Die Kita Uni-Kum bleibt zu: Nachfolger-Suche an der Uni Regensburg weiter erfolglos

Von Daniel Pfeifer · 22. September 2024 um 17:10

Für junge und werdende Eltern, die an der Universität Regensburg arbeiten, war es Ende vergangenen Jahres eine schwer verdauliche Nachricht: Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) kündigte an, innerhalb eines Jahres als Träger der Kinderbetreuungseinrichtung Uni-Kum am Galgenberg aufzuhören.

Schon zum Jahresende musste aus Personalnot der Betrieb, bis auf eine Notbetreuung, zeitweise eingestellt werden. Bereits während dieses Engpasses am Jahresende war die Universität in Gesprächen über eine Nachfolge für das BRK, wie Kanzler Christian Blomeyer auf Nachfrage mitteilte. Mehr als ein Dreivierteljahr ist es nun her. Am 31. August war es dann soweit: Wie angekündigt stieg das BRK aus. „Hinsichtlich des Unikums Regensburg ist unsere Trägerschaft seit Ende des Bildungsjahres 23/24 beendet“, teilt Pressesprecherin Melanie Kopp mit. „Unsere Involvierung in dieser Kita ist damit abgeschlossen.“

Universität verhandelt „auf Hochtouren“

Das Problem: Bis heute ließ sich kein Nachfolger finden, das Uni-Kum ist also erst einmal komplett geschlossen. Die Universität führt nach wie vor Gespräche mit möglichen Nachfolgern des BRK, jedoch bislang ohne Erfolg. Auf Nachfrage unserer Zeitung teilt die Pressestelle der Universität mit: „Der Kindergarten wurde bekanntermaßen zum 1.9. geschlossen. Die Verhandlungen mit potentiellen neuen Trägern laufen aktuell auf Hochtouren und die Universitätsleitung ist guter Hoffnung, zeitnah eine gemeinsame, langfristige und tragfähige Lösung zu finden.“

Nahegelegene Krippen an Bezirks- und Uniklinikum betreiben die Kinderzentren Kunterbunt, an der medbo und im Biopark die Johanniter und im Rubina nahe der Techbase die Stadt Regensburg. Im Gegensatz zur Unikrabbelstube Campuskinder, die in erster Linie für Kinder von Studenten gedacht ist, soll die Krippe Uni-Kum vor allem Angestellten die Vereinbarung von Beruf und Familie erleichtern.

Fachkräftemangel belastet Kitas

Die Suche nach Krippenplätzen sei eine große Herausforderung, berichteten Uni-Angestellte Ende des Jahres. Doch auch für Träger ist es nicht leicht: „Der Personalmangel wurde seit Langem prognostiziert, jetzt ist er da und es wird noch schlimmer“, sagte Lehrerverbands-Expertin Sarah Heße kürzlich beim Deutschen Kitaleitungskongress in München.