In Bad Abbach so viele Besucher wie vor Corona – Römer-Sauna in Bad Gögging legt zu

Die Thermen im Landkreis Kelheim verzeichnen gute Umsatzzahlen, haben aber noch nicht wieder in allen Bereichen die Besucher- und Behandlungszahlen aus der Zeit vor der Corona-Pandemie erreicht. Auffällig: Die Entwicklung läuft in den beiden Thermen sehr unterschiedlich.
Nach wie vor sind die Bäder in den beiden Thermen die meistgenutzten Angebote. Vor allem die Kaiser-Therme in Bad Abbach sticht hier hervor, wie ein Blick auf die meistbesuchten Bereiche der Thermen zeigt. In den ersten acht Monaten 2024 lag die Nutzerzahl mit 84.043 Besuchern im Bewegungsbad sogar wieder über dem Niveau aus der Zeit vor der Pandemie. In der Limes-Therme hingegen liegt man mit 122.016 Besuchern von Januar bis August im Bewegungsbad immer noch um 14,5 Prozent unter dem Vergleichswert aus 2019.
Neue Öffnungszeiten
Bei den Saunaangeboten liegt dagegen Bad Gögging vorn. 31.442 Besucher wurden in den ersten acht Monaten dieses Jahres gezählt, was ein Plus von fast sechs Prozent gegenüber der Zeit vor der Pandemie bedeutet. In Bad Abbach wurde ein Minus von 16 Prozent in der Sauna gegenüber 2019 registriert.
Wohin sich die Zahlen künftig entwickeln werden, ist unklar. Die Römer-Sauna in Bad Gögging könnte künftig dienstags geschlossen bleiben, für die Bad Abbacher Sauna ist eine Schließung am Dienstag und Mittwoch vorgesehen. Auch wenn es sich bei den Tagen eher um umsatzschwache Tage handeln soll, ist unklar, wie die Besucher reagieren. Der große Protest im Internet scheint bisher jedenfalls ausgeblieben zu sein. Eingeführt werden die neuen Öffnungszeiten im April nächsten Jahres.
Alle anderen Angebote der beiden Thermen wie beispielsweise Salzgrotte, Aqua-Cycling oder Kraftausdauertraining rangieren bei den Nutzerzahlen auf deutlich niedrigerem Niveau. Anlass zu Freude gab es in diesem Bereich zuletzt in der Limes-Therme bei den angebotenen Kursen. Gegenüber der Zeit vor Corona wurden sie mehr als 35 Prozent gesteigert. In konkreten Zahlen bedeutete dies, dass heuer in den ersten acht Monaten 4045 Personen Kurse belegt hatten. In der Kaiser-Therme gab es ein sattes Plus in der Physikalischen Therapie. 8116 Patienten kamen in den Genuss von unter anderem Massagen, Heißluft, Eis oder Elektrotherapien. 2019 waren es im selben Zeitraum 6440 Verabreichungen gewesen, das entspricht aktuell einem Plus von 18 Prozent.
Insgesamt verzeichnen die beiden Thermen gute Umsatzzahlen. So kam die Limes-Therme von Januar bis einschließlich August auf 237.000 Besucher und Behandlungen, die Kaiser-Therme im selben Zeitraum auf fast 126.000. Verglichen mit dem Vorjahr, also der jüngeren Entwicklung, verzeichnete die Einrichtung in Bad Abbach sogar ein Plus von 10,34 Prozent, Bad Gögging hingegen ein Minus von 3,52 Prozent.
Zu heißer Sommer
Höhere Zahlen wären wohl nur bei einem nicht so heißen Sommer möglich gewesen. Da habe es die Gäste eher ins kühlere Freibad als ins warme Thermalwasser gelockt, hieß es unlängst in den Zweckverbandsversammlungen der beiden Thermen.
Im Vergleich mit den übrigen Thermen in Niederbayern liegen die Limes-Therme auf Platz 2 und die Kaiser-Therme auf Platz 4. Spitzenreiter ist – wie seit Jahren schon – Bad Füssing mit fast 361.000 Besuchern und Anwendungen. In Bad Birnbach wurden 227.000 Besucher und Anwendungen gezählt, in Bad Griesbach 166.000.