Endspurt in Schwarzhofen: Ausbau der Staatsstraße befindet sich auf der Zielgeraden

Der Ausbau der Staatsstraße 2040 bei Schwarzhofen in Richtung Neunburg schreitet voran. Nachdem die Marktgemeinde jahrelang auf den Ausbau gedrängt hatte, sollen die Bauarbeiten nun bis Anfang Dezember abgeschlossen sein. Bürgermeister Maximilian Beer (CSU) zeigte sich erfreut über die Fortschritte und lobte die Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach.
„Die St 2040 war eine der am schlechtesten ausgebauten Staatsstraßen in der Region, sowohl was die Breite als auch was die Kurvenführung betrifft. Wir sind sehr dankbar, dass das Staatliche Bauamt dieses Projekt nun in Angriff genommen hat“, so Bürgermeister Beer.
Suche nach Kampfmitteln
Die Straße wird nach seinen Worten nun deutlich breiter – mindestens einen Meter mehr als zuvor. Auch die Kurven würden ausgebaut, was die Sicht auf einer Strecke von etwa 200 Metern erheblich verbessere. Dadurch würden gefährliche Situationen entschärft werden. Beers besonderer Dank galt dem zuständigen Abteilungsleiter Björn Letz, der sich mit viel Herzblut eingesetzt und auch immer dafür gesorgt habe, dass es zügig vorangehe.
Denn der Start des rund 2,5 Millionen Euro teuren Projekts im Mai dieses Jahres verlief nicht völlig reibungslos. Zunächst sah es so aus, als sei der Ausbau eines 370 Meter langen Teilstücks der Straße am Ortsausgang von Schwarzhofen in Richtung Neunburg nicht möglich, weil Grundstückseigentümer dagegen waren. „Es wäre nicht nur unsinnig gewesen, die Straße auf eine zeitgemäße Breite auszubauen, um sie dann auf den letzten Metern wieder auf ein schmales Stück zu verengen, sondern auch gefährlich“, erklärt Beer.
Ursprüngliche Ausbauumfang liegt im Zeitplan
Erneute Nachverhandlungen hätten schließlich zu einer Einigung zwischen Grundstückseigentümern und Bauamt geführt, so Beer. Dafür dankte der Bürgermeister allen Beteiligten. „Ich bin den Eigentümern der Grundstücke dankbar, dass sie sich mit dem Bauamt geeinigt haben.“ Besonders lobte er das schnelle Handeln des Bauamts und der ausführenden Firma, die die Anpassungen zügig in die laufenden Bauarbeiten einbezogen und es so ermöglichten, die Arbeiten noch in das bestehende Projekt zu integrieren.
Der für den Landkreis Schwandorf zuständige Sachgebietsleiter des Staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach, Björn Letz, erklärte, dass der ursprüngliche Ausbauumfang trotz einiger Herausforderungen im Zeitplan liege. Allerdings werde sich die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme durch die nachträgliche Verlängerung der Baustrecke voraussichtlich um einige Wochen verzögern.
Letz erläuterte, dass insbesondere die baubegleitende Kampfmittelsondierung zu Beginn der Arbeiten zu Verzögerungen geführt habe. Kleinste Verdachtspunkte mussten dabei untersucht werden, wobei sich die meisten Hindernisse als verlegte Telekommunikationsleitungen oder Metallteile herausstellten. Dennoch seien zwei alte Waffen und Munitionsreste gefunden worden, am Ende sogar noch eine Granate im letzten Bauabschnitt. Trotz dieser unerwarteten Funde sei der Baufortschritt insgesamt gut verlaufen.
Sofern die Witterung es zulasse, sei der abschließende Einbau der Asphaltdeckschicht für Mitte November vorgesehen, erklärt Letz weiter. Nach dem Einbau des Belags werde dann geprüft, welche Restarbeiten noch zu erledigen seien und ob diese unter Vollsperrung oder bei laufendem Verkehr ausgeführt werden könnten.
Erfolgreiche Verhandlungen
Noch in diesem Jahr soll die Straße laut dem Abteilungsleiter befahrbar sein. „Wir gehen derzeit davon aus, dass die Gesamtarbeiten Anfang Dezember abgeschlossen sind und die Ausbaustrecke noch im selben Monat für den Verkehr freigegeben werden kann“, so Letz.
Bezüglich der Grundstücksnachverhandlungen hielt sich Letz bedeckt. Insgesamt aber, so der Bauoberrat, seien die Maßnahmen von den betroffenen Eigentümern durchweg als notwendig und positiv bewertet worden, „auch wenn an manchen Stellen mehr Details zu klären waren als an anderen“. Letz bedankte sich ausdrücklich bei den Besitzern für die Unterstützung und die Bereitschaft, die notwendigen Flächen zu veräußern.