Burgadvent wird größer: Erstmals mehr als 50 Stände beim weihnachtlichen Treiben in Neunburg

Von Jan Lange · 13. November 2024 um 17:00

In vier Wochen ist es wieder soweit, dann wird Neunburgs historischer Burghof beim Burgadvent im Glanz zahlreicher Lichter erstrahlen. Das weihnachtliche Treiben (13. bis 15. Dezember) gehört zu den schönsten in der Region, wie auch auswärtige Besucher Jahr für Jahr bestätigen. Heuer gibt es die eine oder andere Änderung.

Die Organisatoren Ulrike Meixner vom Stadtmarketing und Tourist-Info-Chef Werner Dietrich und ihre Helfer waren heuer bemüht, den Burgadvent noch schöner zu machen, wie bei einem Pressetermin im Rathaus erklärt wurde. Die MZ gibt einen Ausblick auf das, was dieses Jahr anders und neu sein wird.

Noch mehr Händler als in den Vorjahren

Nachdem der Burgadvent bereits im Vorjahr um das Foyer des Neuen Rathauses samt dem Vorplatz erweitert wurde, wächst er auch heuer weiter. Weniger vom Platz her, sondern von der Anzahl der Stände. Waren es 2023 knapp unter 50 Aussteller, wird diesmal die Marke 50 erstmals geknackt, wie Meixner berichtete. Neu dabei sind beispielsweise Mona’s Pralinen aus Amberg, die Saatenbrauerei aus Cham, Tasty Sepp aus Konzell im Bayerischen Wald, der Fischereiverein Neunburg, die Biokäserei Wohlfahrt aus Edelsfeld (Landkreis Amberg-Sulzbach) und die Glücksplotterei.

Mit den zusätzlichen Ständen würden Lücken im Marktbereich zwischen Schloss und Neuem Rathaus geschlossen. Auch durch kleinere Umstellungen seien die neuen Aussteller untergebracht worden. Die meisten Händler und Kunsthandwerker werden aber dort zu finden sein, wo sie schon in den Vorjahren standen, betont die Stadtmarketing-Managerin.

Eine „noch nie dagewesene regionale Vielfalt“

Der Burgadvent bietet heuer eine „noch nie dagewesene Vielfalt an regionalen Produkten“, wie Meixner erklärte. Eine ganze Reihe von Ausstellern komme aus Neunburg und dem Landkreis Schwandorf, einige aus benachbarten Kreisen wie Cham, Straubing-Bogen oder Amberg-Sulzbach.

Heimische Musiker und Einrichtungen haben festen Platz im Programm

Schlagersänger oder Bands aus der Ferne – die sucht man im Programm des Neunburger Burgadvents vergebens. Vielmehr stehen heimische Musiker und Kindereinrichtungen jedes Jahr auf der Bühne. Daran ändert sich auch 2024 nichts.

Mit dem Waldkindergarten Neunburg gibt es aber einen „Neuling“ im Programm. Die Kleinen werden weihnachtliche Lieder präsentieren. Die Einrichtung war von sich aus an das Organisatoren herangetreten, freut sich Ulrike Meixner.

Neu ist ebenfalls die Familienerlebnisführung „Weihnachten wie’s früher war“ durch das Schwarzachtaler Heimatmuseum, die für Kinder ab fünf Jahren geeignet ist.

Bürgermeister Martin Birner (CSU) lobte beim Pressegespräch, dass „wieder ein tolles Programm zusammengestellt“ wurde. Da stecke viel Vorbereitung dahinter.

Es wird weiterhin kein Eintritt verlangt

Auch wenn überall vieles teurer wird, der Besuch des Neunburger Burgadvents bleibt kostenlos, betont die Stadtmarketing-Managerin. Man wolle damit allen Bürgern ermöglichen, das weihnachtliche Treiben zu besuchen.

Beim Burgadvent sollen die Besucher das typische Weihnachtsflair erleben, entspannt über den Markt bummeln können und vielleicht auch das eine oder andere besondere Geschenk finden.

Kulinarische Weihnachtsmarktklassiker dürfen nicht fehlen

Selbstverständlich dürfen die kulinarischen Schmankerl und wärmenden Getränke nicht fehlen. Von Glühwein und Punsch über Knacker- und Bratwurstsemmeln bis hin zu Waffeln und Baumstriezel würden die Besucher alle leckeren Klassiker finden, die zu einem typischen Weihnachtsmarkt dazugehören, versprach Ulrike Meixner.

Dass der Neunburger Fischereiverein heuer erstmals auch Fischschmankerl anbiete, sei eine gute Ergänzung.

Länger einkaufen am Burgadvents-Samstag

Zusätzlich zu den Ständen beim Burgadvent öffnen die Neunburger Geschäfte am Samstag, 14. Dezember, länger. Sie laden dann bis 20 Uhr zum Shopping ein. Im Juni hatten Neunburgs Stadträte beschlossen, den Wintermarkt, der in der Regel drei Wochen vor dem Burgadvent stattfand, zu streichen. Stattdessen sollten die Besucher beim Burgadvent länger einkaufen können. Einen verkaufsoffenen Sonntag darf es nach den bayerischen Regelungen an den Adventssonntagen nicht geben. Deshalb entschied man sich für einen längeren Einkaufssamstag beim Burgadvent.

Verbindliche Zusagen hatte die Stadt von den Händler nicht eingeholt. Deshalb könne man nicht sagen, wie viele sich am langen Weihnachts-Shopping beteiligen würden. Ulrike Meixner weiß aber von Intersport Meier und Mode Becher, dass sie länger öffnen wollen. Beide haben samstags sonst nur bis 13 Uhr offen. Meixner hofft, dass noch weitere Geschäfte dem Beispiel folgen und auch mitmachen.

Nach dem Beschluss im Neunburger Stadtrat hatte es die erste Änderung beim Altstadtfest gegeben. Statt einem verkaufsoffenen Sonntag beim Kunst- und Handwerkermarkt, der ebenfalls gestrichen wurde, waren die Geschäfte im Rahmen des Altstadtfestes am Sonntag geöffnet.

Die Entscheidung wurde von einigen Händlern kritisch gesehen. So meinte eine Geschäftsinhaberin, dass die Besucher durch die Stände auf der Hauptstraße kaum den Weg in die dahinterliegenden Läden finden würden. Sie sieht auch den langen Einkaufssamstag beim Neunburger Burgadvent kritisch.

Ulrike Meixner und Martin Birner freuen sich aufs Fest, mit dem auf Plakaten und Flyern geworben wird. Foto: Jan Lange