Schwerer Busunfall in Regensburg: Ermittlungsverfahren gegen einen Fahrer eingeleitet

Vier Tage ist das Busunglück von Regensburg her, nun hat die Polizei ein Ermittlungsverfahren gegen einen der beiden Fahrer eingeleitet – unter anderem wegen fahrlässiger Körperverletzung in mehreren Fällen.
„Im Zuge dieser Ermittlungen werden auch die genauen Umstände zum Unfallzeitpunkt beleuchtet“, teilen die Beamten am Freitagmittag mit. Laut MZ-Informationen soll der Fahrer des Regionalbusses ohnmächtig geworden sein, kurz bevor er an der Bushaltestelle am Donau-Einkaufszentrum (DEZ) von hinten in einen stehenden Linienbus geprallt ist. Mitte der Woche wollte die Polizei das weder bestätigen noch dementieren. „Ob körperliche Beeinträchtigungen eine Rolle gespielt haben, ist Gegenstand der Ermittlungen“, erklärte ein Polizeisprecher.
Ebenfalls nicht endgültig geklärt ist, wie viele Menschen zu Schaden kamen. Zunächst hieß es: rund 50 Verletzte, 13 davon schwer, fünf zeitweise in Lebensgefahr. Sanitäter sprachen gar von 61 Verletzten. In einer Nachtragsmeldung korrigiert die Polizei nun die Zahlen nach unten. Die Beamten zählen „43 polizeilich verletzte Personen“, fünf hätten schwere Verletzungen erlitten, heißt es.
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„Nur wenn man länger stationär in einem Krankenhaus behandelt wird, gilt man für die Polizei als schwer verletzt“, erklärt Sprecher Michael Zaschka auf Nachfrage zur Diskrepanz. Mit der „medizinischen Schwere“ einer Verletzung habe die Einordnung nichts zu tun. Auch wackle die endgültige Verletztenzahl noch, da sich nach dem Unfall weitere Betroffene gemeldet hätten.
Personen, die ebenfalls beteiligt waren, werden gebeten, sich unter 0941/506-2921 bei der Polizei zu melden.