Waldmünchens Tourismus wächst weiter, aber noch ist das Vorcorona-Niveau nicht erreicht

31 000 Gäste und etwa 126 000 Übernachtungen hatte Waldmünchen bis Ende September. Aber noch fehlen drei Monate. Dann hofft die neue Waldmünchner Tourismuschefin, Manuela Schmidt, auf ein klares Plus in der Jahresbilanz.
Dennoch werde man die Vor-Corona-Zahlen von 2019 nicht erreichen. Die lagen bei rund 41 000 Ankünften und 180 000 Übernachtungen. „Aber wir sind auf einem guten Weg!“, sagte Schmidt.
Die damaligen Zahlen seien auch deswegen schwer zu erreichen, weil einige Gastgeber (z.B. Das Kupferdachl) weggefallen seien. Die durchschnittliche Übernachtungsdauer werde vermutlich 2024 ähnlich wie 2023 bei knapp unter vier Tagen liegen.
Derzeit gebe es in Waldmünchen 58 Gastgeber, davon 22 Betriebe mit mehr als zehn Betten und 36 kleinere Betriebe. Bei den Ferienwohnungen habe die überwiegende Mehrzahl, nämlich 38 Wohnungen, eine Viersterne-Klassifizierung. Zwei Ferienwohnungen gebe es mit drei Sternen und weitere zwei Ferienwohnungen in der höchsten Kategorie mit fünf Sternen. Eine Klassifizierungslizenz habe die Tourismusbüro-Mitarbeiterin Tanja Dietl. Sie selbst werde im November geschult, sagt Schmidt.
Heuer sei Waldmünchen auch erneut als Luftkurort zertifiziert worden.
Alleinstellungsmerkmal der Waldmünchner Touristinfo ist, dass sie für mehrere Fernwanderwege Pauschalangebote organisiert. Dies hätten heuer 12 Personen genutzt. Das Gros mit 70 Menschen nutzte eine Wanderpauschale auf dem Goldsteig.
Sehr gut angenommen würden die über die Touristinfo organisierten Touren. Die Stadtführungen am Mittwoch mit zwei Stadtführern seien mit durchschnittlich zehn Teilnehmern gut besucht, ebenso die 26 geführten Wanderungen mit sechs Wanderführern und die 31 geführten Mountainbiketouren mit acht Guides. Bei den Wanderungen gebe es öfter das Phänomen, dass deutlich mehr Teilnehmer kommen, als sich ursprünglich angemeldet haben.
Die Sommeröffnungszeiten des Tourismusbüros seien gut angenommen worden. Seit Ende September sei man auch Vorverkaufsstelle für die Landesgartenschau. „Es läuft sehr gut an“, sagte Schmidt.
Das Kinderfreizeitprogramm sei 2024 sehr stark nachgefragt gewesen. Die 3000 Exemplare waren schnell vergriffen, weswegen ein umfangsreduzierter Nachdruck von 1000 Stück nötig war. 2025 werde man eine Startauflage von 4000 Exemplaren haben, berichtete Schmidt.
Das Tourismusbüro habe sich im März an der Reisebörse im Donau-Einkaufszentrum in Regensburg beteiligt und im August an der Ostbayernschau in Straubing. Über den Tourismusverband Ostbayern sei man an vielen weiteren Reise- und Freizeitmessen beteiligt.
Eine hohe Nachfrage gebe es für den MultimediaGuide Waldmünchen. Hier sei ein Nachdruck erfolgt. Eine Übersetzung ins Englische werde erarbeitet.
Wie stark auch im Internetzeitalter noch gedruckte Gastgeberverzeichnisse gefragt sind, macht die Nachfrage im Postversand deutlich. Hier werden die Prospekte nur auf Nachfrage versandt. Das waren 2024 bereits 2882 Stück. Weitere Gastgeberverzeichnisse werden bei den Messen und über einen Touristik-Versender verteilt.
In 2025 würden etliche überregionale Prospekte überarbeitet oder mit neuen Beiträgen versehen. So das Urlaubsmagazin des Naturparks, Radeln und Biken 2025, Wandergeheimnisse, Goldsteigmagazin und Gipfelblicke.