Burschenverein Roding: „Projekt Platzerstadl“ steht vor dem Start

Im Pfarrheim blickte der Burschenverein Roding auf das Vereinsjahr zurück und wählte eine neue Vorstandschaft. Auch war der Platzerstadl Thema. Vorstand Sebastian Gabler hieß hierzu zahlreiche Burschen willkommen, sein besonderer Gruß galt dabei zweiten Bürgermeister Reinhold Schoierer.
Wie Gabler einführend sagte, besteht für die Rodinger Burschen die Möglichkeit, neue Burschenleibchen, ein neues Burschenhemd oder auch neue schwarze Poloshirts zu bestellen, die dann bestickt werden.
Anschließend widmete sich Gabler dem Thema „Platzerstadl“, wobei er Architekt Florian Brunner für seinen Einsatz dankte. Dieser war am Freitagabend verhindert. Mittlerweile ist der Bauantrag eingereicht, auch wenn es nicht gelungen ist, alle Nachbarunterschriften dafür einzuholen. Dadurch wurde das Verfahren auch etwas in die Länge gezogen, nachdem, wie es Gabler diplomatisch ausdrückte, da das Landratsamt sehr genau bei den Planungen hinschaute. Doch im Sommer 2024 erfolgte schließlich die Genehmigung des Bauantrages. Mittlerweile ist auch die Klagefrist für das Projekt abgelaufen, sodass der Verwirklichung nun nichts mehr im Wege steht.
Hohe Förderung möglich
Wie bereits bekannt, wird der Burschenverein mit einer Eigenleistung von annährend 50 000 Euro das Projekt unterstützen und mitfinanzieren. Als Antragsteller tritt die Stadt Roding auf. Dadurch besteht auch die Möglichkeit für eine „Interkommunale Förderung“. Hierbei werden 80 Prozent der Gesamtkosten gefördert. Dies wiederum heiße aber auch, so Gabler, dass unter anderem für die Burschenvereine aus Reichenbach oder Nittenau die theoretische Möglichkeit bestehen würde, den neuen Platzerstadl zu nutzen. Gabler bezeichnete diese Förderung, als super Chance für Roding und den Verein.
Anschließend stellte Gabler noch einmal die Aufteilung der Räume vor und auch wo die Kutschen ihren Platz finden würden. Gleichzeitig bat er darum, wenn die Arbeiten mit dem Ausräumen starten, tatkräftig mitzuhelfen. Abschließend machte Sebastian Gabler noch einmal deutlich: „Der Platzerstadl soll aber für uns kein Ausweichwirthaus werden.“ So wird man auch zukünftig die Rodinger Lokalitäten aufsuchen. Den Punkt schloss man schließlich mit dem Vorschlag zur Bildung eines Bauausschusses ab, dem die Mitglieder einstimmig so folgten.
Als weiterer Punkt stand die Änderung der Vereinssatzung auf dem Programm. Wichtigster Punkt ist, dass ab sofort jede ordentlich einberufene Jahresversammlung beschlussfähig ist, ohne auf die Anzahl der anwesenden Mitglieder angewiesen zu sein. Zudem dürfen zukünftig auch Burschen ab Geburt in den Verein aufgenommen werden.
Im weiteren Verlauf der Jahresversammlung blickte Gabler auf die Veranstaltungen des abgelaufenen Vereinsjahres zurück. So zählt der Burschenverein derzeit 384 Mitglieder. Im letzten Jahr hatte man neun Austritte und drei Todesfälle zu verzeichnen. Dem stehen zehn Neumitglieder gegenüber. Im Dezember vergangenen Jahres nahm der Verein am Rodinger Weihnachtsdorf teil und verkaufte seinen Alaska-Punsch. Im Januar wurden die umliegenden Bälle besucht, ehe im Februar der eigene Burschenball abgehalten wurde. Am Abend des Faschingsdienstages fand der Kehraus beim Reim-Wirt statt, mit Beerdigung des Prinz Karnevals. Am 1. Mai wurden wieder die Maibäume gesteckt. Das Bockbierfest im Mai fand leider, wie Gabler sagte, nicht den erhofften Anklang. Das eigene Johannifeuer sowie der Besuch des Rodinger Volksfestes mit den dazugehörigen Veranstaltungen waren weitere Aktivitäten des Vereins über die Sommermonate. Auch beim Reibn Fest war der Burschenverein wieder mit dem Bierausschank vertreten.
Wie Sebastian Gabler sagte, wurden im abgelaufenen Jahr zehn Vorstandschaftssitzungen abgehalten. Abschließend dankte er allen für das gute Miteinander und teilte mit, dass er sich nicht mehr zur Wahl des neuen Vorstandes stellen wird.
Kassier Michael Heuberger blickte n auf die Einnahmen und Ausgaben des Vereins zurück, die Kassenprüfer bescheinigten ihm eine einwandfreie Kassenführung.
Schnelle Neuwahlen
Die Neuwahlen, die von Alfred Wittmann geleitet wurden, war durch die gute Vorbereitung sehr schnell abgehandelt. Anschließend wurden mehrere Mitglieder für ihre langjährige Treue zum Verein ausgezeichnet.
In seinem Grußwort dankte zweiter Bürgermeister Reinhold Schoierer dem Verein für sein Engagement. Der Burschenverein sei ein Aktivposten in der Stadt. Der Platzerstadl sei eine große Chance für den Verein, die man nur einmal erhält. Diese Chance müsse man beim Schopf packen, so Schoierer. Und die 80-prozentige Förderung müsse man hier unbedingt mitnehmen. Gleichzeitig appellierte er an alle Mitglieder, sich bei den Arbeiten tatkräftig zu beteiligen. Mit dem Abschluss des Burschenliedes endete die Versammlung.
Neuwahlen: 1. Vorstand: Michael Heuberger
2. Vorstand: Manuel Glück
Kassier: Johannes Hornauer
Schriftführer: Lukas Schäffer
Beisitzer: Julius Hölzl, Marco Loy, Oliver Eckert, Markus Schuy, Florian Nagelschmidt
Kassenprüfer: Gerd Lehner, Rudi Heinz.
Bauausschuss: Gerd Lehner, Christian Fleischmann, Sebastian Gabler, Florian Brunner, Fritz Haimerl, Michael Heuberger, Johannes Hornauer.
Ehrungen: 20 Jahre Mitgliedschaft: Manuel Drexler, Johann Wachter.
30 Jahre Mitgliedschaft: Tobias Reidl
40 Jahre Mitgliedschaft: Helmut Melzer, Armin Weindler, Adolf Schuhbauer
60 Jahre Mitgliedschaft: Werner Schreiner.
