Sanierung der Berchinger Altstadt ist fast fertig: Welche Details noch Probleme bereiten

Nach jahrelangen Arbeiten steht der barrierearme Ausbau der Berchinger Innenstadt vor dem Ende. Zuerst wurde der Reichenauplatz saniert, jetzt der Pettenkoferplatz. Rein optisch sehen die Bauarbeiten fertig aus. Doch Kleinigkeiten bereiten noch Sorgen.
Die Fassadenbeleuchtung am Reichenau- und Pettenkoferplatz verzögert sich nach Angaben der Stadtverwaltung aufgrund von Materialmängeln seitens des Lampenherstellers. Wann die im Boden integrierten Lampen, welche die Gebäude von außen anstrahlen sollen, geliefert werden, sei noch unklar. Beauftragt ist die Firma laut Bürgermeister Ludwig Eisenreich bereits.
Neben der Fassadenbeleuchtung fehlt auch noch der Baum, den die neue Bank vor dem Haus mit der Adresse Pettenkoferplatz 7 einrahmt.
Berching: Brunnen am Reichenauplatz wird abgebaut
Außerdem soll nach Angaben der Verwaltung demnächst der Brunnen am Reichenauplatz abgebaut. Das Einzeldenkmal müsse vollständig saniert werden. „Er wird wieder herausgeputzt und hübsch gemacht“, sagt Veronica Platzek vom Stadtmarketing. Unter anderem werden die Ausschmückungen erneuert und einzelne Stellen ausgebessert. Zudem wird der Brunnen wieder in Gang gesetzt. Denn Wasser fließt in dem Brunnen am Reichenauplatz seit Monaten nicht mehr.
Abgesehen von den Kleinigkeiten ist die Innenstadt fertig saniert. „Rundum kann die Maßnahme im Ergebnis durchaus positiv gesehen werden“, heißt es aus dem Rathaus – auch wenn es kleinere Verzögerungen gegeben hat. Vor allem am Pettenkoferplatz verliefen die Arbeiten zügig und zufriedenstellend. „Auch der Reichenauplatz ist im Ergebnis sehr gut geworden.“
Das Pflaster wurde so verlegt, dass die Gehwege jeweils auf beiden Seiten barrierearm sind, ebenso die Durchgänge durch das Mittlere Tor und das Gredinger Tor. Darüber hinaus hatte sich die Stadt während des Baus dazu entschieden, auch die Kirchgasse zur Stadtpfarrkirche barrierearm zu pflastern. Ebenso freundlicher für Rollstuhl- und Rollatorfahrer sind die Zugänge zum Aufzug zur neuen Bücherei geworden und zum kleinen Ärztehaus am Pettenkoferplatz 1.
Zudem sind zwei neue Wasserentnahmestellen für Veranstaltungen und Stromentnahmestellen errichtet worden. Ebenso wurden neue Wasser- und Fernwärmeleitungen verlegt, auch Leerrohre für mögliche Glasfaserleitungen wurden gesetzt.
Neue Bänke und Blumen in der Berchinger Altstadt
Einheimische und Touristen sollen außerdem von neuen Radständern und den neu gestalteten Plätzen mit erneuerten und neu errichteten Sitzgelegenheiten profitieren. Auch die Blumentöpfe, über die Berchinger geteilter Meinung sind, sollen die Aufenthaltsqualität steigern.
Wie teuer die Innenstadtsanierung letzlich genau wird, könne die Stadt erst sagen, wenn alle Endabrechnungen vorliegen. „Nach aktuellem Stand zeichnet sich aber ab, dass die Kostenschätzung und die bestehenden Angebote überwiegend mit den Abrechnungen übereinstimmen“, teilt die Stadtverwaltung mit. Als unsere Zeitung vor einem Jahr über die Sanierung berichtet hatte, sprach der Bürgermeister von rund 2,6 Millionen Euro.