Regensburg schnappt der Bayerischen Staatsoper den Operetten-Frosch weg

Große Häuser wollten ihn – geholt hat die Auszeichnung nun das Theater Regensburg: mit „Der Prinz von Schiras“. Die Operette war lang verschollen und wurde bei der ersten Aufführung nach 90 Jahren zum Triumph.
Das Theater Regensburg erhält für „Der Prinz von Schiras“ den begehrten Spielzeit-Frosch von BR-Klassik. Die Redaktion der Sendung „Operetten-Boulevard“ vergibt die Auszeichnung seit 2016 an besonders zeitgemäße, originelle und herausragende Operetten-Produktionen. Der Frosch wird am 30. Oktober (19.30 Uhr) überreicht, bei der Gala „I Am What I Am“ im Theater am Bismarckplatz, bei der auch Musik von Joseph Beer zu hören ist.
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Die Konkurrenz war groß und international: Opernhaus Zürich, MusikTheater an der Wien, Oper Graz, Staatsoperette Dresden und die Bayerische Staatsoper wollten den Frosch. „Das ist eine schöne Auszeichnung für das ganze Haus und wir freuen uns sehr!“, sagt Intendant Sebastian Ritschel, der das verschollene Werk mit Chefdramaturg Ronny Scholz wiederentdeckt und auf die Bühne gebracht hatte. Die Operette, komponiert von Joseph Beer, wurde 1934 in Zürich uraufgeführt und erlebte 90 Jahre später, Ende 2023, in Regensburg ihre deutsche Erstaufführung. Regie führte Sebastian Ritschel, am Pult: GMD Stefan Veselka. Suzanne Beer, Philosophin aus Paris, hörte da zum ersten Mal das Werk ihres Vaters, der 1938 vor den Nazis erst nach Paris, dann nach Nizza hatte fliehen müssen.
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Die neue Regensburger Fassung ist speziell auf mittelgroße Theater ausgerichtet und schließt eine Lücke, die die NS-Kulturpolitik gerissen hat, so der BR. „Verblüffend unverstaubt“ kehrt die Operette auf die Bühne zurück, so die Jury, die vom „hervorragenden Ensemble“ schwärmt.