Zwei Brücken über den Pastritz-Bach in der Lorenz-Zierl-Straße in Furth im Wald gelegt

In der Lorenz-Zierl-Straße tut sich was: Am Mittwochmorgen wurden zwei Brücken über den Pastritz-Bach in Furth im Wald (Landkreis Cham) gelegt. Die eine schafft die Verbindung zur Mückl-Gasse, die andere zum Späth-Gelände.
Bereits um sechs Uhr morgens ist das Further Unternehmen Mühlbauer mit schwerem Gerät und der sieben Tonnen schweren Brücke angerückt, welche die Lorenz-Zierl-Straße mit der sogenannten Mückl-Gasse verbindet.
Matthias Weichs, Oberbauleiter Firma Rädlinger, die unter anderem für diese Brücke verantwortlich zeichnet, erklärt: „Wir haben die Brücke eingehoben und Löcher für die Verankerung gebohrt.“ Anschließend hat sie der Kran wieder entfernt. Die Löcher wurden dann mit sogenannten chemischen Dübeln versehen. Laut Weichs halten diese Dübel im wahrsten Sinne des Wortes bombenfest.
Alles ist im Zeitplan
Gegen neun Uhr morgens wurde die Brücke in ihre finale Position gebracht und verankert. Auf die Konstruktion kommt ein Granitbelag, der zur Optik der neu gestalteten Lorenz-Zierl-Straße passt. „Für uns ist die Maßnahme heute wichtig, damit wir die Straße weiterpflastern können“, sagt Weichs und ergänzt: „Es ist tatsächlich eine Schlüsselmaßnahme.“
Eine Besonderheit sind Öffnungen für Leerrohre an den Brückenenden, die vor allem auch von den Stadtwerken genutzt werden können. Damit können Rohre für den Bürger unsichtbar verlegt werden. Unter dem Bachlauf wurde zudem ein Wasserhausanschluss mittels einer Spritzbohrung gelegt. „Damit dürfte die nächsten Jahrzehnte nichts sein“, verspricht Weichs. Rund eine Stunde später wurde die zweite, rund 8,5 Tonnen schwere Brücke, in Position gebracht und schafft so eine Verbindung mit dem Späth-Gelände.
A
b Mitte Oktober sollen Pflanzflächen geschaffen werden
Laut Josef Beer, Baukoordinator der Landesgartenschau Furth im Wald 2025 (LGS), wird derzeit auf dem Späth-Gelände aufgeräumt. Die Firma Rädlinger schafft demnach Platz, damit noch in diesem Jahr Anpflanzungen vorgenommen werden können. „Ab Mitte Oktober werden Pflanzflächen geschaffen und ab 1. November werden Klimabäume gesetzt.“ Das sind Sorten, die dem Klimawandel trotzen. Zerreichen und Hainbuchenstämme gehören dazu.
Glück mit dem Wetter
Weichs sieht den Bauabschnitt absolut im Zeitplan. Auch wenn man bis Ende des Jahres wohl noch nicht alle Bauabschnitte komplett fertiggestellt hat, der Verkehr soll bis dahin wieder freigegeben sein. Verzögerungen gebe es vor allem im Bereich des Kirchenumfeldes. Ein Grund dafür ist, dass der Kran, der dort gestanden hat, erst vor wenigen Tagen entfernt wurde. „Aber ich bin gelassen“, sagt der Oberbauleiter mit Blick auf die aktuelle Situation.
Es folgen weitere Brücken
Weitere Brücken folgen demnach demnächst von der Waldschmidtstraße und vom Postgartenweg auf die Hoferinsel. Bürgermeister Sandro Bauer, der bei der Brückenverlegung anwesend war, freute sich, dass die rege Bautätigkeit jetzt zu sichtbaren Ergebnissen führt. „Wir haben Glück mit dem Wetter, alle sind hochmotiviert, das stimmt mich rundherum zuversichtlich.“ Zu Anfang hätten viele Bürger äußerst abwartend auf die angekündigten Baumaßnahmen reagiert. Jetzt, nachdem es losgegangen ist, heiße es mehr und mehr: „Die tun auch was.“ Durch den Brückenschluss glaubt der Further Rathauschef auch, dass sich der Fußgängerstrom in der Lorenz-Zierl-Straße noch erhöhen wird.
Vom Berliner LGS-Planungsbüro Planorama war auch der örtliche Bauüberwacher Stefan Göde vor Ort. Er legte sich fest: „Es läuft alles und alles wird fertig.“ Besonders eben dieses Ensemble mit Hofer-Insel, Lorenz-Zierl-Straße und Späth-Gelände gefällt ihm besonders gut. Er hat durchaus Verständnis dafür, dass die Bevölkerung zunächst skeptisch war, aber er bekräftigt noch einmal: „Es ist alles im Plan.“
