Landesgartenschau Furth im Wald sucht Baumpaten und Lehrer für „Schule im Grünen“

Von Alexander Frimberger · 10. Oktober 2024 um 15:00

Der Stundenplan der Schule im Grünen während der Landesgartenschau Furth im Wald 2025 (LGS) weist noch Lücken auf, auch auf der Suche nach Sponsoren befinden sich die Verantwortlichen noch. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Baumpatenschaft?

Vieles läuft richtig gut, weiß Stefanie Weiß, die unter anderem für das Sponsoring und den Ticketverkauf zuständig ist. So waren am Dienstag-nachmittag bereits 1234 Dauerkartenarten verkauft. „Das ist ordentlich“, bestätigt LGS-Geschäftsführer Robert Sitzmann. Als durchschlagenden Erfolg wertet man den Besuch bei der LGS-Abschlussveranstaltung in Kirchheim bei München, bei der Drache Fanny seinen großen Auftritt hatte.

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Die Tourismusbüros vor Ort würden von einem regelrechten Hype um Furth im Wald sprechen. Es gebe unglaublich viele Anfragen zur Drachenhöhle, zum Drachenstich und zur Landesgartenschau.

Beim Sponsoring hapert es

Nicht ganz so rund läuft der Bereich unter dem Überbegriff Sponsoring. „Es kursiert ein Gerücht, dass es nur teure Pakete gibt“, sagt Weiß und ergänzt: „Das stimmt nicht.“ Für den Bereich Furth im Wald gebe es demnach durchaus Möglichkeiten, sich mit kleinem Geld auf der LGS zu präsentieren und so „nachhaltig bei den Besuchern der Landesgartenschau im Gedächtnis zu bleiben.“

Beispiele dafür seien Baum- oder Bankpatenschaften, die übernommen werden können. Demnächst soll es ein Online-Portal geben, auf dem man sich seinen Baum auf dem Gelände aussuchen kann. Auch den Text und anderes, was auf der Plakette stehen soll, die am Baum befestigt wird, kann online ausgefüllt werden. Bereits ab 400 Euro bis 1600 Euro kann man einsteigen. Beschriftung der Bestuhlung, Sponsoring für Sonnensegel, der Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Laut Sitzmann teilt sich die mögliche Beteiligung in drei Bereiche auf: Spenden, die steuerlich abgesetzt werden können, Sponsoring, zum Beispiel mit bedruckten T-Shirts für freiwillige Helfer oder dem System Geschäft und Gegengeschäft. „Ein Unternehmen finanziert etwa besagtes Sonnensegel und wird dafür an anderer Stelle auf dem Gartenschaugelände sichtbar.“

Schule im Grünen: Möglichkeiten vielfältig

Ein weiterer Bereich, in dem man noch nachsitzen müsse, sei das Thema: Schule im Grünen. Es seien zwar schon einige Schulstunden gebucht, laut Sandra Kleemann, die für die Veranstaltungen verantwortlich zeichnet, dürfen es gerne noch mehr werden. Die Möglichkeiten seien dabei vielfältig. Egal ob ein Unternehmer seinen Betrieb vorstellen und so Azubis werben möchte oder die offene Behindertenarbeit erlebbar macht, was es bedeutet blind zu sein oder im Rollstuhl zu sitzen, alles seit möglich.

„Der ADAC bietet einen Fahrradkurs an, das Unternehmen Goldsteig macht etwas mit Milch“, sagt die Veranstaltungsbeauftragte Kleemann. „Der Klassiker ist das Wasserspiel“, erklärt Sitzmann. Dabei werde mit Netz, Wasserglas und Lupe untersucht, was sich im Flusswasser befindet und dann die Qualität festgestellt. Die Schulstunden seien zielgruppenorientiert, d. h., man könne sich genau aussuchen, für welches Alter man seine Stunde anbieten möchte. „Es geht einfach auch darum, Dinge zu erfahren, die man im regulären Unterricht so nicht zu sehen und zu hören bekommt“, so Kleemann. 500 Schulen in der Oberpfalz seien angeschrieben worden.

Neue Mitarbeiterin im Team

Darüber hinaus hätten 50 Kitas sowie Schulen in Tschechien Post bekommen. Einen festes grünes Klassenzimmer gebe es auf dem Gelände nicht. Wer einen Ausstellungsstand hat, werde seine Stunde dort halten aber auch die junge Bühne und andere Plätze seien möglich. Das Projekt werde federführend Nicole Böttcher übernehmen, die neu zum LGS-Team gestoßen ist.

Stefanie Weiß, Sandra Kleemann und Nicole Böttcher