Dubai-Schokolade nach wenigen Stunden ausverkauft – Luxussüßigkeit in Cham vergriffen

Der Andrang auf die sogenannte Dubai-Schokolade könnte kaum größer sein. Vor allem Jugendliche sind scharf auf die Luxussüßigkeit, die durch soziale Medien international bekannt wurde. Auch ein Laden in Cham hat die Trendschokolade im Sortiment. Sie in Cham zu bekommen, ist trotzdem eine große Herausforderung.
Die Dubai-Schokolade unterscheidet gar nicht so viel von anderen Spezialschokoladen. Grundlage ist eine Masse aus Pistaziencreme und Teigfäden. Diese wird in Schokolade gehüllt, im Internet präsentiert – und fertig ist der Social-Media-Trend.
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Das Original soll die Manufaktur „Fix Dessert Chocolatier“ aus Dubai erfunden haben. Es kostet etwa 17 Euro. Mittlerweile gibt es verschiedenste Variationen.
Bekannt durch Instagram, Facebook und TikTok
Am 19. September kündigte der Rewe Bortar in Cham über Facebook, Instagram und TikTok an, dass sie die Dubaischokolade – eine Variante mit ein bisschen Blattgold als Dekoration – anbieten. „Als wir die Dubai-Schokolade den ersten Tag im Sortiment hatten, war sie am Abend schon ausverkauft“, sagt Filialleiterin Marion Bauer. „Es ist etwas Neues, jeder will es ausprobieren und es wird von Influencern präsentiert.“ Ihr fällt kein Trendprodukt ein, das im Rewe Bortar so eingeschlagen hat, wie diese Schokolade. Bauer berichtet von Anrufen am Vormittag. Die Leute wollten wissen, ob noch etwas von der 19,99 Euro teuren Süßigkeit übrig ist. „Wir haben uns schon gedacht, dass die Schokolade gut ankommt und direkt nachbestellt“, sagt Bauer. „Die Hersteller kommen ja mit der Produktion gar nicht hinterher.“
Dass die Lieferzeiten lang sind, weil die Süßigkeit vergriffen ist, sieht man im Markt. Normalerweise findet man die Dubai-Schokolade in einem Kühlregal in der Obst-Abteilung. Direkt neben abgepackten Fruchtsalaten. Momentan herrscht dort gähnende Leere.
Dubai-Schokoladen-Kuchen in Chams Partnerstadt
Das einzige Indiz, dass die beliebte Schokolade hier lag, steht auf dem Kühlregal. Es sind Aufstriche, die den Trend auf das Brot bringen sollen. Ähnliche Abwandlungen des Ursprungsproduktes häufen sich. In Nittenau im Landkreis Regensburg gibt es beispielsweise eine Eissorte in Anlehnung an die Dubai-Schokolade. Ein Cafe in der Partnerstadt Cham in der Schweiz bietet einen Kuchen an, der den Geschmack der Süßigkeit nachahmen soll.
Die hiesigen Bäckereien scheinen nicht auf den Zug aufspringen zu wollen. Von der Bäckerei und Konditorei Kollmer hieß es, dass es sich nicht lohnen würde, einen solchen Kuchen zu entwickeln. Es wäre zu unsicher, dass sich das Stück, das man wegen der hohen Materialkosten für mindestens fünf Euro anbieten müsste, verkaufen würde. Eine andere Bäckerei habe noch nie etwas von der Schokolade gehört. Schon die originale Dubai-Schokolade findet man in Cham selten. Edeka, Norma oder die Kaffeerösterei Chamer Land beispielsweise, bieten sie nicht an. Kaufland möchte keine Auskunft geben und bei Rewe ist sie derzeit ausverkauft.
Nachschub im November
Marion Bauer ist zuversichtlich, dass es Mitte November Nachschub gibt. Dann das Original ohne Blattgold. Für knapp 17 Euro. Bauer hat es sich nicht entgehen lassen, die Dubaischokolade selbst zu testen. „Der Geschmack ist wirklich einzigartig“, sagt sie. Die Filialleiterin glaubt, dass sich das Trendprodukt trotz des hohen Preises länger halten wird.
