Ihm folgt Claudia Knoll nach, die 40 Jahre LGS-Erfahrung vorweisen kann.

An der Spitze der Landesgartenschau Furth im Wald 2025 (LGS) gibt es einen Wechsel. Robert Sitzmann, den die Bayerische Landesgartenschau GmbH in München (BayLGS) als ihren Geschäftsführer in die gemeinnützige Gesellschaft der Stadt Furth entsandt hat, zieht sich aus persönlichen Gründen von seinen Aufgaben zurück. Das teilte Bürgermeister Sandro Bauer bei einer Pressekonferenz mit und stellte gleichzeitig eine Nachfolgerin vor.

Hintergrund: Landesgartenschau Geschäftsführer Herwig Decker räumt überraschend seinen Posten

Den Posten übernimmt jetzt Claudia Knoll, eine erfahrene Landschaftsarchitektin, die, so die Auskunft, mehrere Großprojekte erfolgreich bewältigt hat. Sie war 2008 Geschäftsführerin in Neu-Ulm, 2012 in Bamberg, 2018 in Würzburg und 2021 in Lindau.

Martin Richter-Liebald, Geschäftsführer der Bayerischen Landesgartenschau GmbH, sichert den Mitarbeitern in der Geschäftsstelle in Furth im Wald jede Unterstützung aus München zu. „Wir haben ein leistungsstarkes Team, das eine erfolgreiche Landesgartenschau im nächsten Jahr als Ziel hat und mit ganzer Kraft darauf hinarbeitet.“

LGS-Team ist motiviert

„Die vergangenen Monate haben gezeigt, wie motiviert und engagiert das LGS-Team arbeitet, gerade in einer Zeit, in der die Taktschläge immer schneller werden, weil es bis zum Start der Landesgartenschau nur noch wenige Monate sind“, betont Bürgermeister Sandro Bauer, der Aufsichtsratsvorsitzende der LGS.

An ihr ist die Stadt mit 60 Prozent der Anteile beteiligt, die Bayerische Landesgartenschau GmbH in München mit 40 Prozent. „Wir sind eine Gemeinschaft mit einem gemeinsamen Ziel“, betont Bauer. Alles laufe nach Plan; auf den Baustellen seien gewaltige Fortschritte erkennbar. Das Baustellenfest im September habe gezeigt, wie sehr die Menschen hinter dem Projekt stehen und sich drauf freuen. Ein deutliches Signal dafür sei auch die ständig steigende Zahl an ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. „Das ist auch ein Verdienst von Robert Sitzmann, der sein enormes Fachwissen in das Vorhaben eingebracht hat. Dafür sind ihm Martin Richter-Liebald und ich sehr dankbar“, erklärt Sandro Bauer.

Nach Herwig Decker, der aufgrund gesundheitlicher Probleme sein Amt im Mai 2024 niedergelegt hat (wir berichteten), ist das nun ein weiterer Abgang aus der Geschäftsführung. Laut Knoll, die 40 Jahre Erfahrung in Bezug auf Landesgartenschauen vorweisen kann, kein ganz ungewöhnlicher Vorgang. „Das kommt immer wieder vor“, betont sie. Bauer führt aus, dass Sitzmann in Zukunft andere Aufgaben in der BayLGS übernehmen wird. „Robert Sitzmann ist nach wie vor von der Qualität der LGS und dem Nutzen für Furth im Wald überzeugt und wünscht dem weiteren Verlauf den verdienten Erfolg“, sagt die neue Geschäftsführerin und ergänzt: „Er hat außerdem angeboten, dass er auch in Zukunft zur Verfügung steht, sollte es Fragen geben.“

Claudia Knoll hat die Geschäftsführung am 11. November 2024 kurz entschlossen übernommen. Nur eine Woche zuvor hatte sie einen Anruf aus München bekommen, ob sie an dem Posten interessiert sei. Prokuristin bleibt Tina Heigl, die bei der LGS Furth im Wald 2025 für Ausstellung und Betrieb zuständig ist. Josef Beer, der seit dem Ausscheiden des städtischen Geschäftsführers Herwig Decker als Koordinator zwischen der Stadt und der Landesgartenschau zu einer wichtigen Anlaufstelle im Team vor allem für bauliche Angelegenheiten geworden, übt diese Rolle weiter aus.

„Alle Mitarbeiter kennen ihre Zuständigkeiten und bringen ihre Kompetenzen ein. Wir werden in einem Jahr eine erfolgreiche Bilanz ziehen können“, sind sich Martin Richter-Liebald von der BayLGS und der Bürgermeister sicher: „Es ist eine Riesenchance für Furth und bringt die Stadt in ihrer Entwicklung weit nach vorne!“

Erste Amtshandlung der neuen Geschäftsführerin war nach eigenen Aussagen, Gespräche mit allen Mitarbeitern zu führen. Ihr Fazit: Alle sind höchst motiviert, brennen für die Landesgartenschau und fiebern auf den Eröffnungstag hin. Ebenso positiv empfindet sie die Stimmung Furth im Wald. Eine deutliche Sprache würde der Umstand sprechen, dass bereits 150 Ehrenamtliche mit an Bord sind. „Das habe ich zum Teil bei großen Städten so nicht erlebt.“

Sagen und Mythen erzählen

Ihre nächsten Ziele sind es, die LGS noch sichtbarer zu machen. „Jetzt kommt eigentlich die schönste Zeit“, sagt sie mit Blick auf die kommenden sechs Monate, bevor der Veranstaltungssommer startet. Die LGS komme aus dem Boden, werde sichtbar und bunt. Das Motto „Sagenhaft viel erleben“ müsse jetzt mit Leben erfüllt werden.

„Wir müssen Sagen, Mythen und Märchen erzählen“, sagt sie. Natürlich muss da auch der Drache eine Rolle spielen. Den hat sie in dieser Festspielsaison auch schon gesehen. „Ich war beeindruckt“, gesteht sie.