Babo Helau – die Narren haben sich die Schlüssel fürs Rathaus geholt

Von Karin Stauber · 18. November 2024 um 15:00

Als die Faschingssaison der Babonia in Abensberg am Samstag eröffnet wurde, hat das bunte Treiben auf dem Abensberger Stadtplatz sogar mit ein Paar Sonnenstrahlen das Nebelgrau der letzten Tage durchbrochen. Um 11.11 Uhr schritt das noch amtierende Kinderprinzenpaar der Saison 2023/24 zur letzten Amtshandlung: der „Übernahme“ des Rathauses. Josefine I. und Konstantin I. baten im Rathaus beim 1. Bürgermeister Bernhard Resch und dem 2. Bürgermeister Heinz Kroiß um den Rathausschlüssel. Bereitwillig wurde der große goldene Schlüssel ausgehändigt.

Nach einem festlichen Einzug in den Brauereigasthof „Zum Kuchlbauer“ mit Josefine I., Konstantin I., den beiden Bürgermeistern der Stadt Abensberg, der Prinzengarde und den Gästen der Feier, erfolgte die Verabschiedung der scheidenden Hoheiten durch Christiane Semmler. Mit schönen Erinnerungen und einer Tanzeinlage gab das Paar die Regentschaft ab. Gute Wünsche richteten sie an das neue Prinzenpaar mit der Empfehlung, „die einmalige Zeit zu genießen, jedoch auf einen ausgewogenen Schlaf zu achten, um das kräftezehrende Programm zu meistern“.

Mit Spannung erwartet

Bürgermeister Resch bekam zum Dank für den Rathausschlüssel eine süße Amtskette. Als Ehrengast wurde von Christiane Semmler der Kelheimer Landrat Martin Neumeyer begrüßt. Mit Spannung und viel Applaus erwartete man das neue Kinderprinzenpaar: Mia I. und Ben I..

Mia ist zwölf Jahre. Sie ist seit sieben Jahren bei der Babonia. Ihre Hobbys sind Turnen und Tanzen. Ben I., der Prinz an ihrer Seite, ist 13 Jahre. Er kam durch Mia zur Babonia. Sie haben sich in der Schule kennen gelernt. Wie Mia verriet, war es ihr großer Wunsch mit Ben durch die Faschingssaison zu tanzen. Und Ben, dessen Hobbys Schwimmen und Fahrradfahren sind, hat Ja dazu gesagt!

Nach der persönlichen Vorstellung kam die Übergabe des Rathausschlüssels an das neue Prinzenpaar. Gekonnte Tanzeinlagen vom Prinzenpaar bis hin zu akrobatischen Darbietungen der Gardemädchen rundeten die Vorstellung ab. Sophia Reber, Susanna Breu und Nora Aunkofer organisierten das anspruchsvolle Programm mit der Kindergruppe, der Showgarde, den Tanzmariechen und den Kinderprinzenpaaren für die Faschingseröffnung. Sophia Reber ist die Präsidentin der Kinder- und Jugendgarde und war vor 18 Jahren selbst Faschingsprinzessin.

Sie kennt die Höhen und Tiefen ihrer Schützlinge. Letztes Jahr hat sie das Amt von ihrer Mutter, Silvia Dechant, übernommen, die 23 Jahre die Frontfrau der Babonia war. Nora Aunkofer hat derzeit ein weiteres prominentes Ehrenamt. Die 20-Jährige ist die amtierende Spargelkönigin von Abensberg.

85 Tänzerinnen und Tänzer

Über Nachwuchsprobleme kann sich das Organisationsteam nicht beklagen. Trotzdem werden Neuanfragen gerne entgegen genommen. Bei der Babonia gibt es derzeit 100 ehrenamtliche Mitglieder, darunter 85 aktive Tänzerinnen und Tänzer. Das Training ist zeitintensiv. Zweimal wöchentlich steht für die Showgruppe und einmal wöchentlich für die Kindergruppe das Üben auf dem Programm. Kaum ist eine Faschingssaison beendet, startet schon im April das Programm für die nächste „närrische Zeit“ mit deren Beginn im November.

Nach der erfolgreichen Proklamation des neuen Prinzenpaares folgen nun die ersten Auftritte. Auch dieses Jahr tritt die Babonia am adventlichen Abensberger Niklasmarkt auf. Dafür sind die beiden Freitage jeweils um 19:00 Uhr vorgesehen. Hoch her geht es am 28. Dezember beim Inthronisationsball in der Josef Stanglmeier-Halle.

Dann wird auch das bisher streng gehütete Geheimnis um das Thema der Babonia Faschingssaison 2024/25 mit einem dreifachen, kräftigen „Babo Helau“ gelüftet.

Das Prinzenpaar der Saison 2023/24, Josefine I. und Konstantin I., wurde von Christiane Semmler verabschiedet. Foto: Karin Stauber
Die Bürgermeister Resch und Kroiss mit dem scheidenden Prinzenpaar Josefine und Konstantin Foto: Karin Stauber