Rodings Freibad war noch geschlossen: Wie lief die Saison in Falkenstein und Stamsried?

Im Rodinger „Platschare“ musste die Saison wegen der Generalsanierung heuer noch einmal entfallen, wovon das Freibad in Falkenstein sowie das Naturbad im Stamsried profitierten. Allerdings gab es in Falkenstein insgesamt ein großes Minus bei den Besucherzahlen wegen des teilweise sehr schlechten Wetters, wie Falkensteins Bürgermeisterin Heike Fries berichtet. Anders in Stamsried, wo sich Rathaus-Chef Herbert Bauer über eine wirtschaftlich sehr gute Saison freuen kann.
46 000 Besucher gab es heuer im Falkensteiner Freibad, deutlich weniger als im Vorjahr (56 649). Zwar waren darunter viele Gäste aus Roding, hat Fries festgestellt, aber: „Vor allem zu Beginn der Saison war das Wetter lange zu kalt und regnerisch, was den Rückgang bei den Besucherzahlen erklärt.“ In den Sommerferien habe man zwar noch kräftig aufgeholt, an die Zahlen des Vorjahres sei aber insgesamt nicht mehr heranzukommen gewesen, so die Rathaus-Chefin.
Kurse ausgebucht
Trotz des großen Defizits, welches das Freibad verursache, sei es sehr wichtig, betont Fries, unter anderem auch wegen der Schwimmkurse. „Es ist enorm wichtig, dass Kinder schwimmen lernen“, betont sie, das Interesse sei auch da: Die Kurse für die Kleinen sind ausgebucht. Ebenso können Erwachsene im Falkensteiner Freibad schwimmen lernen, zudem werden Kraulkurse angeboten.
„Wir bemühen uns, das Freibad so gut es geht instand zu halten und investieren“, erläutert die Bürgermeisterin. So wurde vor dieser Saison das komplette Pflaster im Nichtschwimmer-Bereich erneuert. Vor drei Jahren ist die Technik umfangreich auf den neuesten Stand gebracht worden.
Dass die Preise vor der Saison erhöht werden mussten, sei alternativlos gewesen. Die Personalkosten seien für 2024 um zwölf Prozent gestiegen, auch weil den Wünschen nach längeren Öffnungszeiten (jetzt von 9.30 bis 20 Uhr) oder mehr Nachtschwimmen erfüllt wurden. Zudem gab es im vergangenen Jahr ein Rekorddefizit von 205 000 Euro.
Hoffen auf Unterstützung durch große Politik
Das Freibad sei eine freiwillige Leistung, angesichts der knappen Haushaltssituation habe gehandelt werden müssen. Fries würde sich in diesem Zusammenhang Unterstützung von der großen Politik wünschen: „Fast jede Kommune, die ein Freibad hat, hat zu kämpfen, einige Bäder wurden auch schon geschlossen“, sagt sie. Eine Generalsanierung oder ein Neubau wären für den Markt nicht zu stemmen. Das wolle Falkenstein nicht. Aber um investieren zu können, hofft sie auf entsprechende Förderprogramme: „Das wäre alleine schon wegen der Schwimmkurse sehr sinnvoll.“
Fries bedankt sich bei allen Besuchern und dem kompletten Freibad-Team, das viel geleistet habe. Die Bürgermeisterin berichtet in diesem Zusammenhang, dass die Kommune auf der Suche nach Rettungsschwimmern ist. Interessenten können sich bei der Marktgemeinde melden. Ein Dank geht auch an den Förderverein, der manche Anschaffungen möglich mache, welche die Gemeinde nicht leisten könne und Veranstaltungen wie das Freibad-Fest oder das Hundeschwimmen organisiere. „Und für das kommende Jahr hoffen wir auf besseres Wetter“, sagt die Bürgermeisterin.
Diese Hoffnung teilt ihr Stamsrieder Amtskollege Herbert Bauer, der aber mit der Saison sehr zufrieden ist: „Wir hatten um die 8000 Besucher, etwas mehr als im Vorjahr.“
Zustrom in Stamsried
Zwar habe das Naturbad wegen der Witterung erst am 17. Juni aufsperren können. Danach gab es aber insgesamt 71 Öffnungstage, ein deutliches Plus im Vergleich zum Vorjahr (56). An manchen Sonntagen kamen bis zu 400 Gäste, berichtet Bauer, auch an den sonnigen Tagen während der Sommerferien im August sei der Zustrom sehr groß gewesen.
„Wirtschaftlich war es eine sehr erfolgreiche Saison“, sagt der Bürgermeister deshalb. Das Naturbad habe davon profitiert, dass das „Platschare“ wegen der Generalsanierung noch geschlossen war.
Trotzdem ist Bauer auch vor dem nächsten Jahr nicht bange: „Es entsteht in Roding ein tolles Bad, aber wir sprechen auch andere Gäste an“, ist er sich sicher. Vor allem für Familien mit kleineren Kindern sei das übersichtliche Naturbad in Stamsried optimal geeignet. Außerdem gebe es viele Stammgäste.
