Neumarkter Christkind 2024: Julia Nießlbeck hat ein Faible für Märchen und Motorräder

Für Julia Nießlbeck ist Weihnachten schon immer ein besonderes Fest gewesen – „es hat diesen Zauber“, sagt sie. Den möchte sie in der Adventszeit in der ganzen Stadt verbreiten. Den möchte die 20-Jährige als Neumarkter Christkind in der Adventszeit in der ganzen Stadt verbreiten. Wie sie das anstellen will, verrät sie in ihrem ersten Interview.
Am 28. November hat die 20-Jährige ihren ersten großen Auftritt auf dem Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus. Als Christkind freut sich Nießlbeck auf eine Sache besonders: „Ich freu mich, das Strahlen der Kinder zu sehen und ich bin neugierig, was auf ihren Wunschzetteln steht.“ Mit großen Kindergruppen hat die Langenthalerin bereits Erfahrung.
Denn sie studiert seit etwa zwei Jahren Grundschullehramt in Regensburg mit Hauptfach Deutsch. In der Grundschule Wolfstein und der Grund- und Mittelschule Lauterhofen hat sie bereits mehrere Wochen Praktika gemacht. Eine Sache möchte sie sich auch als Christkind beibehalten. „Ich will nicht nur die extrovertierten Kinder ansprechen, sondern auch schüchterne, die sich am Anfang noch nicht so trauen“, sagt sie.
Weihnachtsfilm ist Muss
Denn zur Weihnachtszeit steht für sie an oberster Stelle die Gemeinschaft. Das sei auch bei ihr Zuhause so. An Weihnachten feiert ihre Familie zusammen mit den Großeltern, Tante, Onkel und deren Kindern. Viel verändert habe sich seit ihrer eigenen Kindheit dabei nicht. Neben gutem Essen, einer frühen Bescherung und Plätzchen gehört am Abend für sie unbedingt ein Weihnachtsfilm dazu – ihr Favorit: Drei Haselnüssen für Aschenbrödl. „Ich hab ein überdurchschnittliches Wissen über Märchen“, verrät Nießlbeck.
Denn als Kind habe sie fast jedes Wochenende mit ihren Großeltern das Sonntagsmärchen angeguckt. „Mich fasziniert, dass es Märchengeschichten schon so lange gibt und Eltern sie ihren Kindern weitergeben. So bleiben sie bestehen – genau wie der Glaube an das Christkind“, sagt sie.
Für den Weihnachtszauber, den sie bald selbst verbreiten will, hat in ihrer eigenen Kindheit vor allem ihr Opa gesorgt. Jedes Jahr habe er sich als Nikolaus verkleidet. Dass der seltene Besucher dieselben gelben Gummistiefel, wie ihr Großvater trug, fand Julia toll – „das habe ich damals trotzdem nicht gecheckt“, erinnert sie sich. Mittlerweile hilft sie selbst bei der Überraschung für Cousin und Cousine mit und klingelt versteckt das Glöckchen.
Freiheit auf Motorrad
Dass Julia ein Faible für Verspieltes hat, lässt sich schnell erahnen, wenn man sich in ihrer Regensburger Wohnung umschaut, die sie vor kurzem bezogen hat. Mehrere Pflanzen stehen im Wohnzimmer, ein großer gebrauchter Perserteppich bedeckt große Teile des Bodens und von der Decke baumelt ein kleiner Kronleuchter. Das Highlight im Raum: In der Ecke steht eine Pixi-Figur mit Plastikschale in den Händen, wie man sie aus Buchhandlungen kennt – nur dass statt Pixi-Büchern Süßigkeiten und Knabberzeug darin liegen.
Nießlbeck hat aber nicht nur einen Sinn für Ästhetik und Märchen. „Ich fahr leidenschaftlich gerne Motorrad“, erzählt sie. Mit 16 Jahren machte sie den ersten Motorradführerschein, mittlerweile hat sie Klasse A2. Was sie daran so mag? „Das Gefühl von Freiheit, den Luftstrom zu spüren und dass man damit so flexibel ist“, sagt sie.
Jetzt wartet ihre Maschine aber erst mal auf wärmere Monate – und Julia auf die Weihnachtszeit. Viel umdekorieren will sie bis auf ein paar Lichterketten zur Adventszeit aber nicht. „Es reicht mir, mit meiner Familie den Baum zu schmücken“, sagt sie.
