Nach 2012 ist „König Drosselbart“ ein zweites Mal zu sehen: Darum gibt es ein Märchenzeit-Revival

Von Stefanie Bauer · 21. Oktober 2024 um 15:00

Ende September wurde das Geheimnis gelüftet, welches Stück 2025 bei der Märchenzeit für Jung und Alt auf der Schwarzenburg in Rötz aufgeführt wird. Die große Überraschung: Es wird erstmals ein „Revival“ geben. Wie schon im Jahr 2012 wird das Märchen „König Drosselbart“ der Gebrüder Grimm zu sehen sein.

Tatsächlich hätten die Verantwortlichen lange überlegt, welches Stück zur Aufführung kommen wird, berichtet Steffi Porsch, die zusammen mit Steffi Reindl wieder die Regieassistenz übernehmen wird. Mehrere Stücke seien diskutiert worden.

Freie Aufführungsrechte

Für ein klassisches Märchen wie den „König Drosselbart“ spreche unter anderem, dass man die Aufführungsrechte dafür nicht erwerben müsse, da es – weit – über die 70 Jahre, die bei der Regelschutzfrist gelten, alt sei. Ein weiteres Argument: Bei neueren Stücken sei die Umsetzung des Bühnenbildes teils schwieriger.

Und nicht zuletzt spreche für den „König Drosselbart“, dass es für alle Spieler, inklusive der Kinderdarsteller, die derzeit bei der Märchenzeit aktiv sind, eine passende Rolle gibt, was den Verantwortlichen sehr wichtig gewesen sei.

Nach dem Erfolgsstück „Pippi in Taka-Tuka-Land“ folgt nun also wieder ein klassisches, altes Märchen, so Steffi Porsch. „König Drosselbart“ habe dabei am besten gepasst.

13 Jahre werden seit der letzten Aufführung des Märchens dann vergangen sein; die Kinder, die es damals angeschaut haben, sind längst groß geworden – und mögen vielleicht die „Neuauflage“, die Kindheitserinnerungen mit sich bringt, erleben.

Und wer jetzt vier, fünf Jahre jung oder sogar schon ein Teenager ist, der kennt den „König Drosselbart“ auf der Schwarzenburg noch gar nicht.

Für das Märchen spreche auch, dass dessen Name, „König Drosselbart“, relativ bekannt sei, der genaue Inhalt aber weniger, so Steffi Porsch. Dabei handle es sich um ein sehr schönes Märchen. Auch beim Stück, das nächstes Jahr zur Aufführung kommt, seien wieder etliche lustige Highlights eingebaut, verrät sie und betont: „Es wird nicht einfach eine Kopie von der Aufführung 2012.“ Es handle sich wieder um „eine Fassung von Bernhard Hübl“; die Szenen werden abermals an die Gegebenheiten auf der Freilichtbühne der Schwarzenburg angepasst. Der Kallmünzer wird auch 2025 die Regie bei der Märchenzeit für Jung und Alt übernehmen.

Hauptrollen neu besetzt

Leonhard Porsch wird die musikalische Untermalung des Stücks neu gestalten, und auch die Hauptrollen werden neu besetzt. Vor 13 Jahren spielte Manfred Dietl den „König Drosselbart“ und Claudia Eiber die – zunächst – verwöhnte Prinzessin.

Die neue Rollenverteilung stünde erst grob fest und soll im neuen Jahr bekannt gegeben werden, kündigt Steffi Porsch an und fügt hinzu, wie sehr das ganze Ensemble sich auf die kommende Märchenzeit-Saison freut. Der Karten-Vorverkauf ist auch in diesem Jahr für Dezember geplant.