Fassadenbeleuchtung war fast zwei Jahre kaputt: Jetzt geht Berching ein Licht auf – teilweise

Was lange währt, wird endlich gut – zumindest fast. Nach knapp zwei Jahren Dunkelheit erhellen seit vergangener Woche die neuen Bodenlampen einen Teil der Fassaden in der Berchinger Innenstadt (Landkreis Neumarkt). Bis die restlichen Gebäude illuminiert werden, dauert es dagegen noch.
Im Zuge des barrierearmen Ausbaus der Innenstadt sollten in das Pflaster eingelassene Bodenleuchten die Gebäudefassaden in der historischen Altstadt perfekt in Szene setzen. Das geschah nach Angaben der Stadt im Winter 2022/23 am Reichenauplatz, später am Pettenkoferplatz.
Doch ein Blitzeinschlag machte der Stadt einen Strich durch die Rechnung. „Es kam zu einem Überspannungsschaden bei insgesamt 42 Leuchten“, teilt die Stadt auf Anfrage unserer Zeitung mit. Zu diesem Zeitpunkt seien 44 Lampen am Reichenauplatz verbaut gewesen.
Fassadenbeleuchtung in Berching: Einige Lampen waren defekt
Nach der Wintersaison habe man den Schaden entdeckt, die Leuchten ausgebaut und dem italienischen Hersteller zur Reparatur geschickt. Dies nahm viel Zeit in Anspruch. Außerdem seien Leuchtmittel von Anfang an defekt gewesen, wie die Stadt mitteilt. Auch der Austausch dieser defekten Leuchten über den Hersteller sei sehr zeitaufwendig gewesen.
Jetzt gibt es einen ersten Lichtblick: Vergangene Woche fand in Berching ein Gespräch mit Planern, einem Vertreter des Herstellers, der umsetzenden Firma und der Stadtverwaltung statt. Dieser Vor-Ort-Termin sei nötig gewesen, da der Hersteller die Problematik in Berching vermutet hatte, informiert die Stadt. „Hierbei konnte festgestellt werden, dass es bei Leuchtmitteln von Werkseite bereits defekte Lampen geliefert wurden, die nun endgültig vom Hersteller ersetzt werden“, schreibt die Stadt. Auf unsere Frage, wie viel Geld die Stadt für die Beleuchtung ausgegeben hat und ob sowie in welcher Höhe Zusatzkosten angefallen sind, antwortet die Stadt dagegen nur: „Die Endabrechnung liegt noch nicht vor.“
Bodenstrahler in Berchings Innentstadt: 58 von 78 Lampen leuchten
Die gute Nachricht für Berchinger, die eine Fassadenbeleuchtung befürworten: Nun seien alle Lampen auf Herz und Nieren geprüft und programmiert worden. Seit Mitte vergangener Woche ist ein Großteil der Fassadenbeleuchtung aktiv und erhellt die Gebäude täglich ab Einbruch der Dunkelheit bis 22 Uhr.
Von den 78 Leuchtmitteln am Reichenau- und Pettenkoferplatz sind derzeit allerdings 20 noch nicht in Betrieb. Die meisten defekten Lampen, die noch ausgetauscht werden müssen, befinden sich am Pettenkoferplatz. Während etwa das Sparkassen-Haus schon beleuchtet wird, sind die Nachbargebäude weiterhin dunkel.
Zusätzliche Beleuchtung der Stadtpfarrkirche dauert noch
Auch die zusätzliche Illumination der Stadtpfarrkirche von der Seite des Rathauses aus funktioniert noch nicht. „Diese ist noch nicht programmiert“, antwortet die Stadt auf Anfrage unserer Zeitung. Die Programmierung werde vom Planer so bald als möglich umgesetzt, heißt es aus dem Rathaus. Die Lorenzkirche in der Vorstadt bleibe im Übrigen so beleuchtet wie aktuell. Derzeit wird sie vom Spitalgebäude aus orangefarbig beleuchtet. „In der Vorstadt wurden keine Ergänzungen der Beleuchtung geplant, da es hier keine Straßensanierung bzw. barrierearmen Umbau gibt“, so die Verwaltung.
Die defekten Lampen in der Innenstadt hat die Stadt nun dem Hersteller zum Austausch zurückgegeben. „Sie werden so schnell als möglich ausgetauscht“, sagt die Stadt. Wann in der gesamten Berchinger Innenstadt ein Licht aufgeht, ist demnach noch unklar.
