Generalsanierung des Rodinger Freibads „Platschare“: Der Probebetrieb ist beendet

Gute Nachrichten für alle Freunde des Freibads in Roding im Landkreis Cham: Auf Herz und Nieren getestet worden ist die Technik des „Platschare“ nach der Generalsanierung in den vergangenen Wochen bei einem Probebetrieb. Probleme gab es dabei keine, freut sich der Technische Vorstand der Städtischen Betriebe Roding, Richard Fischer: „Es ist alles erfolgreich gelaufen.“ Einer Wiedereröffnung im Mai kommenden Jahres stehe damit nichts mehr im Weg.
Sechs Wochen lang wurden die Abläufe ausgiebig getestet, „wir haben praktisch genauso hochgefahren, wie wenn wir in eine Badesaison starten würden“, erklärt Fischer. Die Edelstahlecken wurden mit Wasser befüllt und aufgeheizt. Dann gingen die Filter in Betrieb, um das Umwälzen der enormen Wassermenge (alleine im Schwimmerbecken mit 1600 Quadratmetern Fläche und 2000 Kubikmetern Volumen werden pro Stunde 470 Kubikmeter Wasser umgewälzt) zu ermöglichen.
„Alle Werte einwandfrei“
Anschließend wurde unter anderem durch einen Färbetest ermittelt, ob sich das Chlor überall verteilt. Dabei war auch ein Vertreter des Gesundheitsamts am Chamer Landratsamt anwesend, um zu sehen, ob alles passt, so Fischer. Schon nach kurzer Zeit sei zu sehen gewesen, „dass alles klappt und die Werte einwandfrei sind.“
Auch die Technik, die auf dem neuesten Stand ist, wurde getestet und für gut befunden. Selbstverständlich sei dies nicht, betont Fischer: „Es gibt sehr viel, was beachtet werden muss. Je komplizierter die Technik, desto eher kann auch ein Fehler auftreten.“ Dank des Probebetriebs wäre Zeit gewesen, diese zu beheben oder Ersatzteile besorgen zu können. Der Technische Vorstand freut sich aber, dass dies nicht nötig geworden ist.
Das Wasser wird jetzt nach Abschluss des Probetriebs abgesenkt, bleibt aber in den Becken. Alle Anlagen werden ausgeschaltet, bevor sie Ende März oder Anfang April (je nach Wetter) wieder hochgefahren werden.
Arbeiten gehen weiter
Weiter gehen die Arbeiten noch in diesem Jahr in den Außenbereichen (soweit witterungstechnisch möglich) sowie am Eingangsgebäude. Dort sei zwar noch nicht so viel zu sehen, man liege aber im Zeitplan, erläutert Fischer: „Wir werden auch mit den Duschen und Toiletten fertig sein, wenn es im Mai wieder los geht.“
Ansonsten präsentiert sich das neu gestaltete „Platschare“ in großen Teilen als fertig. Neben den Becken sind unter anderem beide Rutschen, eine davon sogar mit Zeitmessung, ebenso schon gebaut wie der neue Aufsichtsturm. Auch die Kletterwand am Springerbecken wäre schon einsatzbereit.
Ursprünglich war geplant gewesen, das Freibad schon heuer wieder zu öffnen. Vor allem die Witterung machte dies aber zunichte. „Wir hätten theoretisch schon aufsperren können, aber das Zeitfenster wäre viel zu kurz gewesen, als dass sich das gelohnt hätte“, sagt Fischer. Nun könnten sich die Bürger aber auf die neue Saison freuen, in der dann auch gewährleistet sei, dass es keine Probleme mit der Technik geben werde.
Die technische Abnahme des 14 Millionen Euro teuren Projekts kann nun erfolgen. Dies sei auch wichtig, da diese bis zum 31. Dezember vollzogen sein muss, wie Bürgermeisterin Alexandra Riedl mit Verweis auf den Förderzeitraum erläutert hatte. Den Badegästen in der neuen Saison verspricht die Rathaus-Chefin ein erstklassiges Badevergnügen.
Viele neue Attraktionen
Weitläufige Liegewiesen und gewachsener Baumbestand würden den Charakter des „Platschare“ ebenso prägen wie die Tatsache, dass die Wassertemperatur in den einzelnen Becken künftig gesondert eingestellt werden kann.
Es gibt zahlreiche neue Attraktionen: Eine Schlangen- sowie eine Wellenrutsche gibt es, dazu den Kinderbereich mit Wasserfontänen, die Kletterwand im Springerbecken und die Wasserdüsen sowie die Wasserschaukel im Nichtschwimmerbecken. Das „neue“ Bad werde bei den Besuchern sehr gut ankommen, sind sich Riedl und Fischer sicher.